
Als ich zum ersten Mal mit dem Xiaomi 15 Ultra gearbeitet habe, war mir sofort klar, dass ich etwas Besonderes in der Hand halte. Es handelt sich nicht einfach um ein weiteres Smartphone, sondern um eine Maschine, die sich ohne Zögern das Label „Fotohandy des Jahres 2025“ verdienen könnte – und dabei noch frech in die Linse zwinkert. Die Aufnahmen sind so scharf, dass man damit mit chirurgischer Präzision eine Limette für den Mojito schneiden könnte – selbst bei Sonnenuntergang. Im Inneren arbeitet der neueste 3nm-Chipsatz Qualcomm Snapdragon 8 Elite, außen erwartet einen ein Gehäuse aus hochwertigen Materialien, das perfekt in der Hand liegt. Und die vier Kameras auf der Rückseite? Auf dem Papier sehen sie aus wie technologische Meisterwerke. Aber wie schlägt sich dieses Ultra-Biest in der realen Welt? Kann es wirklich mit den besten Kamerahandys der Gegenwart mithalten? Das finden wir im heutigen Test heraus.
Das Xiaomi 15 Ultra kam in einer Verpackung, die schon auf den ersten Blick klar macht: Hier steckt etwas Besonderes drin. Sie ist groß, matt schwarz und wirkt luxuriös. Auf der Vorderseite und den längeren Seiten leuchtet dezent der Modellname – ansonsten bewahrt die Box einen echten Pokerface-Look. Nur auf einer der kürzeren Seiten finden sich genauere Infos: Die getestete Konfiguration kommt mit 16 GB RAM und 512 GB Speicher. Der Rest der technischen Daten ist in so winziger Schrift abgedruckt, dass selbst Sherlock Holmes bei bestem Licht ins Grübeln käme. Also, schauen wir rein!
In der Box befindet sich das Xiaomi 15 Ultra in der Farbe Weiß, mit einer Rückseite aus Glas, deren Muster an Luftströmungen erinnert – in Kombination mit dem silbernen Kameraring wirkt das elegant und frisch. Das Smartphone ist auch in Schwarz mit mattem Glas und feiner Oberflächenstruktur erhältlich, doch am meisten gefällt mir die Sonderedition 2025 zum 100-jährigen Jubiläum der Marke Leica. Diese Version ist besonders edel gestaltet – die Kombination aus schwarzem Kunstleder im unteren Bereich und einem silbernen Streifen oben verleiht dem Gerät fast schon Sammlerwert. Uns wurde allerdings die weiße Edition geliefert, die ebenfalls sehr ansprechend aussieht.
Das Xiaomi 15 Ultra selbst wird ab Werk mit einer Schutzfolie geliefert – diese hat allerdings bereits nach einer Woche Nutzung den Geist aufgegeben. Weder das Herausziehen aus der Gesäßtasche noch das Ablegen in einem Rucksackfach konnte sie unbeschadet überstehen. Ihre Widerstandsfähigkeit lässt wirklich zu wünschen übrig. Im Lieferumfang finden wir außerdem ein ein Meter langes, robustes USB-C-/USB-A-Kabel, eine Nadel für das Einsetzen der beiden nanoSIM-Karten, eine kurze Bedienungsanleitung und eine transparente Kunststoffhülle. Einen Ladeadapter sucht man im Paket jedoch vergeblich… also: Warum ist die Verpackung dann so riesig?
Es ist auf jeden Fall erfreulich, dass der Hersteller daran gedacht hat, zumindest einen grundlegenden Schutz in Form einer transparenten Kunststoffhülle beizulegen – für die ersten Nutzungstage eine ideale Lösung. Allerdings wirkt die Hülle eher wie ein Testabdruck aus einer industriellen Gussform als wie ein ergonomisches Zubehör. Sie fühlt sich steif an, ist wenig kooperativ und gleitet in der Hand wie ein eingeölter Karpfen. Fingerabdrücke haften daran mit erstaunlicher Treue. Und wenn man versucht, das Smartphone wieder aus der Hülle zu bekommen? Dann sollte man sich auf einen kleinen Kampf einstellen – am besten in Ruhe und ohne Zuschauer. Fazit: Für den Basisschutz reicht es, aber für den täglichen Komfort ist etwas Hochwertigeres sicher die bessere Wahl.
Das Xiaomi 15 Ultra verwechselt man mit keinem anderen Smartphone. So ein markantes – und ich würde sogar sagen: gigantisches – Kameramodul habe ich bei einem Mobiltelefon noch nie gesehen. Sein kleiner Bruder, das Xiaomi 15, wirkt im Vergleich dazu fast schon kompakt. Die Ultra-Version macht ihrem Namen jedenfalls alle Ehre.
Beim 15-Ultra-Modell hat sich Xiaomi nicht für das aktuell angesagte Titan entschieden, sondern bleibt bei der bewährten Kombination aus Metallrahmen und robustem Glas. Das Ergebnis ist ein elegantes Sandwich mit geraden Seiten, abgerundeten Ecken und einem nahezu vollständig flachen Display – ein Design, das gleichzeitig modern und solide wirkt.
Die Abmessungen von 161,3 × 75,3 × 9,4 mm und das Gewicht von 226 Gramm lassen keinen Zweifel: In der Hosentasche merkt man das Gerät definitiv. Andererseits: Eine starke Ausstattung braucht eben auch eine stabile Basis. Allerdings – und das ist vielleicht nur mein persönlicher Eindruck – ist der Schwerpunkt des Telefons nicht ganz ideal, ich musste mich erst etwas daran gewöhnen.
Die Vorderseite des 15 Ultra wird durch Xiaomi Shield Glass 2.0 geschützt. Die Rückseite besteht aus einem widerstandsfähigen Material, das nicht nur gut aussieht, sondern auch den Alltag ohne Kratzer überstehen sollte. Und wenn es um Widerstand gegen Umwelteinflüsse geht, fehlt natürlich auch die IP68-Zertifizierung nicht. Klar, IP69 würde noch besser klingen, aber auch so ist das Xiaomi 15 Ultra gegen Staub, Wasser und sogar kleinere Tauchgänge gewappnet. Nach zwei Wochen im Test – und das ganz ohne Hülle – hat die Rückseite keinen einzigen Kratzer abbekommen. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass wirklich alles daran kleben bleibt. Sie war förmlich ein Magnet für Staub und jedes einzelne Tierhaar. Und in einem Haushalt mit Hund und Katze ist das wirklich ein täglicher Kampf.
Die Oberfläche des getesteten Xiaomi 15 Ultra ist hervorragend verarbeitet und wirkt nicht nur optisch, sondern auch haptisch absolut hochwertig. Das Kameramodul werden Sie mit den Fingern aber trotzdem nicht vermeiden können – das ist einfach unmöglich. Ich habe mich dabei ertappt, dass ich das Smartphone fast immer nur an der unteren Kante des Kamerabuckels aus der Tasche gezogen habe. Der ist so groß, dass man ihn zwangsläufig bei jedem Griff berührt. Daher mein Tipp: Vor dem Fotografieren kurz polieren – damit bleibt nicht nur die Hardware scharf, sondern auch die Bilder.
Ein interessantes (und vielleicht kleines) Manko: Durch das massive Kameramodul „schwebt“ das Smartphone förmlich, wenn es auf dem Tisch liegt. Außerdem konnte ich es nicht mit meiner kabellosen Ladestation verbinden. Möglicherweise klappt das mit originalem Xiaomi-Zubehör besser – mit einer handelsüblichen Qi-Ladefläche hatte ich jedenfalls keinen Erfolg.
Das Xiaomi 15 Ultra ist mit einem Akku mit 5.410 mAh ausgestattet – was übersetzt heißt: Auch ein anspruchsvoller Tag ist problemlos ohne Steckdose zu bewältigen. Und ja, das hat sich im Test tatsächlich bestätigt. Während der gesamten Testzeit hatte ich keinerlei Probleme mit der Akkulaufzeit… nur ein einziges Mal – als ich das Smartphone als Hauptkamera bei einem Skirennen eingesetzt und damit über 700 Fotos geschossen habe. Da ging der Akku schneller in die Knie als ein Skifahrer, dem die Bretter durchgingen.
Doch keine Sorge, wenn der Akku schneller fällt als die Temperaturen im Winter. Das Xiaomi 15 Ultra lässt sich per 90-Watt-Kabel in weniger als 30 Minuten von null auf hundert aufladen. Auch kabellos ist es keine lahme Ente – mit bis zu 80 Watt, sofern man die richtige Ladestation erwischt, geht’s auch ohne Kabel ruckzuck. Und dank 10-Watt-Rückladefunktion kann man sogar anderen aushelfen – sei es den Kopfhörern, der Smartwatch… oder dem verzweifelten Kumpel neben Ihnen.
Schon beim ersten Einschalten des Xiaomi 15 Ultra wird klar: Dieses Gerät wartet nicht lange. Alles läuft blitzschnell, das gesamte System reagiert augenblicklich – fast so, als wüsste es schon im Voraus, was man vorhat. Unter der Haube arbeitet der leistungsstarke Snapdragon 8 Elite-Chipset, unterstützt von 16 GB Arbeitsspeicher und 512 GB internem Speicher. Und dieses Trio läuft wie geschmiert – während des gesamten Tests gab es keinen einzigen Hänger, Bug oder Verzögerung. Das Smartphone meistert anspruchsvolles Multitasking, die Bearbeitung hochauflösender Fotos und selbst grafikintensive Spiele mit Leichtigkeit. Kurz gesagt: Die Leistung ist keine leere Versprechung.
Damit sich das Smartphone dabei nicht in einen Toaster verwandelt, setzt Xiaomi beim 15 Ultra auf sein eigenes 3D-Kühlsystem „IceLoop“. Das Zwei-Kanal-Kühldesign leitet die Wärme effizient ab und hält die Temperatur auch unter Last im optimalen Bereich – leise, zuverlässig und mit der Eleganz eines Schweizer Ventilators. Für Sicherheit sorgt ein ultraschallbasierter Fingerabdrucksensor im Display, ergänzt durch Gesichtserkennung.
Das Xiaomi 15 Ultra setzt auf ein erstklassiges 6,73" AMOLED-Display mit einer Pixeldichte von 521 ppi – das Bild ist also so scharf wie Bergluft. Achtung: Die volle WQHD+-Auflösung muss man manuell in den Einstellungen aktivieren, ab Werk läuft das Gerät nur im stromsparenderen FHD+. Das Panel unterstützt 68 Milliarden Farben, Dolby Vision, HDR10+ sowie eine adaptive Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hz, die sich intelligent anpasst und so Energie spart, wo immer es möglich ist. Der Fingerabdrucksensor arbeitet per Ultraschall und funktioniert absolut vorbildlich – allerdings ist er für meinen Geschmack etwas zu tief im Display platziert.
Laut Xiaomi erreicht das 15 Ultra auf dem Papier eine maximale Helligkeit von bis zu 3.200 Nits – im normalen Betrieb liegt der Wert jedoch bei etwa 1.300 Nits. Das ist zwar kein Spitzenwert für ein Flaggschiff, aber vollkommen ausreichend. Egal ob man im Büro sitzt oder auf einem verschneiten Hang mit grellem Sonnenlicht im Rücken steht – der Bildschirminhalt bleibt hervorragend ablesbar. Während des gesamten Tests musste ich mir nie mit der Hand Schatten machen, die Lesbarkeit war durchgehend absolut top.
Das Xiaomi 15 Ultra läuft mit dem neuesten Android 15, allerdings mit Xiaomis eigener Benutzeroberfläche HyperOS, die deutlich angepasst wurde. Die Oberfläche wirkt moderner als früher, und auch wenn man an manchen Stellen das Gefühl hat, dass noch etwas Feinschliff möglich wäre, ist der Gesamteindruck durchweg positiv.
Das neue Design des Start- und Sperrbildschirms verdient Lob, ebenso wie die hervorragende Reaktionsgeschwindigkeit des Systems – alles läuft flüssig und ohne Hänger. Das Kontrollzentrum ist übersichtlicher und aufgeräumter gestaltet, allerdings hat sich Xiaomi eine kleine Stolperfalle erlaubt: Die Icons im Kontrollzentrum sind nicht beschriftet. Wer sich also nicht auf Anhieb alle Symbole merken kann, wird sich hier und da mal vertippen. Ich empfehle, das Kontrollzentrum direkt nach dem ersten Start individuell anzupassen.
Beim 15 Ultra spart Xiaomi nicht an der Software-Unterstützung: Vier Jahre große Android-Updates und sechs Jahre Sicherheits-Patches versprechen eine lange Lebensdauer – deutlich mehr als nur eine Saison. Umso ärgerlicher ist es, wenn man direkt nach dem ersten Start mit vorinstallierten Apps wie AliExpress, Amazon, LinkedIn oder TikTok konfrontiert wird. Bei einem Smartphone, das über 30.000 Kč kostet, fühlt sich das an, als würde man im Luxushotel den Begrüßungsdrink im Plastikbecher serviert bekommen.
Und dann sind da noch die Werbebenachrichtigungen – „Tipps“ zu Spielen und Apps, die an allen Ecken und Enden auftauchen. Bei einem Top-Modell erwartet man so etwas wirklich nicht. Die einzige Lösung: löschen, löschen, anpassen. Kein Weltuntergang, aber bei einem Gerät dieser Klasse hätte man sich eine sauberere, besser abgestimmte Software direkt ab Werk gewünscht.
Die Künstliche Intelligenz von Xiaomi hört beim 15 Ultra auf den Namen HyperAI – und ich muss sagen, sie hat mich echt begeistert. Die angebotenen Tools sind tatsächlich praxistauglich. Zum Beispiel kann das Gerät bei den KI-Notizen automatisch Texte direkt auf Deutsch generieren. Und das funktioniert überraschend gut.
Die meisten Bearbeitungsmöglichkeiten bietet die integrierte Galerie. Künstliche Intelligenz kann Fotos nachschärfen, verbessern oder fehlende Bildbereiche ergänzen. Beim getesteten Xiaomi 15 Ultra hat mich besonders die Funktion zur Himmelsbearbeitung beeindruckt – sie funktioniert überraschend präzise. Unten finden Sie drei Versionen desselben Fotos: Die erste zeigt einen hinzugefügten Regenbogen, die zweite simuliert Abendlicht, und die dritte verwandelt die Szene in eine Nachtaufnahme mit Sternenhimmel. All das in wenigen Sekunden direkt auf dem Smartphone – ganz ohne zusätzliche Software.
Beim Zoomen mit dem Teleobjektiv und dreifachem optischem Zoom zeigt sich auf weiteren Außenaufnahmen eine gute Leistung – der Sensor gibt sich wirklich Mühe und vergrößert ohne großen Detailverlust.
Und falls Ihnen etwas ins Bild gerät, das Ihnen nicht gefällt – kein Problem, der KI-Radierer kümmert sich gern darum. Auf dem ersten Foto sehen Sie Schneeglöckchen in voller Pracht, das nächste zeigt die Bearbeitung mithilfe des Tools – des KI-Radierers. Die Schneeglöckchen wurden also nicht von Menschenhand entfernt.
Erwähnenswert ist auch die Funktion für dynamische Hintergründe, mit der sich aus einem beliebigen Bild ein kurzes Video erstellen und als Hintergrund für den Start- oder Sperrbildschirm festlegen lässt. Auch die Unterstützung für einfache 3D-Effekte fehlt nicht. Nützlich ist außerdem die Diktiergerät-App, die gesprochene Sprache in Echtzeit transkribieren, einzelne Sprecher erkennen und sogar automatisch eine Zusammenfassung des aufgenommenen Inhalts erstellen kann. Ebenfalls verfügbar sind der KI-Dolmetscher für simultane Übersetzung sowie die Funktion KI-Untertitel. Und das Wichtigste: Alle diese Tools funktionieren im getesteten Xiaomi 15 Ultra tatsächlich – und sind nicht bloß ein Marketing-Gag.
Auf diesen Teil des Tests habe ich mich unglaublich gefreut. Schon beim Xiaomi 14 Ultra im letzten Jahr war es ein echtes fotografisches Fest – aber dieses Jahr ist es einfach großartig. Xiaomi hat beim 15 Ultra definitiv nicht gespart, ordentlich nachgelegt und liefert vier absolut herausragende Sensoren.
Das Herzstück des gesamten Kameramoduls ist der Hauptsensor: ein 50-MP-Sony LYT-900 mit einer Größe von 1 Zoll (ja, Sie haben richtig gelesen). Ohne Übertreibung – das ist einer der besten mobilen Sensoren, die es derzeit gibt. Und das sage ich nicht leichtfertig. In den letzten zwölf Monaten hatte ich viele Flaggschiff-Kamerahandys und Geräte der Mittelklasse in der Hand. Aber das hier ist wirklich etwas Besonderes. Unten sehen Sie zwei Aufnahmen von einem Skirennen. Das Wetter war wechselhaft, aber die Bilder sind dennoch authentisch. Auf dem ersten Bild sieht man, dass es bewölkt war und die Sonne hinter Wolken stand. Sobald die Sonne herauskam, wurden die Farben deutlich satter.
Dank der fortschrittlichen Pixel-Binning-Technologie (von 1,6 µm auf effektive 3,2 µm) liefert der Sensor auch dort hervorragende Ergebnisse, wo andere Smartphones bereits erste Details verlieren. Der Fokus wird über ein Dual Pixel PDAF-System gesteuert, der Dynamikumfang erreicht beeindruckende 14 EV, und für die Bildqualität sorgt hochwertige Leica Summilux-Optik – konkret eine 8-elementige asphärische Linse mit einer Blende von f/1,63 und einer Brennweite von 23 mm. Optische Bildstabilisierung ist bei diesem Gerät selbstverständlich. Besonders wichtig ist aber, dass dieser Sensor praktisch bei jeder Aufnahme ein gutes Foto liefert. Unten sehen Sie nicht nur eine realitätsgetreue Darstellung, sondern auch, wie der Sensor mit Gegenlicht und Nebel von der Skipiste aus souverän umgeht.
Ein weiterer Sensor im Xiaomi 15 Ultra ist der 50-MP-Ultraweitwinkel mit einem Aufnahmewinkel von 115° und einer Blende von f/2,2. Auch hier kommt Dual Pixel PDAF zum Einsatz, sodass selbst Weitwinkelaufnahmen unabhängig von den Lichtverhältnissen scharf bleiben. Einige Reviewer internationaler Seiten halten diesen Sensor für nicht besonders hochwertig – ich persönlich hatte damit jedoch keine größeren Probleme und finde die Ergebnisse sehr solide.
Ein weiterer Sensor im Xiaomi 15 Ultra ist ein 50-MP-Teleobjektiv mit einer Brennweite von 70 mm und einer Blende von f/1,8, das einen 3-fachen optischen Zoom ermöglicht. Makroaufnahmen gelingen auch ganz ohne speziellen Makrosensor – sehen Sie selbst unten.
Und zum Schluss gibt es noch das luxuriöse Sahnehäubchen in Form eines periskopischen 200-MP-Teleobjektivs (HP9-Sensor, 1/1,4"), das einen 4,3-fachen optischen Zoom (100 mm) bietet. Auch hier fehlen weder die optische Bildstabilisierung noch der präzise Autofokus mit multidirektionalem PDAF.
Nur wenige Smartphones haben mir beim Fotografieren während des Tests so viel Spaß gemacht wie das Xiaomi 15 Ultra. Zoomen, zwischen Objektiven wechseln, an die Grenzen der Technologie gehen – alles wirkt natürlich, flüssig und vor allem ohne nennenswerte Qualitätseinbußen. Der stufenlose Zoom zwischen den einzelnen Sensoren funktioniert überraschend geschmeidig. Als Beispiel dient eine Aufnahme einer Kirchturmkuppel aus etwa einem Kilometer Entfernung – und trotzdem konnten Details erhalten bleiben. Das Foto hat wärmere Farbtöne, aber das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.
Die Kameras wechseln tatsächlich nahtlos und ohne jegliche Probleme zwischen den Objektiven. Eines der Dinge, die beim Xiaomi 15 Ultra besonders positiv auffallen, ist die außergewöhnlich konsistente Farbwiedergabe über alle Linsen hinweg. Schauen Sie sich zum Beispiel die großartige Zoomaufnahme unserer schlafenden Katze an – abgesehen vom herausragenden Tischbein gibt es an den Fotos wirklich nichts auszusetzen.
Die hervorragende Farbwiedergabe und der verlustfreie Zoom zeigen sich auch beim Heranzoomen eines Schornsteins, der etwa einen Kilometer vom Kamerastandpunkt entfernt war. Angesichts dieser Entfernung muss man anerkennen: Das Ergebnis ist wirklich beeindruckend.
Beim nächtlichen Fotografieren mit dem Xiaomi 15 Ultra – konkret gegen zehn Uhr abends – schlägt sich der Hauptsensor weiterhin sehr gut. Die Aufnahmen mit der Hauptkamera sind alles andere als peinlich (siehe zweites Bild). Bei den anderen Objektiven zeigt sich jedoch ein deutlich höheres Maß an Bildrauschen, was wenig überraschend ist – das Licht war wirklich minimal, die Bedingungen würde ich ohne Übertreibung als „fast völlige Dunkelheit“ bezeichnen.
Zum Schluss noch ein cleveres Detail: Alle Objektive des Xiaomi 15 Ultra sind mit einer speziellen Schutzbeschichtung versehen, die aus 24 Schichten besteht. Sie wurde entwickelt, um unerwünschte Reflexionen zu minimieren und gleichzeitig die Kratzfestigkeit zu erhöhen. Genau so soll es sein!
| Parameter//Modell | Xiaomi 15 Ultra | Xiaomi 14 Ultra |
|---|---|---|
| Display | Diagonale: 6,73" | Diagonale: 6,73" |
| Bildschirmauflösung: 3 200× 1 440 px, 522 ppi | Bildschirmauflösung: 3 200× 1 440 px, 522 ppi | |
| Panel-Typ: LTPO OLED | Panel-Typ: LTPO OLED | |
| Bildwiederholrate: 120 Hz | Bildwiederholrate: 120 Hz | |
| Rückkameras | Haupt: 50 Mpx, ƒ/1.8 | Haupt: 50 Mpx, ƒ/1.63 |
| Teleobjektiv: 50Mpx, f/1.8 | Teleobjektiv: 50Mpx, f/1.8 | |
| Ultraweitwinkel: 50Mpx, f/2.2 | Ultraweitwinkel: 50Mpx, f/1.8 | |
| Periskopisch: 200Mpx, f/1.8 | Periskopisch: 50Mpx, f /1.8 | |
| Frontkamera | 32 Mpx, f/2.0 | 32 Mpx, f/2.5 |
| Chipsatz | Snapdragon 8 Elite | Snapdragon 8 Gen 3 |
| GPU | Adreno 830 | Adreno 750 |
| RAM | 12/16 GB | 12/16 GB |
| Interner Speicher | 256 GB, 512 GB | 256 GB, 512 GB, 1 TB |
| Betriebssystem | Android 15 | Android 15 |
| Netzwerkunterstützung 5G | ✓ | ✓ |
| 3,5mm jack | ✕ | ✕ |
| Schutzgrad | IP68 | IP68 |
| Akku | 6 000 mAh | 5 000 mAh |
| Kabelgebundenes Laden: 90 W, kabelloses Laden: 80 W | Kabelgebundenes Laden: 90 W, kabelloses Laden: 80 W | |
| Abmessungen | 161,3 × 75,3 × 8,4 mm | 161.4 x 75.3 x 9.2 mm |
| Gewicht | 226 g | 229,5 g |
| Packungsinhalt | Bildschirmfolie (werkseitig aufgeklebt), Ladekabel (USB-A auf USB-C), Adapter, Verpackung | Bildschirmfolie (werkseitig aufgeklebt), Ladekabel (USB-A auf USB-C), Adapter, Verpackung |
| Preis | 1.499 Euro (16/512 GB)* | - |
Das Xiaomi 15 Ultra ist ein wirklich leistungsstarkes Flaggschiff-Smartphone. Sein direkter Konkurrent ist ohne Zweifel das Samsung Galaxy S25 Ultra aus dem südkoreanischen Hause. Auch dieses bietet starke Hardware und die hauseigene Benutzeroberfläche One UI, die mir persönlich etwas sympathischer ist. Als Bonus gibt es den integrierten S Pen Stylus. Das Kamerasystem ist sehr solide, das Laden hingegen etwas langsamer. Dafür punktet Samsung mit hervorragender Softwareunterstützung und nahtloser Integration in das eigene Ökosystem.
Ein weiterer Konkurrent ist beispielsweise das iPhone 16 Pro Max. Es setzt auf exzellente Verarbeitung, den leistungsstarken A18 Pro Chip und ein perfekt abgestimmtes iOS, das als Inbegriff für Stabilität gilt. Apple überzeugt traditionell besonders im Videobereich – und das zu Recht. Die Kameras sind zwar nicht ganz so vielseitig wie bei Xiaomi oder Samsung, liefern aber durchweg hochwertige und farblich ausgewogene Aufnahmen. Schwächen bleiben das langsame Laden, eingeschränkte Anpassungsmöglichkeiten und das geschlossene System. Stärken sind dafür der ausgeklügelte Geräteverbund und die verlässliche, langfristige Softwarepflege.
Xiaomi 15 Ultra
SmartphonesDas neue Xiaomi 15 Ultra hat mir einfach Spaß gemacht. Es präsentiert sich als hervorragend ausgestattetes Smartphone mit einem erstklassigen Display, einem hochwertigen Ultraschall-Fingerabdrucksensor und einer fantastischen Kameraausstattung, die fast schon an die Grenzen des Machbaren stößt. Auch die IP68-Zertifizierung, die Leistung und die Systemstabilität sind erfreulich. Allerdings wirkt der übermäßige Ballast in Form von vorinstallierten Apps und Werbung in dieser Preisklasse fehl am Platz – für mich ein Schritt in die falsche Richtung.
Vorteile
Nachteile
Jan Vavřík
In meiner Freizeit beschäftige ich mich nicht nur mit aktuellen Neuheiten, sondern auch mit nostalgischen Rückblicken in die Welt der Mobiltelefone. Ich bin sowohl mit Apple-Technologie als auch mit dem „grünen Androiden“ vertraut – besonders mit dem aus südkoreanischer Produktion. Außerdem bin ich aktiver Schriftsteller und ein großer Fan von deutschen Boxern, Stephen King, J. R. R. Tolkien, Karel Čapek, Karl May und allem, was mit Griechenland zu tun hat – insbesondere mit der Insel Korfu.
Das Xiaomi 15 Ultra ist ein Flaggschiff-Modell, das mit erstklassigen Kameras, leistungsstarker Hardware und schnellem Laden überzeugt. Das Display ist hervorragend, die KI-Funktionen überraschend nützlich und die Fotoergebnisse nahezu fehlerfrei. Der einzige Makel ist die Präsenz von Werbung und unnötigen Apps im System, die den ansonsten hochwertigen Eindruck etwas trüben. Wenn Sie jedoch ein kompromissloses Kamerahandy suchen, ist das hier ein Volltreffer.
• Autor: Jan Vavřík
Xiaomi hat sich bei seinem neuen Flaggschiff wirklich viel Mühe gegeben. Das Xiaomi 15 Ultra kommt mit einem eleganten Design und High-End-Fotofunktionen, die laut den Spezifikationen eine außergewöhnliche Qualität versprechen. Damit legt dieses Modell die Messlatte wieder ein wenig höher. Schauen wir es uns in einer kurzen Vorstellung an.

Die Rückseite des Xiaomi 15 Ultra sticht auf den ersten Blick ins Auge. Das Leica-Kameramodul wirkt hier nicht als aufgesetztes Element, sondern fügt sich natürlich in das Gesamtdesign ein. Der Hersteller bietet das Flaggschiff in drei Varianten an:
Der Gesamteindruck des Xiaomi 15 Ultra ist hochwertig, aber dennoch frisch und zeitlos. Die Abmessungen von 161,3×75,3×8,4 mm und das Gewicht von 229 g deuten auf ein größeres, aber dennoch ergonomisches Design hin. Das Kameramodul geht nahtlos in das Gehäuse des Telefons über, das zusammen mit dem Keramikschutz sehr gut, sogar hochwertig aussieht.
Das Display des Xiaomi 15 Ultra wird durch ein Gorilla Glass Victus 3 geschützt, was die Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer und Stürze erhöhen soll. Das Telefon verfügt über ein 6,73" LTPO AMOLED Display mit QHD+ Auflösung (3 200 × 1 440 px) und adaptiver Bildwiederholfrequenz von bis zu 120 Hz. Der Hersteller verspricht eine naturgetreue Farbwiedergabe und tiefe Kontraste dank Dolby Vision und HDR10+ Unterstützung.
Die maximale Helligkeit von über 2.600 Nits sollte auch bei direkter Sonneneinstrahlung eine gute Lesbarkeit gewährleisten, während der verbesserte Fingerabdruckleser unter dem Display schneller und genauer sein sollte. Die Spezifikationen sehen vielversprechend aus, aber wir müssen abwarten, bis wir das Telefon in die Hände bekommen, um ein echtes Gefühl dafür zu bekommen.
Das neue Xiaomi 15 Ultra ist mit einem 6.000-mAh-Akku ausgestattet - eine solide Kapazität, die auch bei intensiver Nutzung genügend Energie liefern sollte. Der Hersteller verspricht 90W schnelles kabelgebundenes Laden und 80W drahtloses Laden, was eine hohe Ladeeffizienz gewährleisten soll.
Xiaomi gibt außerdem an, dass eine volle Ladung in weniger als 30 Minuten erreicht werden soll. Xiaomi hat auch das kabellose Reverse-Charging mit 10 W nicht vergessen, das vor allem unterwegs sehr praktisch sein wird.
Das Herzstück des Geräts ist der Snapdragon 8 Elite Prozessor, der durch 12 GB RAM und 256 GB oder 512 GB internen Speicher ergänzt wird. Das klingt in der Tat sehr gut.
Die Kameras sollen die Hauptattraktion des Xiaomi 15 Ultra sein, und sie wurden in Zusammenarbeit mit Leica entwickelt. Auf der Rückseite des Geräts befinden sich vier Sensoren::
Das Xiaomi 15 Ultra will nicht nur bei der Fotografie glänzen, sondern auch bei Videos. Der Hersteller verspricht, dass alle hinteren Sensoren 8K Aufnahmen mit 30 FPS und 4K mit 60 FPS verarbeiten können. Und wenn Sie besonders flüssige Zeitlupenaufnahmen mögen, schaffen die Hauptkamera und das Teleobjektiv auch 4K bei 120 FPS. Die Audioaufnahme erfolgt über vier fortschrittliche Mikrofone.
Sieht so aus, als ob der neue König des mobilen Videos auf der Bildfläche erscheint - oder ist das nur ein Marketing-Märchen? Das werden wir im Praxistest herausfinden. Auf jeden Fall können wir es kaum erwarten, es mit eigenen Augen zu sehen - oder besser gesagt, auf unserem eigenen Display.
Das Xiaomi 15 Ultra Pack wird all diejenigen begeistern, die sich nostalgisch an die Zeiten erinnern, in denen sie tatsächlich alles bekamen, was sie für ihr Smartphone brauchten. Xiaomi bleibt in dieser Hinsicht seinem Stil treu - in der Box finden wir neben dem Telefon selbst einen 90W-Ladeadapter (ja, und dann, dass es nicht geht), ein USB-C-Kabel, eine Schutzhülle und eine grundlegende Pflichtlektüre, die sowieso keiner von uns öffnen wird.
Einfach gesagt, keine bösen Überraschungen oder die Notwendigkeit, im Internet auf der Suche nach mehr Ausstattung zu surfen. Einfach auspacken und das neue Gerät in vollen Zügen genießen.
| Parameter/Modell | Xiaomi 15 Ultra | Xiaomi 14 Ultra |
|---|---|---|
| Display | Diagonale: 6,73" | Diagonale: 6,73" |
| Display-Auflösung: 3 200× 1 440 px, 522 ppi | Display-Auflösung: 3 200× 1 440 px, 522 ppi | |
| Panel-Typ: LTPO OLED | Panel-Typ: LTPO OLED | |
| Bildwiederholfrequenz: 120 Hz | Bildwiederholfrequenz: 120 Hz | |
| Rückkameras | Hauptkamera: 50 Mpx, ƒ/1.8 | Hauptkamera: 50 Mpx, ƒ/1.63 |
| Teleobjektiv: 50Mpx, f/1.8 | Teleobjektiv: 50Mpx, f/1.8 | |
| Ultra-Weitwinkelkamera: 50Mpx, f/2.2 | Ultra-Weitwinkelkamera: 50Mpx, f/1.8 | |
| Periskop-Kamera: 200Mpx, f/1.8 | Periskop-Kamera: 50Mpx, f /1.8 | |
| Frontkamera | 32 Mpx, f/2.0 | 32 Mpx, f/2.5 |
| Chipsatz | Snapdragon 8 Elite | Snapdragon 8 Gen 3 |
| GPU | Adreno 830 | Adreno 750 |
| RAM | 12/16 GB | 12/16 GB |
| Interner Speicher | 256 GB, 512 GB | 256 GB, 512 GB, 1 TB |
| Betriebssystem | Android 15 | Android 15 |
| Unterstützung der 5G Netze | ✓ | ✓ |
| 3,5mm Klinke | ✕ | ✕ |
| Schutzart | IP68 | IP68 |
| Akku | 6.000 mAh | 5.000 mAh |
| Kabelgebundenes Laden: 90 W, kabelloses Laden: 80 W | Kabelgebundenes Laden: 90 W, kabelloses Laden: 80 W | |
| Abmessungen | 161,3 × 75,3 × 8,4 mm | 161.4 x 75.3 x 9.2 mm |
| Gewicht | 226 g | 229,5 g |
| Packungsinhalt | Bildschirmfolie (werkseitig aufgeklebt), Ladekabel (USB-A auf USB-C), Adapter, Hülle | Bildschirmfolie (werkseitig aufgeklebt), Ladekabel (USB-A auf USB-C), Adapter, Hülle |
| Preis | Etwa 1.400 EUR (12/256 GB)* | 1.529 EUR |
In China wird das Xiaomi 15 Ultra in der Version 12 GB/256 GB für rund tausend Euro angeboten, aber das ist nur für den lokalen Markt. Rechnen wir damit, dass wir, sobald die Neuheit zu uns kommt, deutlich mehr bezahlen werden. Laut durchgesickerten Informationen soll das Mobiltelefon direkt in der 512-GB-Variante auf unseren Markt kommen, und der Preis wird auf 1.350 bis 1.450 Euro geschätzt. Wenn Sie ein Auge darauf geworfen haben, ist es vielleicht an der Zeit, mit dem Sparen anzufangen - oder ein gutes Argument für Ihren Geldbeutel vorzubereiten. Allerdings sollten Sie nicht vergessen, dass Sie für dieses Geld ein echtes High-End-Flaggschiff kaufen.
Das Xiaomi 15 Ultra hat große Ambitionen, der König der Fotomobile zu werden, und den Spezifikationen zufolge hat es das definitiv vor Augen. In Zusammenarbeit mit Leica wurde ein Quartett von High-End-Sensoren entwickelt, darunter ein 200Mpx Periskop-Teleobjektiv. Das Telefon wird vom Snapdragon 8 Elite angetrieben, der von 12 GB RAM und bis zu 512 GB Speicher unterstützt wird. Das 6,73-Zoll-LTPO-AMOLED-Display mit QHD+ Auflösung und 3.200 Nits Helligkeit verspricht eine überragende visuelle Qualität. Der 6.000-mAh-Akku unterstützt kabelgebundenes Laden mit 90 W und drahtloses Laden mit 80 W. Die technischen Daten sehen wirklich toll aus. Wir in der Redaktion sind sehr gespannt auf das Handy.
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Das Xiaomi 15 Ultra fühlt sich an wie das ultimative Fotomobil, das High-End-Hardware, Premium-Design und fortschrittliche, in Zusammenarbeit mit Leica entwickelte Kameras kombiniert. Auf dem Papier sieht es großartig aus - der Snapdragon 8 Elite, der 6.000-mAh-Akku mit Schnellladefunktion und das 6,73-Zoll-LTPO-AMOLED-Display versprechen außergewöhnliche Leistung. Wenn sich die Angaben in der Praxis bewahrheiten, könnte dies eines der besten Smartphones des Jahres werden.