Mobiltelefone sind zu einem natürlichen Teil unseres Lebens geworden. Sie sind Arbeitsgerät, aber auch Unterhaltungsquelle. Mit Handys kommunizieren wir, schauen Multimedia, spielen Spiele und arbeiten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die normale Nutzung des Telefons für manche Menschen die Grenze zur Sucht überschritten hat. Dafür hat sich der Fachbegriff Nomophobie eingebürgert, und laut wissenschaftlicher Forschung könnten sogar 50 % der Nutzer unter diesem Problem leiden. Wie erkennt man eine Handysucht und wie bekämpft man sie?
Handysucht ist ein Phänomen, das seit etwa einem Jahrzehnt ernsthaft erforscht wird. Der Begriff Nomophobie entstand aus dem Englischen, indem er die Wörter nomobilephobia zusammenfasste, also die Angst vor der Abwesenheit oder Unmöglichkeit, das Handy zu nutzen oder nicht online zu sein. Wie erkennt man eine Handysucht? Die Symptome sind wie folgt:
Wie Sie sehen, greift Nomophobie wie jede andere Sucht nicht nur in das Leben des Einzelnen ein, der möglicherweise nicht einmal erkennt, dass er „ein Problem hat“, sondern beeinträchtigt auch heimtückisch seine zwischenmenschlichen Beziehungen. Auch eine Handysucht kann ein Grund für eine Trennung sein. Dies wirkt sich negativ auf die Kommunikation zwischen Partnern aus und oft wird einer der Partner sogar neidisch auf das Telefon des anderen. Heutzutage sind Verabredungen oder Treffen mit Freunden in einer Kneipe keine Ausnahme, wenn die Teilnehmer auf die Displays ihrer Telefone schauen und es selten zu einem normalen Gespräch kommt.
Für schüchterne und introvertierte Menschen kann das Handy die gleiche Stütze in der Kommunikation sein wie z. B. Zigaretten rauchen oder mit einem Stift spielen. Mit ihrem Gerät in der Hand werden sie selbstbewusster, ihr Handy wird nach und nach mit angenehmen Gefühlen in Verbindung gebracht und die Sucht entsteht.
Handysucht bei Kindern ist ein großes Risiko. Entsprechend Schätzungen sind bis zu 70 % der Minderjährigen gefährdet, und 5 bis 10 % von ihnen müssen professionelle Hilfe bei einem Psychologen oder Suchtberater suchen. Es kommt nicht sehr häufig vor, aber Ärzte registrieren auch Angriffe auf Eltern oder Lehrer, wenn diese versuchten, das Mobiltelefon der Person zu nehmen. Auch Erwachsene sind nicht gegen Nomophobie gefeit. So wurde unter anderem eine Übersicht über Statistiken zur Handysucht auf TechJury.com veröffentlicht. Sie bedroht 66 % von ihnen. Eine interessante Konsequenz der Handysucht ist in manchen Fällen ein Phänomen namens „falsches Klingeln“. Man hat plötzlich das Gefühl, dass das Telefon in der Hosentasche klingelt oder vibriert und man unbedingt hinschauen muss.
Die Handysucht ist eine Sucht wie jede andere und hat als solche gesundheitliche Folgen. Neben den eigentlichen Entzugserscheinungen - Nervosität, Gereiztheit, im schlimmsten Fall Aggression usw. - sind das langfristig gesehen vor allem:
Wenn Sie selbst erkennen, dass Sie mit dem Handy in Ihrer Hand zu viel Zeit verbringen oder Ihre Lieben Sie davor gewarnt haben, sind Sie auf dem besten Weg, aus der Sucht auszusteigen. Ein guter Rat ist, nicht ständig online zu sein, z. B. verwenden Sie nur WLAN und schalten Sie die Datenverbindung idealerweise überhaupt nicht ein. Es hilft, von Zeit zu Zeit eine digitale Entgiftung zu verschreiben. Bei schwereren Symptomen, starker Nervosität, Konzentrationsschwäche, Schlaflosigkeit usw. empfehlen wir Ihnen, sich an einen Facharzt, Psychologen oder Suchtberater zu wenden.
Die direkte Sucht, die Nomophobie, ist nicht die einzige "Handykrankheit", die im heutigen digitalen Zeitalter auftreten kann. Sucht kann auch durch Computersucht entstehen, z. B. durch das Spielen von Computerspielen. Psychologen nennen zum Beispiel auch:
Die Handysucht ist kein marginales Phänomen. Vielmehr bedroht sie uns alle, und es ist leichter, ihr zu verfallen, als wir vielleicht denken. Es ist nicht leicht, sich dagegen zu wehren, denn die Welt um uns herum besteht fast nur noch aus Handys. Das Handy ist nicht nur ein Mittel zur Kommunikation, sondern auch zur Kontrolle und Steuerung unseres Lebens geworden, und die Möglichkeiten, es mit gutem Gewissen aus der Hand zu legen, werden immer geringer.
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