Die Sensorgröße 1/1" bezeichnet eine spezifische Kategorie von Bildsensoren in Kameras. Dieser Name ist historisch bedingt und basiert nicht auf einer direkten Messung. Die Diagonale des Sensors beträgt tatsächlich nicht einen Zoll, was etwa 25,4 Millimetern entspricht, sondern liegt bei rund 16 Millimetern. Die Bezeichnung „Ein-Zoll“ leitet sich vom Außendurchmesser der früher in Fernsehkameras verwendeten Vakuum-Bildaufnahmeröhren, den sogenannten Vidikons, ab. Sensoren dieser Größe sind physisch größer als die Chips in gängigen Mobiltelefonen oder einfachen Kompaktkameras. Eine größere Sensorfläche ermöglicht es, mehr Licht einzufangen, was zu einer höheren Bildqualität beiträgt, insbesondere bei schlechteren Lichtverhältnissen, wo sich ein niedrigeres digitales Rauschen zeigt. Gleichzeitig ermöglicht sie es, leichter eine geringe Schärfentiefe, also den Effekt eines unscharfen Hintergrunds, zu erzielen. Dieser Sensortyp stellt einen Kompromiss zwischen kleinen Chips und deutlich größeren APS-C- oder Vollformat-Sensoren dar, die in größeren Systemkameras zu finden sind.