Sie interessieren sich für die Leistung der GeForce RTX 5080 Grafikkarten und würden gerne eine für Ihren Gaming-PC erwerben, wissen aber nicht, welche die beste Wahl ist? Dann sind Sie hier genau richtig. Heute schauen wir uns bei Alza genau diese Grafikkarten an und vergleichen sie gründlich miteinander. Wir haben unsere Liste der geprüften Modelle aktuell um die Asus ProArt RTX 5080 O16G erweitert und den Artikel entsprechend aktualisiert. Wie hat dieser Neuzugang unser bisheriges Ranking der besten GeForce RTX 5080 Grafikkarten beeinflusst? Das werden Sie gleich erfahren. Zudem geben wir Ihnen nützliche Tipps, die Ihnen bei der Auswahl Ihrer GeForce RTX 5080 hilfreich sein können.
Autor: Pavel Šantrůček • Artikel
Die GeForce RTX 5080 Grafikkarten sind die Nachfolger der GeForce RTX 4080/SUPER aus der vorherigen Ada Lovelace Generation von NVIDIA. Sie basieren auf dem neuesten Blackwell GB203 Grafikchip (GB203-400-A1) von NVIDIA in voller Konfiguration, an den über einen 256-Bit-Bus GDDR7-Grafikspeichermodule mit einer Kapazität von 16 GB angebunden sind.
| Chiphersteller | NVIDIA | Chipbezeichnung | GB203 |
| Chipvariante | GB203-400-A1 | Architektur | BLACKWELL |
| Stream-Prozessoren | 10752 | TMUs | 336 |
| Raytracing-Kerne | 84 | Tensor-Kerne | 336 |
| ROPs | 128 | TDP | 360 W |
| VRAM-Bus | 256-bit | VRAM-Typ | GDDR7 |
| Chipfläche | 378 mm2 | Transistoranzahl | 45,6 Mrd. |
| Fertigungsprozess | 4nm (TSMC) | Schnittstelle | PCIe 5.0 x16 |
Es handelt sich um Grafikkarten mit voller Unterstützung für die neuesten Grafikschnittstellen Vulkan und DirectX 12 Ultimate sowie die proprietäre DLSS-Technologie (Deep Learning Super Sampling), einschließlich der neuesten Version DLSS 4 mit MFG-Unterstützung (Multi-Frame Generation). Mit ihrer Leistung zielen die GeForce RTX 5080 Grafikkarten auf das High-End-Segment ab, wo sie die obersten Plätze der Leistungsrangliste einnehmen.
Um zu verstehen, für wen die GeForce RTX 5080 primär konzipiert ist, müssen wir uns zunächst deren Leistung in PC-Spielen bei verschiedenen Auflösungen ansehen.
Die Leistung der einzelnen Grafikkarten wird als arithmetisches Mittel der gemessenen Bildraten aus den unten aufgeführten Computerspielen berechnet, die mit dem Symbol gekennzeichnet sind. Die übrigen Computerspiele gehen nicht in die Gesamtleistung ein, sie dienen nur zur Information.
Die Leistungsaufnahme der einzelnen Grafikkarten wird als arithmetisches Mittel der gemessenen Verbrauchswerte aus den unten aufgeführten Computerspielen berechnet, die mit dem Symbol gekennzeichnet sind. Der Verbrauch in den übrigen Computerspielen wird nicht in die durchschnittliche Leistungsaufnahme der Grafikkarten einbezogen.
Welche Leistung die Grafikkarten in den einzelnen Spielen unserer Testmethodik erbringen, wie die Spiele in den Tests eingestellt wurden und wie die Messungen durchgeführt wurden, können Sie durch Klicken auf das Bild des jeweiligen Computerspiels anzeigen lassen.
Wie Sie der Grafik entnehmen können, richten sich die GeForce RTX 5080 Grafikkarten von NVIDIA mit ihrer Leistung vor allem an anspruchsvolle Gamer, die beim Spielen hauptsächlich die Auflösung 3.840 x 2.160p (4K UHD) inklusive Raytracing nutzen. Wenn Sie nicht zu dieser Gruppe gehören, werden Sie das volle Potenzial dieser Karten kaum ausschöpfen können.
Bevor wir mit der Bewertung der einzelnen GeForce RTX 5080 Grafikkarten beginnen, sollten wir auch über die Editionen sprechen. GeForce RTX 5080 Grafikkarten finden Sie in den Sortimenten fast aller Hersteller in verschiedenen Serien (Editionen), die sich in Qualität, Verarbeitung, Ausstattung und natürlich im Anschaffungspreis unterscheiden. Die Editionen lassen sich generell in drei Basisgruppen unterteilen:
Grafikkarten dieser Edition zeichnen sich vor allem durch ein sehr gut verarbeitetes und leistungsstarkes Kühlsystem aus, das meist für die Kühlbedarfe des jeweiligen Grafikchips überdimensioniert ist. Dies wirkt sich positiv nicht nur auf die Leistung aus – da der Hersteller eine höhere Boost-Frequenz oder TDP festlegen kann –, sondern auch auf die Betriebseigenschaften, insbesondere auf niedrigere Chip- und Speichertemperaturen, geringere Lüfterdrehzahlen und somit eine insgesamt leisere Grafikkarte. Top-Editionen verfügen meist auch über eine reichhaltigere Ausstattung, wie Dual-BIOS-Unterstützung, effektvolle und steuerbare RGB-LED-Beleuchtung, mehr Videoausgänge und Ähnliches. Der Nachteil dieser Karten liegt in ihrem höheren Anschaffungspreis.
Grafikkarten der höchsten Top-Edition eignen sich daher vor allem für diejenigen, die ihre Karte nicht selbst konfigurieren wollen/können und die beste Ausstattung verlangen. Sie möchten sich um nichts kümmern: Karte kaufen, einbauen und spielen. Die Grafikkarte selbst sorgt für hohe Leistung und gute Betriebseigenschaften.
Grafikkarten der Mittelklasse verfügen meist ebenfalls über ein technisch gut umgesetztes Kühlsystem, das genau für die Kühlbedarfe des spezifischen Grafikchips dimensioniert ist, oft mit einer kleinen Reserve. Leistung und Betriebseigenschaften dieser Karten sind meist etwas schwächer als bei den luxuriösen Top-Editionen, für den Durchschnittsnutzer jedoch immer noch sehr gut. Die Ausstattung der Mittelklasse-Karten ist verständlicherweise etwas schlichter, meist jedoch nur in weniger kritischen Bereichen, wie einer einfacheren RGB-Beleuchtung oder dem Fehlen eines Dual-BIOS. Semi-passive Kühlung ist in dieser Klasse praktisch Standard. Was im Vergleich zu den Top-Modellen fehlt, wird durch den günstigeren Preis kompensiert, sodass Sie eine solide Grafikkarte zu einem attraktiven Preis erhalten.
Mittelklasse-Grafikkarten sind praktisch für jeden geeignet. Für einen angemessenen Preis erhalten Sie meist eine ordentliche Karte, die Sie zudem (optional) nach Ihren Wünschen optimieren können, sodass Leistung und Betriebseigenschaften sehr nah an die Luxus-Editionen heranreichen. Dafür ist lediglich etwas Arbeit und Erfahrung mit Techniken wie Overclocking (OC), Undervolting (UV) oder der Anpassung der Lüfterkurve nötig. Wenn Sie sich das nicht zutrauen, ist das kein Problem – Sie erhalten dennoch eine sehr gut vorkonfigurierte Karte.
Grafikkarten der Economy-Klasse werden primär unter dem Aspekt niedrigster Produktionskosten und somit eines geringstmöglichen Verkaufspreises gefertigt. Oft sind die Kühlsysteme technisch und produktionstechnisch sehr einfach gehalten. Eine eventuell schwächere Kühlleistung wird vom Hersteller durch höhere Lüfterdrehzahlen, eine Senkung der Boost-Frequenz oder eine Reduzierung der TDP kompensiert (weniger Abwärme, dadurch geringerer Kühlbedarf). Auch die Ausstattung ist meist spartanisch und beschränkt sich auf das Nötigste, wobei es natürlich Ausnahmen gibt. Der Vorteil dieser Karten ist ihr günstiger Anschaffungspreis.
GeForce RTX 5080 Grafikkarten der Economy-Klasse eignen sich besonders für Nutzer mit begrenztem Budget. Finanziell spart man sicher, muss jedoch eine etwas geringere Spieleleistung und schlechtere Betriebseigenschaften, wie etwa eine höhere Lautstärke, in Kauf nehmen. Die Lautstärke lässt sich beim Spielen jedoch oft durch die Nutzung eines Gaming-Headsets eliminieren. Auch hier gilt: Erfahrene Nutzer können sowohl Leistung als auch Betriebseigenschaften durch OC, UV oder Anpassung der Lüfterkurve deutlich verbessern.
Die folgende Tabelle zeigt die Einordnung luftgekühlter Grafikkarten bekannter Hersteller in die einzelnen Gruppen:
| BEZEICHNUNGEN UND EINORDNUNG DER EDITIONEN NACH HERSTELLERN | |||
|---|---|---|---|
| Hersteller/Edition | Top | Middle | Economy |
| ASUS | ROG STRIX, ASTRAL | TUF, ProArt | PRIME, DUAL, PHOENIX, TURBO |
| ASRock | TAICHI | PHANTOM | CHALLENGER |
| GAINWARD | PHANTOM | PHOENIX, PANTHER | GHOST, PEGASUS |
| GIGABYTE | AORUS | GAMING, VISION | WINDFORCE, TURBO, EAGLE |
| INNO3D | iCHILL | TWIN | |
| MSI | SUPRIM | GAMING, TRIO, EXPERT | VENTUS, ARMOR, AERO |
| SAPPHIRE | NITRO, TOXIC | PULSE, PURE | |
| PALiT | GameRock | GamingPro | JetStream, Infinity |
| XFX | MERC | QICK | SWFT |
Jede Grafikkarten-Edition zielt auf ein etwas anderes Publikum ab, daher ist nicht jede Edition für jeden Nutzer gleichermaßen geeignet. Wenn Sie beispielsweise ein begrenztes Budget haben, werden Sie sicher keine Karte aus einer hochpreisigen Top-Edition wählen. Wenn Geld hingegen keine Rolle spielt und Sie das Beste für Ihren PC suchen, sollten Sie Ihre neue Grafikkarte ausschließlich in diesen High-End-Editionen suchen.
Um die GeForce RTX 5080 Grafikkarten untereinander vergleichen und am Ende die absolut beste auswählen zu können, müssen wir Bewertungskriterien festlegen. Welche sind das?
Der wichtigste Bewertungsparameter einer Grafikkarte sollte natürlich ihre Spieleleistung sein. Wenn wir jedoch die Leistung identischer Grafikkartentypen vergleichen – in unserem Fall also verschiedene GeForce RTX 5080 –, sind die Unterschiede meist minimal. Daher rücken andere Parameter wie Betriebseigenschaften, Ausstattung und Anschaffungspreis stärker in den Fokus.
Unter den Betriebseigenschaften ist die Lautstärke der Grafikkarte wohl der wichtigste Parameter. Wenn Sie ein Fan von leisen PCs sind, werden Sie beim Kauf eine geringe Geräuschentwicklung bevorzugen. Die Temperaturen von Chip und Speicher sind hingegen, solange sie bestimmte kritische Grenzen nicht überschreiten (bei denen die Karte zum Selbstschutz die Leistung drosselt), nicht ganz so entscheidend. Temperaturen sollten vor allem diejenigen im Auge behalten, die ein schlecht belüftetes Gehäuse besitzen, wo die Gefahr besteht, dass kritische Werte erreicht werden.
Tests der Kühlereffizienz zeigen uns, wie gut (oder schlecht) das Kühlsystem jeder Karte mit der Abwärme von Chip und Speicher bei einem fest eingestellten (Referenz-)Limit von Verbrauch und einer Lautstärke von 40 dBA umgeht. Je niedrigere Temperaturen unter diesen einheitlichen Bedingungen erreicht werden, desto effizienter ist das Kühlsystem.
Zur Ausstattung einer modernen Grafikkarte gehören insbesondere die Unterstützung für semi-passives Kühlen, LED-Beleuchtung und bei besseren Editionen eventuell ein Dual-BIOS oder eine höhere Anzahl an Videoausgängen. Je umfangreicher die Ausstattung, desto besser. Denken Sie jedoch daran, dass Sie nicht immer alles davon nutzen werden und eventuell für Features bezahlen, die Ihnen nichts nützen. Wenn Sie zum Beispiel ein geschlossenes Gehäuse ohne Sichtfenster haben, ist jede LED-Beleuchtung hinfällig.
Nicht jeder besitzt ein großes Gehäuse mit einem ausreichend starken Netzteil (PSU). Daher sind Abmessungen und Verbrauch entscheidende Kriterien. Aktuelle Grafikkarten können deutlich länger als 300 mm sein. Falls eine Karte nicht in Ihr Gehäuse passt, müssen Sie zusätzlich ein größeres Gehäuse anschaffen und alle Komponenten umziehen. Das Gleiche gilt für das Netzteil: Wenn die Grafikkarte höhere Anforderungen stellt, als Ihr aktuelles PSU liefern kann, wird ein neues, leistungsstärkeres Netzteil zur Notwendigkeit.
Bei begrenztem Budget ist der Preis natürlich ein absolut zentraler Indikator. Wenn Sie kein festes Budget haben, ist das umso besser, da Sie aus einem viel breiteren Angebot wählen können.
Die Tests von Leistung und Betriebseigenschaften werden mit dem Tool 3DMark Steel Nomad Stress Test in einem offenen Gehäuse bei einer Umgebungstemperatur von 24 °C durchgeführt. Dieser Test besteht aus insgesamt 20 Durchläufen der einminütigen Steel Nomad Szene und dauert somit etwa 20 Minuten, in denen die Karte unter Volllast arbeitet und ihre normale Betriebstemperatur erreicht. Erst nach Erreichen dieser Temperatur messe ich die Betriebseigenschaften. Die Leistung, die direkt proportional zur Chipfrequenz ist, wird als Durchschnittswert der Frequenz aus den letzten drei Testdurchläufen berechnet.
In die Gesamtbewertung jeder Grafikkarte fließen all diese Kriterien ein, mit Ausnahme des Preises, da sich dieser im Laufe der Zeit schnell ändert. Die Grafikkarte, die alle Kriterien am besten erfüllt, erhält die höchste Bewertung und wird zur besten GeForce RTX 5080 gekürt.
Und welche GeForce RTX 5080 Grafikkarten haben wir bei Alza und GPUreport getestet? Aus welchen wählen wir die Beste aus?
NVIDIA RTX 5080 Founders Edition 16G
Sollte Ihnen die Liste der getesteten Karten kurz vorkommen: Sobald wir ein weiteres Modell testen, ergänzen wir es sofort. Bleiben Sie dran – vielleicht erscheint hier bald genau die GeForce RTX 5080, die Sie im Auge haben. Da wir nun wissen, wie wir bewerten, können wir direkt loslegen.
Die Leistung von Grafikkarten ist proportional zur Frequenz des Grafikchips. Je höher die Frequenz, desto höhere Bildraten können in Spielen erwartet werden. Die von uns getesteten Modelle waren ab Werk auf folgende Frequenzen eingestellt:
| GPU / Frequenz | Basis | Boost | VRAM |
|---|---|---|---|
| Asus ASTRAL RTX 5080 O16G Gaming | 2 295 MHz | 2 760 MHz | 30 000 MHz |
| PALiT RTX 5080 GAMEROCK OC 16G | 2 295 MHz | 2 730 MHz | 30 000 MHz |
| Gigabyte RTX 5080 GAMING OC 16G | 2 295 MHz | 2 730 MHz | 30 000 MHz |
| Asus ProArt RTX 5080 O16G | 2 295 MHz | 2 700 MHz | 30 000 MHz |
| Gainward RTX 5080 PHOENIX GS 16G | 2 295 MHz | 2 700 MHz | 30 000 MHz |
| Asus TUF RTX 5080 O16G Gaming | 2 295 MHz | 2 700 MHz | 30 000 MHz |
| MSI RTX 5080 16G VENTUS 3X OC PLUS | 2 295 MHz | 2 640 MHz | 30 000 MHz |
| NVIDIA RTX 5080 Founders Edition 16G | 2 295 MHz | 2 617 MHz | 30 000 MHz |
Bei der Boost-Frequenz handelt es sich jedoch nicht um einen fixen, unüberschreitbaren Maximalwert. Die reale Chipfrequenz kann je nach Last variieren, teils erheblich. Sehen wir uns nun an, welche realen Frequenzen diese Karten in unserem 3DMark Steel Nomad Stress Test erreicht haben.
Unter den getesteten GeForce RTX 5080 Grafikkarten platzierte sich die Asus ASTRAL RTX 5080 O16G Gaming in beiden Modi an der Spitze, dicht gefolgt von der PALiT RTX 5080 GAMEROCK OC 16G. Die neu getestete Asus ProArt RTX 5080 O16G ordnete sich in der zweiten Hälfte des Feldes ein. Die niedrigsten Frequenzen verzeichneten wir bei der NVIDIA RTX 5080 Founders Edition 16G und der PALiT RTX 5080 GAMEROCK OC 16G im Silent-Modus. Der Frequenzunterschied zwischen der ersten und der letzten Karte betrug etwa 180 MHz (24 Bins), was in Spielen etwa 4 % Leistungsunterschied entspricht.
Was die Lautstärke betrifft, so war die leiseste Karte in unseren Tests bisher die Asus TUF RTX 5080 O16G Gaming im Quiet-Modus mit Werten deutlich unter 35 dBA. Ebenfalls gut schnitten die Asus ASTRAL RTX 5080 O16G Gaming, die Asus ProArt RTX 5080 O16G im Quiet-Modus sowie die Gigabyte RTX 5080 GAMING OC 16G und die PALiT RTX 5080 GAMEROCK OC 16G im Silent-Modus ab. Am schlechtesten schnitt die Asus ASTRAL RTX 5080 O16G Gaming im Performance-Modus ab, die mit 50 dBA unter Last unsere Grenze von 40 dBA deutlich überschritt. Diese Grenze wurde auch von der Asus TUF RTX 5080 O16G Gaming und der Gainward RTX 5080 PHOENIX GS 16G im Performance-Modus sowie der NVIDIA RTX 5080 Founders Edition 16G und der MSI RTX 5080 16G VENTUS 3X OC PLUS merklich überschritten.
Die niedrigsten Temperaturen im Test erreichten die Asus TUF RTX 5080 O16G Gaming und die Gigabyte RTX 5080 GAMING OC 16G im Performance-Modus. Die höchsten Temperaturen verzeichneten wir bei der Asus ASTRAL RTX 5080 O16G Gaming, die im Quiet-Modus bei etwa 75 °C lag. Keine der getesteten Karten erreichte jedoch Temperaturen, die sie einschränken würden. Ähnliche Ergebnisse zeigten sich bei den Speichertemperaturen (VRAM).
Wie wir die Kühlereffizienz messen
Unter Spiellast wird das Verbrauchslimit der GeForce RTX 5080 Karten so eingestellt, dass sie exakt die Referenzwerte von 360 W aufnehmen. Gleichzeitig werden die Lüfterdrehzahlen fest auf den Wert eingestellt, bei dem die Karte eine Lautstärke von 40 dBA erreicht – unsere Grenze für einen angenehm leisen Betrieb. Anschließend werden die Karten 10 Minuten aufgeheizt und über weitere 5 Minuten die Chip- und Speichertemperaturen aufgezeichnet, alles bei 24 °C Umgebungstemperatur. Je niedriger die Temperatur unter diesen Bedingungen, desto effizienter ist das Kühlsystem.
Das effizienteste Kühlsystem in unseren Tests bietet die Asus TUF RTX 5080 O16G Gaming, dicht gefolgt von der Gigabyte RTX 5080 GAMING OC 16G und der PALiT RTX 5080 GAMEROCK OC 16G. Die geringste Effizienz verzeichneten wir bei der MSI RTX 5080 16G VENTUS 3X OC PLUS.
| GPU / Ausstattung | Dual BIOS | LED | Fan Stop | Fan Header | Ausgänge |
|---|---|---|---|---|---|
| Asus ASTRAL RTX 5080 O16G Gaming | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | 2× HDMI + 3× DP |
| Asus TUF RTX 5080 O16G Gaming | ✓ | ✓ | ✓ | ✕ | 2× HDMI + 3× DP |
| Asus ProArt RTX 5080 O16G | ✓ | ✓ | ✓ | ✕ | 1× HDMI + 2× DP + 1x USB-C |
| Gainward RTX 5080 PHOENIX GS 16G | ✓ | ✓ | ✓ | ✕ | 1× HDMI + 3× DP |
| Gigabyte RTX 5080 GAMING OC 16G | ✓ | ✓ | ✓ | ✕ | 1× HDMI + 3× DP |
| NVIDIA RTX 5080 Founders Edition 16G | ✓ | ✓ | ✓ | ✕ | 1× HDMI + 3× DP |
| PALiT RTX 5080 GAMEROCK OC 16G | ✓ | ✓ | ✓ | ✕ | 1× HDMI + 3× DP |
| MSI RTX 5080 16G VENTUS 3X OC PLUS | ✕ | ✕ | ✓ | ✕ | 1× HDMI + 3× DP |
Die umfangreichste Ausstattung bietet die Asus ASTRAL RTX 5080 O16G Gaming. Sie glänzt nicht nur mit Dual-BIOS, schöner ARGB-LED-Beleuchtung und semi-passivem Kühlen, sondern auch mit zwei FAN Connect-Anschlüssen. Damit können Sie Gehäuselüfter basierend auf der Grafikkartentemperatur statt der CPU-Temperatur steuern. Abgesehen von einer Ausnahme bieten die anderen Modelle eine ähnliche Ausstattung ohne FAN Connect. Die Ausnahme ist die MSI RTX 5080 16G VENTUS 3X OC PLUS, die lediglich semi-passives Kühlen unterstützt.
Die meisten Videoausgänge (5) bieten die Asus ASTRAL RTX 5080 O16G Gaming und die Asus TUF RTX 5080 O16G Gaming (2x HDMI + 3x DisplayPort). Die Asus ProArt RTX 5080 O16G geht einen anderen Weg: Sie bietet 1x HDMI, 2x DisplayPort und zusätzlich 1x USB-C (reiner Videoausgang). Die restlichen Karten verfügen über vier Ausgänge (1x HDMI + 3x DisplayPort).
| GPU / Maße und Power | Länge | Höhe | TDP | Anschluss | Netzteil |
|---|---|---|---|---|---|
| MSI RTX 5080 16G VENTUS 3X OC PLUS | 303 mm | 2,45 Slot | 360 W (max 360 W) | 1× 16pin | 850 W |
| Asus ProArt RTX 5080 O16G | 304 mm | 2,5 Slot | 360 W (max 400 W) | 1× 16pin | 850 W |
| NVIDIA RTX 5080 Founders Edition 16G | 304 mm | 2 Slot | 360 W (max 390 W) | 1× 16pin | 850 W |
| PALiT RTX 5080 GAMEROCK OC 16G | 332 mm | 3,52 Slot | 360 W (max 400 W) | 1× 16pin | 850 W |
| Gainward RTX 5080 PHOENIX GS 16G | 332 mm | 3 Slot | 360 W (max 380 W) | 1× 16pin | 850 W |
| Gigabyte RTX 5080 GAMING OC 16G | 342 mm | 3,5 Slot | 360 W (max 450 W) | 1× 16pin | 850 W |
| Asus TUF RTX 5080 O16G Gaming | 348 mm | 3,6 Slot | 360 W (max 400 W) | 1× 16pin | 850 W |
| Asus ASTRAL RTX 5080 O16G Gaming | 358 mm | 3,8 Slot | 360 W (max 400 W) | 1× 16pin | 850 W |
Die kompaktesten Maße mit einer Länge knapp über 300 mm bieten die MSI VENTUS 3X OC PLUS, die Asus ProArt sowie die NVIDIA Founders Edition. Diese erfüllen auch den SFF-Ready Standard (Small Form Factor) von NVIDIA für kleine Gehäuse. Die anderen Karten sind massiver, allen voran die Asus ASTRAL mit fast 360 mm Länge. Messen Sie Ihr Gehäuse daher genau aus. Was die Slot-Belegung betrifft, ist die NVIDIA Founders Edition mit 2 Slots am platzsparendsten. Drei Slots belegen die Asus ProArt, Gainward Phoenix und MSI Ventus, während die restlichen Modelle stolze vier Slots beanspruchen.
Alle GeForce RTX 5080 Grafikkarten sind mit einem 16-Pin-Anschluss (12V-2x6 nach PCIE GEN 5.1 Standard) ausgestattet und haben ein Standard-Limit von 360 W. Unterschiede gibt es beim manuellen Spielraum: Das höchste Limit (450 W) und somit theoretisch das beste Übertaktungspotenzial bietet die Gigabyte Gaming OC. Keinerlei Erhöhung des Limits erlaubt nur die MSI VENTUS. Wer gerne übertaktet, sollte die VENTUS also eher meiden.
Die Hersteller empfehlen ein Netzteil mit mindestens 850 W Leistung. Den tatsächlichen gemessenen Verbrauch unserer Testmodelle zeigt die folgende Grafik.
Der real gemessene Verbrauch unter Last bewegt sich zwischen 355 W (PALiT GAMEROCK OC im Silent-Modus) und 416 W (Asus ASTRAL im Performance-Modus), ein Unterschied von etwa 61 W. Bei Erhöhung des Powerlimits kann der Verbrauch auf bis zu 500 W steigen.
Vorsicht beim Anschluss
Wenn Sie eine GeForce RTX 5080 an ein älteres Netzteil mit dem beiliegenden 16-Pin auf 3x 8-Pin Adapter anschließen, verbinden Sie immer alle drei 8-Pin-Stecker. Andernfalls wird die Karte nicht funktionieren.

Achten Sie darauf, die Kabel des Adapters nicht zu nah am Steckergehäuse zu biegen (z. B. durch Druck gegen die Seitenwand des Gehäuses). Es besteht die Gefahr, dass sich Pins lockern, was zu höherem Widerstand und Erhitzung führt. Im Extremfall kann der Stecker schmelzen oder brennen! Prüfen Sie sorgfältig, ob der 16-Pin-Stecker vollständig und fest eingerastet ist.
Die folgende Tabelle zeigt die Anschaffungspreise der GeForce RTX 5080 Grafikkarten aus unseren Tests. Falls kein Preis angezeigt wird, ist das Produkt derzeit nicht verfügbar oder nicht mehr im Verkauf (klicken Sie auf den Namen für mehr Details).
| Grafikkarte | Anschaffungspreis |
|---|---|
| Asus ASTRAL RTX 5080 O16G Gaming | |
| Asus ProArt RTX 5080 O16G | |
| Asus TUF RTX 5080 O16G Gaming | |
| Gainward RTX 5080 PHOENIX GS 16G | |
| Gigabyte RTX 5080 GAMING OC 16G | |
| NVIDIA RTX 5080 Founders Edition 16G | Nicht bei Alza erhältlich |
| MSI RTX 5080 16G VENTUS 3X OC PLUS | |
| PALiT RTX 5080 GAMEROCK OC 16G |
Nach all den Vergleichen kommen wir zum Endergebnis. Ich habe die Karten absteigend sortiert, von der absolut besten bis zum weniger gelungenen Modell, unabhängig vom Preis (auf den wir am Ende noch eingehen).
Platz 1 – Asus TUF RTX 5080 O16G Gaming
Den ersten Platz belegt die Asus TUF RTX 5080 O16G Gaming und wird somit zur derzeit besten GeForce RTX 5080. Sie glänzt zwar nicht mit der absolut höchsten Leistung, überzeugt aber bei den Betriebseigenschaften (vor allem im Quiet-Modus), der Kühlereffizienz und der Ausstattung. Diese umfasst Dual-BIOS, schicke ARGB-Beleuchtung, semi-passives Kühlen und viele Ausgänge. Übertakter freuen sich über das Powerlimit von bis zu 400 W. Größtes Manko sind die Maße: Mit fast 35 cm Länge passt sie nicht in jedes Gehäuse. Ein weiterer Faktor ist der höhere Preis.
Platz 2 – Gigabyte RTX 5080 GAMING OC 16G
Platz 2 geht an die Gigabyte RTX 5080 GAMING OC 16G. Ihre Ausstattung ist nah an der Siegerkarte und bietet Dual-BIOS, markante ARGB-Beleuchtung (auch an den Lüfterrändern) und semi-passives Kühlen. Zwar hat sie weniger Videoausgänge als das TUF-Modell, bietet dafür aber mehr Übertaktungspotenzial (bis 450 W). Sie spricht daher Nutzer an, die das Maximum herausholen wollen. Mit 342 mm Länge bleibt sie jedoch ein Koloss.
Platz 3 – PALiT RTX 5080 GAMEROCK OC 16G
Platz 3 sichert sich die PALiT RTX 5080 GAMEROCK OC 16G. Sie bietet eine nahezu identische Ausstattung wie die besser platzierten Karten, liegt bei den Betriebseigenschaften jedoch minimal zurück. Besonders hervorzuheben ist das außergewöhnliche ARGB-Design (Chameleon Panel). Auch dieses Modell ist sehr lang und benötigt entsprechend Platz.
Platz 4 – Asus ASTRAL RTX 5080 O16G Gaming
Überraschend landet die Asus ASTRAL RTX 5080 O16G Gaming nur auf Platz 4. Obwohl sie die wuchtigste und am besten ausgestattete Karte ist, war ihre Lautstärke im Performance-Modus so hoch, dass wir fast an ein fehlerhaftes Testmuster glaubten. Auch die Kühleffizienz war für die Größe enttäuschend. Im Quiet-Modus verschwand das Lautstärkeproblem jedoch und sie arbeitete – bis auf etwas höhere Temperaturen – erwartungsgemäß. Ausstattungshighlights: Dual-BIOS, ARGB, semi-passiv und FAN Connect Anschlüsse.
Platz 5 – Asus ProArt RTX 5080 O16G
Platz 5 geht an die Asus ProArt RTX 5080 O16G. Sie überzeugt durch ein elegantes Metallgehäuse und ein hybrides Kühlsystem mit Vapor Chamber. Die Ausstattung ist attraktiv: Dual-BIOS, dezentes ARGB und semi-passives Kühlen. Als einzige Karte bietet sie USB-C und richtet sich klar an Content Creator. Sie gehört nicht zu den allerschnellsten RTX 5080, bietet aber gute Betriebseigenschaften im Quiet-Modus. Zudem erfüllt sie trotz über 300 mm Länge den SFF-Ready Standard.
Platz 6 – Gainward RTX 5080 PHOENIX GS 16G
Auf Platz 6 liegt die GAINWARD RTX 5080 PHOENIX GS 16G. Ihre Ausstattung ist vergleichbar mit den Top-Modellen (Dual-BIOS, ARGB, semi-passiv). Schwächen zeigen sich jedoch bei den Betriebseigenschaften und der Kühlereffizienz. Positiv: Sie gehört zu den kompakteren Modellen und Gainward bietet oft eine attraktive Preisgestaltung, die diese Nachteile wettmachen kann.
Platz 7 – NVIDIA RTX 5080 Founders Edition 16G
Platz 7 belegt die NVIDIA RTX 5080 Founders Edition. Trotz der Platzierung ist sie keine schlechte Wahl. Sie ist ideal für SFF-Builds (Small Form Factor). Aufgrund der kompakten Bauweise sind die Betriebseigenschaften und die Kühlereffizienz systembedingt schwächer. Diese Karte ist nicht direkt über Alza erhältlich, sondern muss über die NVIDIA-Webseite bezogen werden.
Platz 8 – MSI RTX 5080 16G VENTUS 3X OC PLUS
Aktuell das Schlusslicht bildet die MSI RTX 5080 16G VENTUS 3X OC PLUS. Wie die Founders Edition ist sie SFF-Ready, aber die einfache Kühlung führt zu hoher Lautstärke unter Last. Da sie zudem nur eine Basis-Ausstattung und ein festes Powerlimit hat, war eine bessere Platzierung kaum möglich. Dennoch ist sie preislich oft am attraktivsten. Erfahrene Nutzer, die die Karte selbst optimieren können, finden hier eine preiswerte Basis.
So sieht das Ranking unserer getesteten GeForce RTX 5080 Karten unabhängig vom Preis aus. Natürlich hat nicht jeder ein unbegrenztes Budget. Wer sparen muss, wird kaum in den Top-Editionen fündig, kann aber auch in der Mittelklasse oder bei den Budget-Modellen die für ihn perfekte Wahl treffen.
Berücksichtigen Sie bei der Wahl Ihre persönlichen Vorlieben und Fähigkeiten. Ein Silent-Enthusiast sucht niedrige Lautstärke, ein erfahrener Optimierer kann diese jedoch selbst herbeiführen. Wer ein Gehäuse mit Glasfenster hat, achtet auf ARGB – bei einem geschlossenen Gehäuse ist dies völlig egal. Auch die Gehäusemaße sind oft ein limitierender Faktor.
Zusammenfassend: Die Wahl der Grafikkarte ist hochgradig subjektiv. Was für den einen perfekt ist, muss nicht für Sie passen. Jede Karte findet ihren Käufer, es geht nur darum, dass Sie das Modell finden, das am besten zu Ihren Bedürfnissen passt.

Pavel Šantrůček
My name is Pavel Šantrůček, and I have been working professionally with graphics cards for more than 5 years. I've been mostly focused on structure reviews and graphics cards testing for the last two years, which has become an integral part of my working life at GPUreport.cz. As a programmer, I am also the author of several graphics cards frame-rate analysis tools. One of the most widely known is the Frame Latency Analytics Tool (FLAT), and it is widely used around the world.