Für den Durchschnittsnutzer, der den Router mit nach Hause nimmt, ihn an die Steckdose anschließt und lediglich einen Namen für das WLAN-Netzwerk und ein Passwort festlegt, ist er eine gute Wahl für das Geld. Fortgeschrittene Benutzer werden jedoch ein Problem haben. Im AP-Modus haben Android-Geräte zum Beispiel Probleme, über WLAN zu funktionieren. Im Router-Modus funktionieren sie normal und alles läuft gut, aber im AP-Modus funktioniert es aus irgendeinem Grund nicht. Bei anderen Geräten wie Windows, macOS oder iOS gibt es dieses Problem nicht. Zu Hause habe ich es auf 5 Android-Geräten verschiedener Versionen und Hersteller getestet und das Problem war bei allen identisch. Der Hersteller weiß darüber Bescheid, hat sich aber offenbar noch nicht darum gekümmert. Selbst wenn Sie ein WLAN-Netzwerk für Gäste mit eingeschränktem Zugang einrichten, so dass die Geräte einander nicht sehen können, können sie sich dennoch gegenseitig sehen und miteinander kommunizieren. Das Gastnetz ist somit bedeutungslos. Diese Einschränkung gilt auch dann nicht, wenn Sie sie für ein herkömmliches Netz festlegen. Die einzige Einschränkung ist, dass man nicht vom Gastnetzwerk zum Router gelangen kann, aber auch das lässt sich umgehen. Insgesamt gibt es auch recht wenige Einstellungsmöglichkeiten und die, die es gibt, funktionieren zum Teil gar nicht. OpenWrt wird offiziell unterstützt und lässt sich leicht hochladen, was großartig ist. Es erfordert jedoch fortgeschrittenere Kenntnisse und mehr Zeit für die Einrichtung und Anpassung. Nach der Installation müssen Sie nicht nur die Ports und das WLAN einrichten, sondern auch den Router so konfigurieren, dass er beide CPU-Kerne nutzt, Pakete je nach den gewünschten Diensten installieren usw. Ich persönlich habe bereits einige Tage damit verbracht, unzählige Einstellungen vorgenommen und kann immer noch nicht herausfinden, warum ich mit OpenWrt eine schwächere WLAN-Reichweite habe als mit der nativen Firmware. Nichts weniger als die Möglichkeit, das Netzwerk für Gäste auch im AP-Modus wirklich zu trennen und die Möglichkeit, den WAN-Port als LAN zu nutzen und somit einen weiteren Port zu haben, ist schön. Ich habe den Router im Angebot für weniger als 800 CZK gekauft, was mich dazu motiviert hat, meinen 10 Jahre alten Router zu ersetzen, denn für dieses Geld hatte der CUDY AX3000 (WR3000) keine Konkurrenz. Wenn Sie eine mittelgroße Wohnung/ein kleineres Haus haben, ist der Router ausreichend und kann eine gute Wahl für anspruchslose Benutzer sein. Wenn Sie eine größere Wohnung/ein größeres Haus haben oder ein anspruchsvoller Nutzer sind, würde ich empfehlen, einen Hunderter mehr zu bezahlen und das Modell WR3000S zu kaufen. Es hat mehr Anschlüsse, mehr Speicherplatz und ein stärkeres WLAN.