Die maximale Blende, auch als Lichtstärke des Objektivs bezeichnet, gibt an, wie groß eine Öffnung das Objektiv für den Lichtdurchgang zum Kamerasensor erzeugen kann. Ihr Wert wird durch die Blendenzahl ausgedrückt, die mit dem Buchstaben „f“ gefolgt von einer Zahl, zum Beispiel f/1.8 oder f/4, gekennzeichnet wird. Hier gilt eine indirekte Proportionalität – je niedriger die Blendenzahl, desto größer ist die Blendenöffnung und desto mehr Licht lässt das Objektiv durch. Ein Objektiv mit einer niedrigen Blendenzahl, zum Beispiel f/1.4, ermöglicht das Fotografieren mit kürzeren Belichtungszeiten oder einer niedrigeren ISO-Empfindlichkeit auch bei schlechten Lichtverhältnissen, was hilft, Bewegungsunschärfe oder digitales Rauschen zu vermeiden. Die Größe der Blende beeinflusst auch maßgeblich die Schärfentiefe, also den Bereich der Entfernungen, in dem Objekte auf dem Foto scharf erscheinen. Eine niedrige Blendenzahl erzeugt eine geringe Schärfentiefe, wodurch nur das Hauptobjekt scharf gestellt ist, während Hintergrund und Vordergrund unscharf sind. Dieser Effekt, als „Bokeh“ bezeichnet, wird oft beispielsweise in der Porträtfotografie verwendet. Bei Objektiven mit variabler Brennweite, sogenannten Zoomobjektiven, kann die maximale Blende variabel sein, zum Beispiel f/3.5-5.6. Das bedeutet, dass sich ihr Wert in Abhängigkeit vom Zoom ändert.