Die Schaftklemmung beschreibt die Art und Weise, wie der Fräser, d. h. das Schneidwerkzeug, in die Spindel der Werkzeugmaschine eingespannt wird. Jeder Schaftfräser hat einen Teil zum Schneiden und einen Teil zum Spannen, den sogenannten "Schaft". Dieser Schaft ist in der Regel zylindrisch und wird mit hoher Präzision gefertigt, um eine feste und koaxiale Verbindung mit dem Werkzeughalter, dem so genannten Spannfutter, zu gewährleisten. Der Hauptzweck dieser Verbindung besteht darin, die Drehbewegung und die Kraft von der Maschinenspindel auf den Fräser zu übertragen und gleichzeitig sicherzustellen, dass sich das Werkzeug ohne unerwünschte Schwingungen oder Vibrationen dreht, die in der Fachsprache als "Rattern" bezeichnet werden. Ein zu großer Rundlauf führt zu ungenauen Werkstückabmessungen, schlechter Oberflächenqualität und schnellerem Werkzeugverschleiß. Der gängigste Typ ist der glatte zylindrische Schaft, der durch. Spannen eingespannt wird, meist in Spannzangenfuttern. Eine Spannzange ist im Wesentlichen eine Hülse, die, wenn sie angezogen wird, den Werkzeugschaft gleichmäßig umschließt und fest einspannt. Es gibt auch spezielle Arten von Schäften, wie zum Beispiel den so genannten "Weldon-Flach"-Schaft. Dabei handelt es sich um einen zylindrischen Schaft, der auf seiner Oberfläche eine oder mehrere geschliffene Flächen aufweist. In das dafür vorgesehene Futter wird dann eine Stellschraube eingeschraubt, die auf dieser Platte aufliegt und so nicht nur das Drehen des Fräsers unter starker Belastung verhindert, sondern auch seine axiale Verschiebung, d. h. das Herausziehen aus dem Futter während der Bearbeitung. Die Wahl des richtigen Schafttyps und des entsprechenden Futters hängt also von der Art der Bearbeitung und der gewünschten Genauigkeit ab.