• Autor: Filip Němec
Laut einem bekannten Insider wird sie sowohl Raytracing als auch Pathtracing beherrschen.
Illustrationsbild Quelle: Reddit (Fan-Konzept)
Wieder einmal hat sich der bekannte Technik-Insider zu Wort gemeldet, der unter dem Pseudonym KeplerL2 auftritt und in der Community vor allem für seine präzisen Leaks bezüglich AMD-Hardware bekannt ist. Im Forum NeoGAF erläuterte er das Leistungsprofil des kommenden Handhelds von Sony und verglich es mit den aktuellen Konsolen.
Seinen Quellen zufolge ist der Grafikkern des kommenden Handhelds, der derzeit noch den Spitznamen PS Vita 2 oder PlayStation 6 Handheld trägt, im Bereich der Rasterisierung „ein kleines Stück voraus“ gegenüber der Xbox Series S. Dies allein ist ein beachtliches Ergebnis für eine tragbare Konsole. Denn obwohl die Series S die schwächste „große“ Konsole der aktuellen Generation ist, handelt es sich dennoch um ein vollwertiges Gaming-Gerät, das Bilder für große Fernseher generiert und nicht nur für das kleine Display eines Handhelds, auf dem so manches Detail kaschiert werden kann.
Doch der wirklich große Unterschied soll sich erst bei den modernen Technologien zeigen, insbesondere im Bereich der Beleuchtung. Im Falle von Raytracing und Pathtracing wird der Sony-Handheld laut dem Insider „massiv voraus“ gegenüber der bereits erwähnten Xbox Series S sein.
Der Vollständigkeit halber fügen wir hinzu, dass die Xbox Series S trotz ihres schwächeren Grafikchips zwar hardwarebeschleunigtes Raytracing beherrscht, jedoch nur in begrenztem Umfang und nur bei ausgewählten Titeln. Pathtracing wird von der Xbox Series S überhaupt nicht unterstützt.
Es ist daher interessant, dass der Insider explizit auch Pathtracing erwähnt, welches extrem leistungsintensiv ist und für die meisten PC-Spieler heute noch unerreichbar bleibt (Nvidia-Karten unterstützen Pathtracing vollständig ab der 40er-Serie aufwärts, in begrenztem Maße schaffen es auch Karten wie die 3080 Ti oder 3090). Der entscheidende Unterschied soll im Falle der PS Vita 2 und auch der PlayStation 6 jedoch durch Sonys eigenen Upscaler gemacht werden.
PSSR, so der Name der Sony-eigenen Lösung für das Upscaling von Bildern, wird laut dem Insider deutlich besser sein als der Upscaler, den beispielsweise die Switch 2 verwendet, namentlich DLSS 2 oder eine noch schwächere Version, die als DLSS Lite bezeichnet wird. Die Vita 2 soll PSSR der dritten Generation nutzen, welches auf AMD FSR 5 basieren dürfte, wobei PSSR 3 laut dem Insider besser sein soll als das aktuelle DLSS 4.5 von Nvidia. Sollte sich dies bestätigen, könnte dieser Handheld trotz einer auf dem Papier geringeren Rohleistung eine Grafikausgabe bieten, die überraschend nah an das herankommt, was heute vollwertige stationäre Konsolen leisten.
Illustrationsbilder, Quelle: Reddit (Fan-Konzept)
Fans überbieten sich bereits mit Entwürfen, wie der neue Handheld aussehen könnte, und greifen dabei in ihren Designs ganz logisch auf das PS Portal zurück.
Frühere Spekulationen besagen nämlich, dass der PS6-Handheld auch auf einen möglichst niedrigen Energieverbrauch abzielt, was sich in einem relativ schwachen Prozessor widerspiegeln dürfte. Dies belegen auch die neuesten Aussagen des Insiders, wonach das Gerät nicht als klassisches „Powerhouse“ bezeichnet werden kann, dennoch soll es mehr Leistung bieten als etwa der ROG Xbox Ally X, welcher aktuell zu den leistungsstärksten PC-Handhelds gehört. Ähnlich wie der ROG Xbox Ally X oder die erwähnte Switch 2 soll er zudem den neuesten Spekulationen zufolge dockbar sein und könnte somit auch als stationäre Konsole dienen, die an einen Fernseher angeschlossen wird.
Das Magazin Insider Gaming fasst in seinem Artikel die neuesten Hintergrundinformationen dieses Insiders sowie weiterer Quellen bezüglich der Gesamtleistung und der einzelnen Komponenten für die „PS Vita 2“ zusammen:
Nach den neuesten Informationen des Insiders Moore's Law is Dead ist die Produktion derzeit für Mitte 2027 geplant, wobei der Handheld Ende 2027 oder Anfang des darauffolgenden Jahres erscheinen könnte. Anfang Februar meldete KeplerL2 zudem, dass die PS Vita 2 über 24 GB RAM vom Typ LPDDR5X verfügen wird.
Nur einen Tag zuvor veröffentlichte KeplerL2 die Information, dass die PlayStation 6 mit lediglich einer 1-TB-SSD-Festplatte auf den Markt kommen wird, was eine Folge von Sonys Bemühungen um möglichst niedrige Produktionskosten sein soll. Diese belaufen sich laut dem Insider aktuell auf etwa 760 Dollar, während Sony die Konsole für 699 Dollar verkaufen möchte, was in Deutschland voraussichtlich einem Preis von rund 699 € entsprechen wird (inkl. MwSt.). Laut dem Insider dürfte dies jedoch kein allzu großes Problem darstellen, da die PS6 die Technologie der neuralen Texturkompression nutzen soll, sodass die PS6-Spiele letztlich sogar kleiner sein könnten als jene für die PS5. Detailliert widmen wir uns der PlayStation 6 im Artikel PlayStation 6 – Alles, was Sie wissen müssen.
• Quelle: neogaf.com, insider-gaming.com, insider-gaming.com
Das könnte Sie auch interessieren