Anamorphotisches Video ist eine Aufnahmetechnik, die es ermöglicht, ein Breitbild-Filmbild zu erzielen. Dabei wird ein spezielles anamorphotisches Objektiv verwendet, das das Bild horizontal staucht, also es quasi in ein schmaleres Format presst, das der Sensor aufzeichnen kann. Die resultierende Aufnahme erscheint daher unnatürlich in die Höhe gezogen. In der Postproduktion, also bei der anschließenden Bearbeitung am Computer, wird das Bild digital wieder auf das korrekte Breitbild-Seitenverhältnis entzerrt. Dieser Prozess erzeugt spezifische visuelle Eigenschaften, wie ovale unscharfe Lichtpunkte im Hintergrund, bekannt als „Bokeh“, und charakteristische horizontale Lichtreflexe.