Microsoft hat angekündigt, dass es Skype am 5. Mai 2025 einstellen wird. Die Nutzer werden zu Microsoft Teams wechseln können, wo ihre Kontakte und ihr Nachrichtenverlauf automatisch verfügbar sein werden. Das Unternehmen hat beschlossen, Skype aufgrund seiner abnehmenden Popularität einzustellen und sich auf sein neueres Produkt zu konzentrieren.
Skype, die einst revolutionäre App für Internettelefonie, wird am 5. Mai 2025 eingestellt. Microsoft, das den Dienst seit 2011 besitzt, kündigte an, dass die Nutzer zu Microsoft Teams wechseln können, wo ihre Kontakte und Chats automatisch verfügbar sein werden. Nutzer, die Teams nicht verwenden möchten, können ihre Daten exportieren und auf ihrem Gerät speichern.
Skype wurde 2003 in Estland gegründet und war ein Pionier im Bereich der Internettelefonie. Damals, als Auslandsgespräche noch teuer waren, bot es kostenlose Internetanrufe an und wurde so zu einer weltweit beliebten Plattform. Im Jahr 2005 wurde es von eBay für 2,6 Milliarden Dollar gekauft, aber das Geschäft erfüllte die Erwartungen nicht und eBay beschloss 2009, seinen Anteil an Skype an Investoren zu verkaufen. Zwei Jahre später wurde Skype von Microsoft für 8,5 Milliarden Dollar übernommen, was zu diesem Zeitpunkt die größte Akquisition des Unternehmens war.
Obwohl Skype im Jahr 2020 während der COVID-19-Pandemie einen vorübergehenden Aufschwung erlebte, ist seine Popularität allmählich zurückgegangen. Die Konkurrenz von Zoom, Google Meet, Apple FaceTime und WhatsApp führte dazu, dass Skype seine führende Position verlor. Auch die unpopuläre Neugestaltung im Jahr 2017, die Snapchat-ähnliche Funktionen einführte, was bei den Nutzern nicht gut ankam, trug zu diesem Rückgang bei.
Im Jahr 2017 führte Microsoft Teams ein, das während der Pandemie zu einer wichtigen Plattform für die geschäftliche und oft auch private Kommunikation wurde. Seitdem ist es klar, dass Skype in den Hintergrund getreten ist. Als Microsoft Windows 11 im Jahr 2021 veröffentlichte, war Teams bereits vorinstalliert, während Skype zum ersten Mal seit Jahren fehlte. Dies deutete darauf hin, dass sein Ende unausweichlich war.
Microsoft Teams unterscheidet sich von Skype nicht nur in seiner Funktionalität, sondern auch in seinem Zielfokus. Während Skype in erster Linie für einfache Videoanrufe und Chats zwischen Einzelpersonen oder kleinen Gruppen konzipiert wurde, bietet Teams eine umfassende Plattform für die Zusammenarbeit, die nicht nur Chat und Videokonferenzen, sondern auch die Integration mit Tools wie Microsoft 365, die gemeinsame Nutzung von Dateien, die Aufgabenverwaltung und die Möglichkeit zur Bildung von Arbeitsteams umfasst.
Der Übergang zu Teams soll für Skype-Nutzer so einfach wie möglich sein: Sie melden sich mit denselben Anmeldedaten an, und Microsoft bietet die Möglichkeit, Kontakte, Nachrichtenverlauf und Gruppenchats zu übertragen.
Wenn Nutzer entscheiden, dass Microsoft Teams kein geeigneter Ersatz für Skype ist, können sie verschiedene andere Kommunikationsdienste nutzen. Die Wahl der Alternativen hängt in erster Linie davon ab, für welche Zwecke Sie Skype am häufigsten verwenden.
Skype-Nutzer haben bis zum 5. Mai 2025 die Wahl, zu Teams zu wechseln oder ihre Daten zu exportieren. Wenn sie Teams auswählen, werden ihre Nachrichten, Gruppenchats und Kontakte automatisch übertragen. Microsoft bietet Anleitung zur einfachen Anzeige und Sicherung des Chat-Verlaufs für diejenigen, die nicht auf einen neueren Dienst umsteigen möchten.
Eine wichtige Änderung ist, dass Microsoft die Möglichkeit, Festnetz- und Mobiltelefonnummern anzurufen, einstellen wird. Nutzer mit aktivem Guthaben können ihr Guthaben und ihre Abonnements in Teams bis zum Ende ihres nächsten Abrechnungszyklus nutzen. Microsoft wird kein neues Skype-Guthaben mehr anbieten und Nutzer mit einer bestehenden Skype-Nummer müssen diese zu einem anderen Anbieter übertragen.
Für Geschäftskunden, die Skype for Business nutzen, kommt diese Änderung nicht überraschend. Microsoft hatte bereits angekündigt, den Support für Skype for Business Online im Jahr 2021 einzustellen und unterstützt seitdem aktiv die Migration von Geschäftskunden zu Teams. Unternehmen, die noch die lokale Version von Skype for Business (Server) verwenden, können den Dienst weiterhin nutzen, aber Microsoft empfiehlt eindeutig den Wechsel zu Teams, um eine bessere Integration mit Microsoft 365 und anderen Funktionen für die Zusammenarbeit zu erreichen.
Einigen Quellen zufolge wird Microsoft im Zusammenhang mit der Einstellung von Skype keine Mitarbeiter entlassen. Das Team, das an Skype gearbeitet hat, konzentriert sich jetzt ganz auf die Entwicklung von Teams und KI-Innovationen.
Nach zwei Jahrzehnten verabschiedet sich Skype von seinen Nutzern. Viele werden sich noch an die Zeit erinnern, als Skype erstmals Familien und Freunde über Kontinente hinweg verband und zum Symbol für Internetanrufe wurde. Der Übergang in die digitale Ewigkeit mag zwar Nostalgie, vielleicht sogar Traurigkeit hervorrufen, aber die Welt der Online-Kommunikation hat sich weiterentwickelt. Microsoft konzentriert sich nun voll und ganz auf Teams, das nach Angaben des Unternehmens bereit ist, den Nutzern alles zu bieten, was sie brauchen.