• Autor: Jan Vavřík
Motorola kehrt mit der Moto Watch unauffällig, aber selbstbewusst in die Welt der Smartwatches zurück. Auf den ersten Blick wirkt die Neuheit elegant und ruhig, als hätte sie es nicht nötig, sich in Szene zu setzen, doch genau darin liegt ihr kleiner Trick. Sie verspricht keine Revolution an jeder Ecke, sondern lockt stattdessen mit langer Akkulaufzeit und weniger Ladesorgen. Könnte die Moto Watch eine Smartwatch sein, die gerade dadurch besticht, dass sie nicht vorgibt, mehr zu sein, als sie tatsächlich ist?
Die Motorola Moto Watch basiert auf einem klassischen runden Gehäuse mit einem Durchmesser von 47 mm, das auf der bewährten Uhrenform aufbaut. Mit Abmessungen von 47 × 47 × 12 mm zählt sie eher zu den größeren Modellen, wobei das Gewicht von rund 53 Gramm laut Hersteller dafür sorgen soll, dass sie auch bei längerem Tragen nicht übermäßig robust wirkt. Das Design ist so konzipiert, dass die Uhr eher wie ein traditionelles Accessoire als ein rein technologisches Produkt erscheint.
Das Gehäuse der Moto Watch ist aus Aluminium gefertigt und wird durch eine Edelstahlkrone ergänzt. Die Konstruktion mit der Schutzart IP68 deutet auf die Bereitschaft für den normalen täglichen Gebrauch hin. Das Gesamtbild bleibt ruhig und unauffällig, ohne extravagante Designeffekte.
Die Motorola Moto Watch ist um ein 1,43 Zoll großes, kreisförmiges OLED-Display herum gebaut, das viel natürlicher in das Gesamtkonzept der Uhr passt als rechteckige Bildschirme bei reinen Sportmodellen. Das OLED-Panel verspricht zudem einen starken Kontrast und satte Farben.
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Die Motorola Moto Watch beherrscht die Überwachung von Gesundheitsfunktionen wie Herzfrequenz, Blutsauerstoffsättigung oder Schlafqualität, und auch ein ganztägiges Aktivitäts-Monitoring fehlt nicht. Der Hersteller erwähnt dabei die Zusammenarbeit mit Polar, einer Marke mit langjähriger Erfahrung im Bereich der Sport- und Gesundheitsanalyse. Selbstverständlich fehlen auch GPS und eine Reihe von Sportmodi nicht.
Der Akku und die Laufzeit der Moto Watch sollen zu ihren Stärken gehören. Laut Hersteller soll die Uhr mit einer einzigen Ladung bis zu etwa 13 Tage Betriebsdauer erreichen. Bei aktivem Always-On-Display muss man mit ungefähr sieben Tagen Betrieb rechnen, was immer noch ein sehr solider Wert ist.
Das Aufladen erfolgt über einen magnetischen Anschluss. Laut Hersteller sollen ein paar Minuten am Ladegerät Energie für etwa einen ganzen Tag Nutzung liefern.
Der Hersteller nennt für die Motorola Moto Watch noch keinen konkreten Preis für die einzelnen Märkte, aber das Gesamtkonzept der Uhr deutet auf den Versuch hin, den Preis auf einem vernünftigen Niveau zu halten. Die Verfügbarkeit ist schrittweise auch auf den europäischen Märkten, einschließlich Deutschland, geplant, und wir erwarten, dass Alza sie ebenfalls auf Lager nehmen wird.
Die Motorola Moto Watch wirkt wie ein durchdachtes Gesamtpaket, das nicht versucht, mit einer einzigen auffälligen Funktion zu beeindrucken, sondern vielmehr mit ruhiger Ausgewogenheit. Sie bietet ein rundes 1,43-Zoll-OLED-Display, eine Akkulaufzeit von bis zu etwa 13 Tagen und IP68-Beständigkeit.