Die Norm TIA/EIA-568 ist ein technisches Regelwerk für die Installation und Prüfung von Datenkabeln, die in Computernetzwerken verwendet werden. Sie wurde von der TIA, der Telecommunications Industry Association, und der EIA, der früheren Electronic Industries Alliance, erstellt. Diese Norm legt fest, wie die einzelnen farbigen Adern in Twisted-Pair-Netzwerkkabeln, die meist mit einem RJ-45-Stecker abgeschlossen werden, verdrahtet werden sollten. Die Norm definiert zwei Hauptverdrahtungsschemata, die als T568A und T568B bekannt sind. Beide Schemata sind funktional gleichwertig und unterscheiden sich nur durch die Vertauschung der grünen und orangen Adernpaare. Damit das gerade Kabel ordnungsgemäß funktioniert, muss an beiden Enden derselbe Verdrahtungsstandard verwendet werden. Die TIA/EIA-568-Norm legt nicht nur die Kabelreihenfolge fest, sondern auch die Leistungsanforderungen für verschiedene Verkabelungskategorien wie Cat 5e, Cat 6 oder Cat 6A. Diese Anforderungen beziehen sich z. B. auf die maximal zulässige Kabellänge, die Signaldämpfung, d. h. die Abschwächung des Signals mit zunehmender Entfernung, oder das Nebensprechen. Übersprechen, technisch gesehen Crosstalk, ist eine unerwünschte Störung, bei der das Signal eines Adernpaares das Signal eines benachbarten Paares beeinflusst. Wenn Sie mit einem Kabeltester TIA/EIA-568-Messungen durchführen, überprüft das Gerät nicht nur die korrekte Reihenfolge der Adern, sondern misst auch alle wichtigen elektrischen Eigenschaften des Kabels. Das Ergebnis ist dann eine Bewertung von "PASS" für "bestanden" oder "FAIL" für "nicht bestanden", die festlegt, ob die Verkabelung die Anforderungen der Norm erfüllt und somit in der Lage ist, Daten zuverlässig zu übertragen.