Die Sensorgröße von 1/1,1 Zoll gibt die physikalische Abmessung des Bildchips in einer Kamera an. Dieses Schreibformat ist ein historischer Standard und basiert nicht auf einer direkten Umrechnung in die tatsächliche Diagonale des Sensors. Allgemein gilt: Je kleiner die Zahl im Nenner des Bruchs ist, desto größer ist der Sensor. Ein Chip der Größe 1/1,1" ist also kleiner als ein 1"-Sensor, aber deutlich größer als die gängigeren 1/2,5"-Sensoren. Die physikalische Größe beeinflusst direkt die Fähigkeit des Sensors, Licht einzufangen. Eine größere Fläche bedeutet, dass mehr Licht auf jeden Bildpunkt, also Pixel, fällt, was zu besseren Ergebnissen bei schlechteren Lichtverhältnissen führt. Dies äußert sich in einer geringeren Menge an digitalem Rauschen, was ein unerwünschtes Körnen auf Fotos ist. Ein größerer Sensor ermöglicht es auch, leichter eine geringe Schärfentiefe zu erzielen, also den Effekt, bei dem das Hauptobjekt scharf und der Hintergrund unscharf ist.