• Autor: Redaktion
Poco hat mit dem F9 Pro und dem F9 Ultra zwei neue leistungsstarke Mobiltelefone vorgestellt. Die Basis beider Modelle ist ähnlich, ihre Ausrichtung unterscheidet sich jedoch recht deutlich. Das Poco F9 Pro lockt mit einer kompakteren Bauweise, einem 185-Hz-AMOLED, hoher Leistung und schnellem Laden. Das F9 Ultra baut auf dieser Grundlage auf und ergänzt ein größeres Display, einen deutlich größeren Akku, leistungsfähigere Kameras sowie einen ungewöhnlichen separaten Subwoofer. Werfen wir einen Blick darauf, was beide Neuheiten bieten und wo die größten Unterschiede zwischen ihnen liegen.
Poco F9 Pro ist die kleinere und leichtere Variante des Duos. Seine Abmessungen betragen 157,5 × 75,3 × 8,79 mm, das Gewicht liegt bei 206 Gramm. Damit handelt es sich zwar nicht um ein ausgesprochen kleines Smartphone, im Vergleich zu aktuellen leistungsstarken Modellen wirkt seine Konstruktion jedoch recht kompakt. Der Hersteller setzt auf eine Glasrückseite, einen Metallrahmen und widerstandsfähiges Gorilla Glass 7i. Das Smartphone erfüllt zudem die Schutzart IP68.
Am auffälligsten wirkt die Farbvariante Aurora Green des Poco F9 Pro. Ihre Rückseite kann nach vorheriger Beleuchtung im Dunkeln leuchten, wobei der lumineszierende Effekt fast die gesamte Rückfläche mit Ausnahme des Kameramoduls abdeckt. Wer einen dezenteren Look bevorzugt, kann zur schwarzen oder weißen Ausführung greifen. Der Fingerabdrucksensor arbeitet mit Ultraschalltechnologie und befindet sich direkt im Display.
Die Vorderseite wird von einem 6,59" großen AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2.510 × 1.156 Pixeln dominiert. Die maximale Bildwiederholfrequenz erreicht 185 Hz, dieser Wert ist jedoch in erster Linie für unterstützte Spiele vorgesehen. Im normalen Betrieb passt sich die Frequenz selbstverständlich an die aktuellen Inhalte und die Einstellungen des Smartphones an.
Ähnlich ist auch die Angabe einer Helligkeit von bis zu 10.000 Nits einzuordnen. Sie bezieht sich auf einen sehr kleinen Bildbereich bei der Darstellung von HDR-Inhalten. Für die normale Ablesbarkeit im Freien ist der High-Brightness-Modus mit rund 2.200 Nits wesentlich aussagekräftiger. Doch auch dieser Wert ordnet das Display des Poco F9 Pro auf dem Papier unter den sehr gut ausgestatteten Panels ein.
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Google Pixel 11 (PREVIEW): Tensor G6, 5-facher optischer Zoom und 120-Hz-AMOLED im kompakten Gehäuse
Beim Poco F9 Pro gehört die Leistung eindeutig zu den Prioritäten. Das Smartphone verwendet den Snapdragon 8 Elite Gen 5, V Series (SM8850-1-AB). Dabei handelt es sich um eine Variante aus derselben Familie wie der standardmäßige Snapdragon 8 Elite Gen 5, die jedoch mit einer leicht angepassten Konfiguration arbeitet.
Den Hauptprozessor ergänzt der separate VisionBoost-D8-Chip. Dieser konzentriert sich vor allem auf die Bilddarstellung beim Spielen und soll beispielsweise bei der Zwischenbildberechnung helfen. Den tatsächlichen Nutzen und das Verhalten des Smartphones unter längerer Last werden jedoch erst Praxistests zeigen.
Auf dem deutschen Markt wird das Poco F9 Pro in den Konfigurationen 12 GB Arbeitsspeicher mit 256 GB oder 512 GB Speicher angeboten. Das Smartphone läuft mit Xiaomi HyperOS 3 und unterstützt Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, NFC sowie zwei eSIMs. Der Hersteller verspricht außerdem vier große Betriebssystem-Updates und sechs Jahre Sicherheitsupdates.
Die Hauptkamera des Poco F9 Pro bietet eine Auflösung von 200 Mpx, eine Lichtstärke von f/1,68 und eine optische Bildstabilisierung. Gegenüber der vorherigen Generation der F-Serie, die 50-Mpx-Hauptkameras verwendete, ist das eine deutliche Veränderung. Die hohe Auflösung kann beispielsweise für Ausschnitte oder das Zusammenfassen benachbarter Pixel genutzt werden, garantiert für sich allein jedoch noch keine hohe Qualität der resultierenden Fotos.
Neben dem Hauptsensor befindet sich ein 50-Mpx-Teleobjektiv mit 2,5-fachem optischem Zoom. Seine Floating-Konstruktion ermöglicht das Fokussieren ab etwa 10 cm, sodass es sich auch für Detailaufnahmen eignet. Das Trio wird von einer 8-Mpx-Ultraweitwinkelkamera komplettiert. Die Frontkamera löst mit 32 Mpx auf.
Die Energie liefert ein Akku mit einer Kapazität von 6.330 mAh. Das Poco F9 Pro unterstützt kabelgebundenes 100-W-HyperCharge sowie kabelloses Laden mit 50 W. Ebenfalls verfügbar ist Reverse Charging mit bis zu 27 W per Kabel und 22,5 W kabellos. Ein Netzteil ist nicht im Lieferumfang enthalten.
Für den Klang sorgt ein symmetrisches Paar Stereolautsprecher, das in Zusammenarbeit mit Bose abgestimmt wurde. Das Pro-Modell erhält jedoch weder den separaten Subwoofer noch den Leuchtring, mit denen der Hersteller das teurere F9 Ultra abheben möchte.
Poco F9 Ultra basiert auf derselben Grundlage, versucht im Gegensatz zum Pro-Modell aber nicht, die Abmessungen im Zaum zu halten. Das Smartphone misst 163,5 × 77,9 × 8,74 mm und wiegt 235 Gramm. Damit ist es spürbar höher, breiter und schwerer. Die Rückseite fertigt der Hersteller aus einem glasfaserverstärkten Verbundwerkstoff. Die Schutzart IP68, Gorilla Glass 7i und der Ultraschall-Fingerabdrucksensor im Display bleiben erhalten.
Das größere Gehäuse ermöglicht den Einsatz eines 6,9" großen AMOLED-Displays mit einer Auflösung von 2.608 × 1.200 Pixeln. Wie beim Pro-Modell kann die Bildwiederholfrequenz in unterstützten Spielen bis zu 185 Hz erreichen. Der High-Brightness-Modus liegt bei rund 2.200 Nits, während der maximale lokale HDR-Wert bis zu 10.000 Nits beträgt.
Im Poco F9 Ultra steckt der vollwertige Snapdragon 8 Elite Gen 5, erneut ergänzt durch den VisionBoost-D8-Chip. Der Hersteller nennt ein Ergebnis von 4.165.108 Punkten in AnTuTu 11.1.1, dabei handelt es sich jedoch um eine interne Labormessung und nicht um einen unabhängigen Test. Wie sich die hohe Leistung auf Erwärmung und langfristige Stabilität auswirkt, wird erst ein Test zeigen.
Das Poco F9 Ultra wird in Deutschland in den Varianten 12/256 GB, 16/512 GB und 16/1.024 GB verkauft. Damit ist hierzulande auch eine Version mit 1 TB Speicher erhältlich. System, Konnektivität und die zugesagte Dauer des Software-Supports entsprechen dem Pro-Modell.
Die 200-Mpx-Hauptkamera mit einer Lichtstärke von f/1,68 und optischer Stabilisierung ist bei beiden Smartphones identisch. Das F9 Ultra erhält jedoch eine deutlich leistungsfähigere Begleitkamera-Ausstattung. Sein 50-Mpx-Periskop-Teleobjektiv bietet einen 5-fachen optischen Zoom und eine optische Bildstabilisierung.
Auch die Ultraweitwinkelkamera bietet eine höhere Auflösung: Statt 8 Mpx wie beim Pro-Modell stehen hier 50 Mpx zur Verfügung. Damit wirkt das Ultra auf dem Papier als deutlich vielseitigeres Kamera-Smartphone. Die Frontkamera bleibt identisch und bietet eine Auflösung von 32 Mpx.
Einer der größten Unterschiede zum Pro-Modell ist der Akku. Das Poco F9 Ultra erhält einen Akku mit einer typischen Kapazität von 8.050 mAh, was für ein klassisch konstruiertes Smartphone ein außergewöhnlich hoher Wert ist. Dennoch behält das Gerät eine Dicke von 8,74 mm bei. Die tatsächliche Laufzeit wird auch vom Verbrauch des großen 6,9"-Displays und des leistungsstarken Prozessors abhängen, auf dem Papier gehört der Akku jedoch zu den größten Stärken des Ultra.
Die Ladegeschwindigkeit bleibt gegenüber dem F9 Pro unverändert. Das Ultra unterstützt kabelgebundenes Laden mit 100 W und kabelloses Laden mit 50 W. Auch Reverse Charging mit 27 W per Kabel und eine kabellose Variante mit bis zu 22,5 W fehlen nicht. Auch in diesem Fall ist kein Netzteil im Lieferumfang enthalten.
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Google Pixel 11 (PREVIEW): Tensor G6, 5-facher optischer Zoom und 120-Hz-AMOLED im kompakten Gehäuse
Die zweite ungewöhnliche Besonderheit des Poco F9 Ultra ist das Audiosystem. Die symmetrischen Stereolautsprecher Sound by Bose werden durch einen separaten Subwoofer ergänzt, sodass das Smartphone ein 2.1-Kanal-Setup verwendet. Dadurch sollen tiefe Frequenzen beim Spielen, Ansehen von Videos oder Musikhören voluminöser wirken.
Rund um das Subwoofer-Modul befindet sich ein Leuchtring. Er kann auf eingehende Anrufe und Benachrichtigungen reagieren oder als rhythmische Beleuchtung bei der Musikwiedergabe und beim Spielen dienen. Das F9 Pro besitzt weder einen Subwoofer noch dieses Leuchtelement.
| Parameter | Poco F9 Pro | Poco F9 Ultra |
|---|---|---|
| Abmessungen | 157,5 × 75,3 × 8,79 mm | 163,5 × 77,9 × 8,74 mm |
| Gewicht | 206 g | 235 g |
| Display | 6,59" AMOLED, 2.510 × 1.156 px, bis zu 185 Hz | 6,9" AMOLED, 2.608 × 1.200 px, bis zu 185 Hz |
| Prozessor | Snapdragon 8 Elite Gen 5, V Series | Snapdragon 8 Elite Gen 5 |
| RAM / Speicher in Deutschland | 12 GB / 256 GB, 12 GB / 512 GB | 12 GB / 256 GB, 16 GB / 512 GB, 16 GB / 1.024 GB |
| Hauptkamera | 200 Mpx, f/1,68, OIS | 200 Mpx, f/1,68, OIS |
| Teleobjektiv | 50 Mpx, 2,5-facher optischer Zoom, OIS | 50-Mpx-Periskop, 5-facher optischer Zoom, OIS |
| Ultraweitwinkelkamera | 8 Mpx | 50 Mpx |
| Frontkamera | 32 Mpx | 32 Mpx |
| Akku | 6.330 mAh | 8.050 mAh |
| Kabelgebundenes Laden | 100 W | 100 W |
| Kabelloses Laden | 50 W | 50 W |
| Audio | Stereo Sound by Bose | Stereo Sound by Bose + separater Subwoofer |
| Schutzart | IP68 | IP68 |
| System | Xiaomi HyperOS 3 | Xiaomi HyperOS 3 |
| UVP in Deutschland | 899,90 € (12/256 GB), 999,90 € (12/512 GB) | 1.099,90 € (12/256 GB) 1.199,90 € (16/512 GB), 1.399,90 € (16/1.024 GB) |
| Early-Bird-Preis | 739,90 € (12/256 GB), 799,90 € (12/512 GB) | 829,90 € (12/256 GB) 899,90 € (16/512 GB), 1.199,90 € (16/1.024 GB) |
Das Poco F9 Pro und das F9 Ultra kamen am Tag der globalen Premiere, also am 1. September 2026, auf den deutschen Markt. Das Poco F9 Pro wird hierzulande mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher zu einer UVP von 899,90 € angeboten. Bis zum 21. September gilt ein Early-Bird-Preis von 739,90 €. Zusätzlich ist eine Variante mit 12 GB RAM und 512 GB Speicher für 999,90 € beziehungsweise 799,90 € im Aktionszeitraum erhältlich.
Das Poco F9 Ultra startet bei 1.099,90 € für die Variante 12/256 GB beziehungsweise bei 829,90 € im Rahmen des Early-Bird-Angebots. Die höhere Konfiguration mit 16/512 GB kostet regulär 1.199,90 €, bis zum 21. September dagegen 899,90 €. Darüber hinaus gibt es in Deutschland eine 16-GB-/1-TB-Version für 1.399,90 €, deren Early-Bird-Preis 1.199,90 € beträgt.
Die Entscheidung zwischen den beiden Smartphones ist damit recht einfach. Das Poco F9 Pro kann für Interessenten, die hohe Leistung, aber ein kompakteres und preisgünstigeres Gerät suchen, sinnvoller sein. Das F9 Ultra ergänzt ein größeres Display, den vollwertigen Snapdragon, vielseitigere Kameras, einen deutlich größeren Akku und einen separaten Subwoofer. Wie relevant diese Unterschiede im Alltag tatsächlich sind, wird erst ein ausführlicher Test zeigen.