• Autor: Jozef Kišantal
Im August 2022 wurden die faltbaren Modelle Samsung Galaxy Z Fold4 und Z Flip4 vorgestellt, und wenn Sie dachten, dass dies die einzigen Falt-Smartphones aus dieser Zeit waren, lagen Sie weit daneben. Noch vor ihnen hatte Huawei der Öffentlichkeit sein neuestes Modell, das Huawei Mate Xs , gezeigt. Dieses kam damals auf unsere Ladentische. Welche Chance hatte es gegen die koreanische Konkurrenz, die leistungsstärker, günstiger war und über Google-Dienste verfügte? Das untersuchten wir in diesem Artikel.
Sagen wir es ganz offen, das Huawei Mate Xs 2 hatte es gegenüber seinem direkten und ernsthaftesten Konkurrenten keineswegs leicht. Es kostete ~2000 € (August 2022), während das Samsung Galaxy Z Fold4 ungefähr 200 weniger kostete, genauer gesagt 1800 € (September 2022). Schon das war ein gewichtiges Argument in der Debatte, welches der beiden Modelle man wählen sollte, wenn jemand an einem hochwertigen Falt-Smartphone interessiert war.
Und wir konnten mit der Leistung fortfahren. Das Huawei Mate Xs 2 wurde von dem leistungsstarken, wenn auch bereits moralisch veralteten Qualcomm Snapdragon 888 angetrieben. Mit der Leistung gab es wahrscheinlich kein Problem, aber ein Flaggschiff mit einem älteren Chipsatz machte auf dem Papier einfach keinen guten Eindruck. Dem Chip fehlte zudem aufgrund der amerikanischen Sanktionen die 5G-Unterstützung, die damals schon praktisch eine Notwendigkeit war. Vielleicht nicht einmal so sehr wegen der eigentlichen Nutzung, sondern wegen des Marketings. Wer gab damals mehrere zehntausend Kronen für ein Flaggschiff aus, das 5G-Netze nicht unterstützte?
Die reine Leistung, wie bereits oben erwähnt, musste jedoch kein Hindernis sein. Es standen auch 8 GB RAM zur Verfügung, was zwar kein Rekord war, aber für eine komfortable und sogar anspruchsvolle Nutzung ausreichen konnte. Der Speicher hatte eine Kapazität von 256 GB. Es sei hinzugefügt, dass das Huawei Mate Xs 2 auch in einer Konfiguration mit 12 GB / 512 GB hergestellt wurde, diese wurde aber nicht bei uns importiert.
Die Kamera machte ebenfalls keinen schlechten Eindruck, zumindest auf dem Papier. Das Huawei Mate Xs 2 hatte ein ähnlich konzipiertes Kamerasystem wie das Z Fold4, also eine Hauptkamera, ein Weitwinkelobjektiv und ein Teleobjektiv. Die spezifische Konfiguration war:
Ähnlich war es auch beim Galaxy Z Fold4 (einen detaillierten Parametervergleich fanden Sie in der Tabelle weiter unten in diesem Artikel), einschließlich beispielsweise der 50-Mpx-Hauptkamera oder des dreifachen optischen Zooms mittels Teleobjektiv. Detailliertere Unterschiede würde erst ein Testbericht zeigen, aber Huawei hatte bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass es Kameras herstellen konnte, die von einer berühmten Fotomarke betreut wurden. Andererseits gehörten auch Samsung-Handys zu den besseren Geräten im Bereich der mobilen Fotografie.
Der einzige auf den ersten Blick sichtbare Unterschied zwischen den beiden war somit die Platzierung des Kamerasystems des Mate Xs 2 auf einer Konstruktion, die sich außerhalb des Displays befand und auch als „Halter“ diente. Das Z Fold4 hatte seine Kamera klassisch auf der Rückseite platziert.
In einer Sache übertraf das Huawei Mate Xs 2 das Z Fold4 jedoch, und zwar beim Akku. Es hatte eine größere Kapazität (4 880 mAh vs. 4 400 mAh) und auch eine schnellere Aufladung. 66 W gegenüber 25 W war schon ein ordentlicher Unterschied, und dies war einer der Vorteile, die das Mate Xs 2 bieten konnte. Fans der koreanischen Marke könnten jedoch einwenden, dass ihr faltbares Telefon auch kabelloses Laden unterstützte, das chinesische Telefon hingegen nicht. Man könnte also sagen, dass man beim Aufladen „nicht wählen konnte“ und eben das wählen musste, was man bevorzugte.
In einer Sache, und wahrscheinlich der wichtigsten, unterschied sich das Huawei Mate Xs 2 vom Z Fold4. Und zwar in der Konstruktion. Das Mate Xs 2 wurde nämlich mit dem Display nach außen und nicht nach innen gefaltet. Das war ein großer Unterschied, denn das Z Fold4 öffnete und schloss sich wie ein Buch.
Der Bildschirm war vom Typ OLED und hatte eine Diagonale von 7,8 Zoll. Er bot eine Feinheit von 424 ppi und arbeitete mit einer Auflösung von 2 480 × 2 200 Pixeln. Glücklicherweise fehlte auch die Bildwiederholfrequenz von 120 Hz nicht, über die auch der Konkurrent verfügte.
Das nach außen öffnende Display des Mate Xs 2 hatte den Vorteil, dass im aufgeklappten Zustand keine Falte sichtbar war, wie es bei den Folds der Fall war. Im geschlossenen Zustand hatte das Display übrigens eine Diagonale von 6,5 Zoll. Ein klarer Nachteil bestand jedoch in der Anfälligkeit des Bildschirms, da er im geschlossenen Zustand fast das gesamte Telefon umschloss. Die Hersteller von Hüllen für das Huawei Mate Xs 2 mussten sich also mehr ins Zeug legen, und trotzdem war zu erwarten, dass das Display anfälliger für Beschädigungen sein würde als der geschützte Bildschirm des Z Fold4.
Es war klar, dass Huawei nicht den Anschluss verpassen und das Feld nicht gänzlich seinem Konkurrenten (oder den Konkurrenten) überlassen wollte. Das Mate Xs 2 hatte jedoch nicht wenige Nachteile, zu denen beispielsweise auch das Fehlen von Google-Diensten gehörte. Das war ein unbestreitbares Handicap, aber wenn man zu den Fans dieses chinesischen Herstellers gehörte, konnte man auch ohne sie auskommen. Man fiel definitiv auch mit der eigentlichen Konstruktion auf und machte mit der Kamera wahrscheinlich auch gute Fotos. Es lag dann an einem selbst, ob man bereit war, dafür 50 Tausend Kronen auszugeben.
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Honor Magic4 Pro (TESTBERICHT): ein gelungenes Flaggschiff mit stellenweise problematischem Design
Die wichtigsten technischen Daten des Huawei Mate Xs 2 fanden Sie in der folgenden Übersicht.
| Parameter/Modell | Huawei Mate Xs 2 | Samsung Galaxy Z Fold4 |
|---|---|---|
| Display | 7,8" + 6,5" | 7,6" + 6,2" |
| 2 480 × 2 200 px, 424 ppi 2 480 × 1 176 px |
2 176 × 1 812 px, 374 ppi 2 316 × 904 px |
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OLED 2X, 120 Hz
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Dynamic AMOLED 2X, 120 Hz
Dynamic AMOLED 2X, 120 Hz |
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| Rückkameras |
Hauptkamera: 50 Mpx, f/1,8, OIS, 4K-Video mit 30 fps
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Hauptkamera: 50 Mpx, f/1,8, OIS, 4K-Video mit 60 fps
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Weitwinkel: 13 Mpx, f/2,2, 120°
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Weitwinkel: 12 Mpx, f/2,2, 123°
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Teleobjektiv: 8 Mpx, f/2,4, OIS, 3-facher optischer Zoom
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Teleobjektiv: 10 Mpx, f/2,4, OIS, 3-facher optischer Zoom
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| Frontkamera |
10,7 Mpx, f/2,2, 4K-Video mit 30 fps
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4 Mpx, f/1,8 + 10 Mpx, f/2,4, 4K-Video mit 30 fps
|
| Chipsatz | Qualcomm Snapdragon 888, 8-Kern | Qualcomm Snapdragon 8+ Gen 1, 8-Kern |
| GPU | Adreno 660 | Adreno 670 |
| RAM | 8 GB (wurde auch mit 12 GB hergestellt) | 12 GB |
| Interner Speicher | 256 (wurde auch mit 512 GB hergestellt) GB | 256/512 GB |
| Betriebssystem | Android 12 | Android 12 |
| 5G-Netzunterstützung | ✕ | ✓ |
| Akku | 4 880 mAh | 4 400 mAh |
| Schnellladung / kabelloses Laden: 66 W / – |
Schnellladung / kabelloses Laden: 25 W / 15 W
|
|
| USB-C | ✓ (USB Type-C 3.1) | ✓ (USB Type-C 3.2) |
| 3,5mm jack | ✕ | ✕ |
| Schutzart | ✕ | IPX8 |
| Audio |
mono
|
stereo
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| Abmessungen (aufgeklappt) | 139,3 × 156,5 × 5,4 mm | 155,1 × 130,1 × 6,3 mm |
| Gewicht | 255 g | 254 g |
Das Huawei Mate Xs 2 war kein günstiges Telefon. Sein Preis betrug fast 2 Tausend Euro. Es war immer noch ein Mobiltelefon mit einer ungewöhnlichen Konstruktion und gleichzeitig mit fortschrittlicher Ausstattung. Die Verfügbarkeit des Huawei Mate Xs 2 war günstig, man konnte es bereits kaufen. Es war mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher erhältlich.
Das Huawei Mate Xs 2 war ein weiteres von nicht wenigen faltbaren oder klappbaren Telefonen. Es wurde noch vor den koreanischen Z Fold4 oder Z Flip4 vorgestellt, kam aber ungefähr zur gleichen Zeit in den Verkauf. Es öffnete sich nach außen, was der Hauptunterschied zu seiner größten Konkurrenz war. Es unterschied sich aber auch in der Ausstattung, die oft hinterherhinkte. Zudem war es teurer. Die Neuheit hatte es definitiv nicht leicht.
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