Die Verschlusszeit, auch Belichtungszeit genannt, ist die Dauer, für die der Bildsensor der Kamera dem Licht ausgesetzt ist. Die minimale Verschlusszeit ist das kürzeste mögliche Intervall, in dem die Kamera den Verschluss offen halten kann. Dieser Wert wird in Bruchteilen einer Sekunde angegeben, zum Beispiel 1/4000 s oder 1/8000 s. Sehr kurze Verschlusszeiten ermöglichen es, selbst sehr schnelle Bewegungen „einzufrieren“, was nützlich ist beim Fotografieren von Sport, fliegenden Vögeln oder fahrenden Fahrzeugen. Das resultierende Bild ist dadurch scharf und ohne Bewegungsunschärfe. Die Verwendung einer kurzen Verschlusszeit bedeutet, dass weniger Licht auf den Sensor fällt. Um ein korrekt belichtetes Bild zu erhalten, ist es daher oft notwendig, diesen Lichtverlust zu kompensieren, entweder durch die Einstellung einer niedrigeren Blendenzahl, wodurch sich die Objektivblende weiter öffnet, oder durch Erhöhung der ISO-Empfindlichkeit des Sensors.