EFCS ist die Abkürzung für den englischen Begriff „Electronic First-Curtain Shutter“, was übersetzt „elektronischer erster Verschlussvorhang“ bedeutet. Es handelt sich um einen hybriden Verschlusstyp, der die Eigenschaften eines elektronischen und eines mechanischen Verschlusses kombiniert. Im Gegensatz zu einem vollständig mechanischen Verschluss, bei dem die Belichtung sowohl durch die Bewegung physischer Vorhänge ausgelöst als auch beendet wird, erfolgt bei EFCS der Beginn der Belichtung elektronisch direkt auf dem Bildsensor. Das Ende der Belichtung wird dann durch den standardmäßigen zweiten mechanischen Verschlussvorhang sichergestellt. Der Hauptvorteil dieser Lösung ist die Reduzierung von Kameravibrationen, die durch die Bewegung des ersten Vorhangs verursacht werden. Dieses Phänomen, bekannt als „Shutter Shock“ (Verschlussstoß), kann zu unscharfen Bildern führen, insbesondere bei der Verwendung längerer Brennweiten und bestimmten Belichtungszeiten. Ein Nachteil von EFCS kann eine Verzerrung des unscharfen Hintergrunds, des sogenannten Bokehs, sein, wenn mit sehr kurzen Verschlusszeiten und lichtstarken Objektiven fotografiert wird. Aus diesem Grund schalten viele Kameras bei der Einstellung sehr kurzer Verschlusszeiten automatisch auf einen vollständig mechanischen Verschluss um.