Günstige Pakete aus China, Schutzgläser für ein paar Euro, Kabel mit kostenlosem Versand oder Kleinigkeiten für den Haushalt zum Preis eines Kaffees. Für viele Kunden waren Einkäufe auf asiatischen Marktplätzen eine gewohnte Routine. Bis vor kurzem hatten sie einen großen Vorteil: einen Preis, der sich trotz der Wartezeit auf die Sendung lohnte. Ab dem 1. Juli 2026 gilt diese Mathematik jedoch nicht mehr. Die Europäische Union führt nämlich einen neuen Zoll auf Sendungen aus China und anderen Nicht-EU-Ländern ein, der auch die kleinsten Bestellungen betreffen wird. Was sich genau ändert, wie viel Sie neu dazuzahlen werden und warum es sich lohnt, sich auch anderswo umzusehen, lesen Sie in unserem Artikel.

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Ab dem 1. Juli 2026 wird auf Sendungen mit geringem Wert, die aus Nicht-EU-Ländern eingeführt werden und einen Wert von bis zu 150 Euro haben, ein fester Zoll von 3 Euro für jede Tarifposition der Ware erhoben.
Bisher galt eine einfache Regel: Wenn der Wert der Sendung aus dem Ausland 150 Euro nicht überstieg, wurde kein Zoll fällig. Bei kleinen Importsendungen ging es hauptsächlich um die Mehrwertsteuer (MwSt.), die große Marktplätze oft schon beim Kauf erhoben haben. Gerade wegen des fehlenden Zolls lohnte es sich, Kleinigkeiten bei Temu, Shein oder AliExpress zu bestellen. Ein Paket für ein paar Euro mit kostenlosem Versand war eine völlig normale Sache. Diese Ära endet nun endgültig.
Die Europäische Union hebt ab dem 1. Juli 2026 die bisherige Ausnahme auf und führt einen pauschalen Zoll in Höhe von 3 Euro auf jede Tarifposition in der Sendung ein. Eine Tarifposition bedeutet nicht automatisch jedes einzelne Warenstück, sondern eine unterschiedliche Warenart je nach zolltariflicher Einreihung. Bei einem Artikel für 1 oder 2 Euro kann der neue Zoll somit den Großteil des Endpreises ausmachen.
Die Mehrwertsteuer wird bei kleinen Sendungen aus Nicht-EU-Ländern schon heute fällig – bei großen Online-Marktplätzen wird sie bei Sendungen bis 150 Euro oft schon beim Kauf erhoben, bei anderen Verkäufern kann sie bei der Einfuhr durch den Spediteur oder Zollanmelder abgewickelt werden. Der neue Zoll bedeutet daher nicht die Einführung der Mehrwertsteuer, sondern zusätzliche Kosten. Da die Einfuhrumsatzsteuer auf einer Grundlage berechnet wird, die in der Regel auch den Zoll umfasst, kann der 3-Euro-Zoll gleichzeitig auch den endgültigen Mehrwertsteuerbetrag leicht erhöhen.
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Der neue Zoll gilt für Sendungen mit geringem Wert, die ab dem 1. Juli 2026 in die EU eingeführt werden. Bei Bestellungen, die kurz vor diesem Datum getätigt wurden, kann es daher darauf ankommen, wann die Sendung in der Europäischen Union in das Zollverfahren übergeht.
Der Grund für die Einführung des neuen Zolls ist laut der Europäischen Kommission vor allem der enorme Anstieg der Zahl von Kleinsendungen aus Asien. Über vier Milliarden davon erreichen jährlich die EU, die absolute Mehrheit aus China. Ziel ist es, die Bedingungen gegenüber europäischen Händlern anzugleichen und die Einfuhr von Waren einzudämmen, die oft nicht den europäischen Sicherheits- und Umweltstandards entsprechen.
Damit Sie sich vorstellen können, wie sich der Einkauf tatsächlich verändern wird, reicht ein einfaches Beispiel. Angenommen, Sie möchten ein Schutzglas für das Handy, eine Küchendose und einen Auto-Organizer bestellen, also drei verschiedene Artikel aus unterschiedlichen Kategorien im Wert von etwa 8 Euro.
Bis zum 30. Juni 2026 fiel bei einem solchen Einkauf unter 150 Euro kein Zoll an. Die Mehrwertsteuer bei kleinen Importsendungen wird bereits seit 2021 gezahlt – bei großen Marktplätzen ist sie oft schon beim Kauf inbegriffen, bei anderen Verkäufern kann sie bei der Einfuhr durch den Spediteur oder Zollanmelder erhoben werden. Ab dem 1. Juli wird jedoch für jede unterschiedliche Tarifposition ein Zoll von 3 Euro aufgeschlagen. Bei drei verschiedenen Warenkategorien können sich der neue Zoll und die damit verbundene Erhöhung der Mehrwertsteuer auf mehr als 10 Euro belaufen, also durchaus über den eigentlichen Kaufpreis hinaus. Aus dem Paket, das Sie früher mit seinem niedrigen Preis erfreut hat, wird plötzlich eine Bestellung, die dem Geldbeutel eher wehtut, und obendrein müssen Sie sich noch mit dem Zollverfahren herumschlagen.
Die folgende Tabelle zeigt, wie sich nach der Einführung des neuen Zolls die Preisvorteile beim Einkauf auf asiatischen Marktplätzen im Vergleich zum Einkauf bei einem deutschen Onlineshop verändern.
| Kategorie | Typisches Sortiment | Ursprünglicher Preis aus China | Neuer Preis aus China ab 1. 7.* | Preis bei uns** |
|---|---|---|---|---|
| IT & Elektro | Schutzglas fürs Handy | 1,40 € | ca. 5,20 € | 5,99–7,99 € |
| IT & Elektro | USB-Ladekabel | 2,00 € | ca. 6,00 € | 5,19–9,59 € |
| Haushalt | Küchenorganizer, Dosen | 3,60 € | ca. 8,00 € | 5,99–9,99 € |
| Haushalt | LED-Glühbirnen | 1,60 € | ca. 5,60 € | 2,79–4,79 € |
| Garten & Hobby | Handwerkzeuge (Schraubendreher) | 4,00 € | ca. 8,60 € | 5,99–11,99 € |
| Büro | Batterien (AA/AAA) | 2,40 € | ca. 6,60 € | 4,79 € (10er-Set) |
| Auto-Moto | Handyhalterung fürs Auto | 3,20 € | ca. 7,60 € | 5,99–11,99 € |
| Auto-Moto | Reifendruckmesser | 2,40 € | ca. 6,60 € | 3,99–7,59 € |
*Die angegebenen Preise sind Modellpreise und dienen der Orientierung. Sie basieren auf durchschnittlichen Marktpreisen im Mai 2026 und der Kalkulation des neuen pauschalen Zolls gemäß den neuen EU-Vorschriften. **Durchschnittspreise in den jeweiligen Kategorien für die günstigsten Artikel in unserem Onlineshop zum 16. 6. 2026.
Wie man sieht, verschwindet der Preisunterschied zwischen einem asiatischen Marktplatz und einem deutschen Onlineshop in vielen Kategorien praktisch, und das sogar noch ohne Berücksichtigung des Reklamationsrisikos, der längeren Lieferzeit oder der Unsicherheit rund um das Zollverfahren.
Der Preis ist nicht das einzige Kriterium, nach dem es sich lohnt, Kleinwaren zu beurteilen. Bei günstigen Produkten aus ungeprüften Quellen kann das Problem auch in der Qualität, Sicherheit und gesundheitlichen Unbedenklichkeit liegen. Das bedeutet nicht, dass jedes Produkt von einem asiatischen Marktplatz automatisch schlecht sein muss. Das Risiko ist jedoch höher, da der Kunde oft nicht weiß, wer der tatsächliche Hersteller ist, welche Normen das Produkt erfüllt und ob es die Kontrollen für den europäischen Markt durchlaufen hat.
Bei Küchendosen, Organizern, Silikonformen, Kinderzubehör oder Haustierbedarf ist es wichtig, aus welchem Material sie hergestellt sind. Produkte, die für den europäischen Markt bestimmt sind, müssen die Anforderungen an gesundheitliche Unbedenklichkeit, chemische Stoffe und den sicheren Kontakt mit Lebensmitteln erfüllen. Bei Produkten von ungeprüften Marktplätzen hat der Kunde jedoch oft keine Gewissheit, ob die Anforderungen der europäischen Chemikaliengesetzgebung, einschließlich der REACH-Verordnung, tatsächlich erfüllt wurden. Bei ungeprüften Produkten kann das Problem beispielsweise in der Verwendung von minderwertigen Kunststoffen, Weichmachern oder Materialien liegen, die nicht für den langfristigen Kontakt mit Lebensmitteln geeignet sind. Bei Haushaltsprodukten lohnt es sich daher, nicht nur auf den Preis zu achten, sondern auch auf die Herkunft, die Kennzeichnung und den Verwendungszweck des Produkts.
Bei Ladegeräten, USB-Kabeln, Adaptern, LED-Glühbirnen oder Auto-Moto-Elektronik kann ein niedriger Preis Kompromisse bei der Konstruktion und dem Schutz bedeuten. Ein minderwertiges Kabel hält möglicherweise nicht dem deklarierten Strom stand, einem billigen Adapter fehlt unter Umständen ein zuverlässiger Überhitzungsschutz und bei Autozubehör kann auch die Stabilität im Bordnetz ein Problem sein. In der Praxis bedeutet dies ein reales Risiko für Kurzschlüsse, Überhitzung oder Beschädigung des Telefons. Die CE-Kennzeichnung ist nicht nur ein Aufkleber auf der Verpackung, sondern eine Erklärung des Herstellers, dass das Produkt die entsprechenden Anforderungen der europäischen Gesetzgebung erfüllt. Bei Waren von ungeprüften Marktplätzen kann es jedoch schwierig sein zu überprüfen, ob die Kennzeichnung gerechtfertigt ist, ob sie sich genau auf das jeweilige Produkt bezieht und ob das Produkt tatsächlich den Anforderungen für eine sichere Nutzung auf dem europäischen Markt entspricht.
Bei günstigem Werkzeug, Handyhalterungen fürs Auto, Organizern oder Bürobedarf zeigt sich der Unterschied oft erst bei der Nutzung. Ein Schraubendreher aus einer weichen Legierung kann sich verbiegen oder die Schraube überdrehen. Eine Kunststoff-Handyhalterung kann im Sommer im heißen Auto spröde werden. Günstiger Bürobedarf kann eine geringe Lebensdauer und eine schlechtere Verarbeitung aufweisen. Ein auf den ersten Blick ähnliches Produkt bietet somit möglicherweise nicht denselben Nutzwert. Wenn ein Produkt nur wenige Anwendungen übersteht, kann der resultierende Preis pro Nutzung in Wirklichkeit höher sein als bei einer qualitativ hochwertigeren Alternative.
Nach der Einführung des neuen Zolls verringert sich der Unterschied zwischen einem Einkauf in Asien und einem Einkauf bei einem geprüften deutschen Onlineshop spürbar. Hier sind fünf Gründe, warum es sich mehr denn je lohnt, bei uns einzukaufen.
Nach dem 1. Juli 2026 ist der Kauf von Kleinigkeiten auf asiatischen Marktplätzen kein automatischer Gewinn mehr. Der Zoll aus China und anderen Nicht-EU-Ländern wird fast jede Bestellung verteuern, und mit dem höheren Preis gehen zudem die gleichen Risiken einher wie zuvor, wie ungewisse Qualität, schwer nachprüfbare Kennzeichnung und komplizierte Reklamationen. Zeit, Gesundheit, Elektronik und nun auch Geld zu riskieren, lohnt sich einfach nicht mehr. Hochwertige und erschwingliche Alternativen finden Sie bequem bei uns.