Die Rasenpflege im Herbst ist genauso wichtig wie während des restlichen Jahres. Im Herbst empfiehlt es sich, den Rasen zu regenerieren, zu belüften, bei Bedarf mit Rasensamen nachzusäen, ausreichend zu bewässern, eine Herbstdüngung durchzuführen und den Rasen so gut auf den Winter vorzubereiten. Für eine hochwertige Pflege und Instandhaltung des Rasens ist es praktisch, in der Garage oder im Gartenhaus einen Rasenmäher, eine Rasenschere für schwer zugängliche Stellen, Rechen oder einen Laubbläser, die gute alte Gießkanne oder ein komplettes Bewässerungssystem zur Hand zu haben. Auch Pumpen können bei der Gartenpflege eine wichtige Rolle spielen: Eine Regenfasspumpe erleichtert beispielsweise die Nutzung von gesammeltem Regenwasser, während eine geeignete Garten- oder Brunnenpumpe größere Bewässerungsaufgaben übernehmen kann. Dank unseres Artikels erfahren Sie, wie Sie Ihren Rasen im Herbst pflegen, welche Regeln für die Herbstdüngung gelten, wie Sie Wasserpumpen sinnvoll in die Gartenbewässerung einbeziehen und wann Sie den Rasen vor dem Winter zum letzten Mal mähen sollten.
Der Herbstanfang ist der ideale Zeitpunkt für die Gestaltung und Ausbesserung des Gartengeländes. Bei der normalen Rasenpflege und beim Mähen entstehen im Laufe des Jahres zahlreiche Unebenheiten, Hügel, Mulden oder andere unschöne Vertiefungen. Im Herbst können Sie alles einfach ausbessern und das Gelände wieder in seine ursprüngliche Form bringen. Unebenheiten, Mulden und Löcher bearbeiten Sie mit einem Spaten oder einer kleineren Schaufel und füllen sie mit Humus oder hochwertiger Erde auf. Bleibt nach stärkeren Niederschlägen Wasser in Senken stehen, sollten Sie zusätzlich prüfen, ob das Gelände ausreichend entwässert. Eine Garten- oder Tauchpumpe kann angesammeltes Wasser bei Bedarf abpumpen, ersetzt jedoch keine dauerhafte Korrektur von Gefälle oder Bodenstruktur.
Das Zusammenrechen von herabgefallenem Laub gehört zu den häufigsten Arbeiten im Herbst. Durch die herbstliche Feuchtigkeit und den morgendlichen Tau wird abgefallenes Laub zu einem Nährboden für die Entwicklung verschiedener Schimmelpilze. Für die manuelle Laubentfernung auf einer kleinen Fläche reicht ein Rechen aus. Ist Ihr Garten größer, empfehlen sich Laubbläser oder Laubsauger, die das Laub in einem praktischen Fangsack sammeln. Das herabgefallene Laub können Sie in einen Komposter geben und so hochwertigen Dünger für das nächste Jahr herstellen. Auch das Einsammeln von heruntergefallenem Herbstobst vom Rasen ist sehr wichtig. Das Obst beginnt zu faulen, was verschiedene Schädlinge anlocken oder die Entstehung von Schimmel auf dem Rasen begünstigen kann. Nutzen Sie Regenwasser aus einem Fass oder einer Zisterne, sollten Sie außerdem Laub und groben Schmutz aus dem Wasser fernhalten, damit Ansaugöffnungen und Filter einer Regenfass- oder Gartenpumpe nicht unnötig verstopfen.
Der Rasen muss regelmäßig mit einem geeigneten Rasenmäher gemäht werden, damit er gut gedeiht und dicht bleibt. Im Herbst genügt es, den Rasen ungefähr einmal pro Woche zu mähen. Planen Sie den letzten Schnitt gegen Ende Oktober und mähen Sie den Rasen auf etwa 3 Zentimeter. Während des Winters wächst das Gras nicht mehr weiter, dennoch sollten Sie den Rasen nicht unnötig lang stehen lassen, damit sich Schimmel nicht leichter ausbreiten kann. Wenn Sie den Rasen über eine Pumpe und ein Bewässerungssystem versorgen, reduzieren Sie die Bewässerung mit sinkenden Temperaturen entsprechend und vermeiden Sie unmittelbar vor dem Mähen stark vernässte Flächen.
Das Vertikutieren des Rasens ist für sein gesundes Wachstum sehr vorteilhaft. Doch was bedeutet Vertikutieren überhaupt? Im Grunde handelt es sich um ein Anritzen des Rasens, um abgestorbenes Gras, Unkraut und Moos zu entfernen. Vertikutiert wird mit einem Vertikutierer. Für einen kleineren Garten reicht ein Vertikutierrechen. Bei größeren Gärten lohnt sich die Investition in ein Vertikutiergerät. Ebenso wie im Herbst wird der Rasen auch im Frühjahr vertikutiert, was für eine leichtere Regeneration und ein kräftiges Wachstum des Frühlingsrasens wichtig ist. Nach dem Vertikutieren benötigt der Rasen je nach Witterung ausreichend Feuchtigkeit; gesammeltes Regenwasser lässt sich dabei komfortabel mit einer Regenfasspumpe oder einer anderen geeigneten Gartenpumpe zur Bewässerung nutzen.
Die Nachsaat des Rasens im Herbst ist aufgrund der hohen Feuchtigkeit und der weiterhin günstigen Tages- und Nachttemperaturen ideal. Neu ausgesäter Rasen kann dadurch einfach und schnell anwachsen. Säen Sie besonders die Stellen nach, die während der sommerlichen Nutzung des Gartens stark beansprucht wurden. Für ein einheitliches Erscheinungsbild verwenden Sie am besten die Rasensamen, die bereits auf der Fläche ausgesät wurden. Die frisch eingesäten Bereiche müssen gleichmäßig feucht gehalten werden; eine Regenfasspumpe kann dabei helfen, gesammeltes Regenwasser gezielt und komfortabel für die Bewässerung zu verwenden.
Wählen Sie den Herbstdünger für Ihren Rasen sehr sorgfältig aus. Auf dem Markt gibt es stickstoffhaltige Rasendünger, die für die Düngung des Rasens im Frühjahr und Sommer bestimmt sind. Der Stickstoff im Dünger fördert ein schnelleres Wachstum und eine kräftigere Farbe. Diese Art von Dünger ist für die Rasendüngung im Herbst jedoch nicht geeignet. Für die Herbstdüngung des Rasens sollten Sie einen Dünger verwenden, der reich an Kalium ist. Dadurch wird das Gras kräftiger, widerstandsfähiger und fester und übersteht den Winter leichter ohne Schäden. Muss der Dünger entsprechend den Herstellerangaben anschließend eingewässert werden, können Sie dafür ebenfalls Regenwasser verwenden, das Sie mit einer geeigneten Garten- oder Regenfasspumpe fördern.
Wasserpumpen für den Garten erleichtern die Bewässerung besonders dann, wenn Sie nicht ausschließlich Leitungswasser verwenden möchten. Für ein Regenfass eignet sich eine Regenfasspumpe, mit der gesammeltes Regenwasser bequem zu einem Schlauch, einer Brause oder einem Bewässerungssystem gefördert werden kann. Steht Wasser aus einem Brunnen oder einer Zisterne zur Verfügung, kommen je nach Tiefe, Förderhöhe und gewünschter Wassermenge geeignete Garten-, Tauch- oder Brunnenpumpen infrage. Entscheidend ist, dass die Pumpe zur jeweiligen Wasserquelle und zum angeschlossenen Bewässerungssystem passt.
Im Herbst lohnt es sich außerdem, die Pumpe auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Geräte und Leitungen, die nicht frostsicher installiert sind, sollten rechtzeitig entleert und entsprechend den Herstellerangaben eingelagert oder vor Frost geschützt werden. So vermeiden Sie, dass gefrierendes Restwasser Pumpe, Schlauch oder Anschlüsse beschädigt, und können die Technik im Frühjahr wieder problemlos für die Gartenbewässerung einsetzen.
Unterschätzen Sie die Bewässerung und das Gießen des Rasens auch im Herbst nicht. Besonders wenn Sie Rasen und Garten ausbessern, umgestalten, vertikutieren und neue Rasensamen aussäen, ist eine gründliche Bewässerung wichtig. Die Arbeit beim Gießen erleichtern Ihnen Bewässerungssysteme. In Kombination mit einer Regenfass-, Garten- oder Brunnenpumpe können solche Systeme auch Wasser aus geeigneten alternativen Wasserquellen im Garten nutzen. Stellen Sie die intensive Bewässerung Ende Oktober nach dem letzten Rasenschnitt ein und bereiten Sie nicht frostsicher installierte Pumpen und Leitungen rechtzeitig auf den Winter vor.
Ist alles ausgebessert, repariert, belüftet, geharkt, ausgesät, gedüngt, bewässert und gemäht? Dann beginnt die Ruhephase für Ihren Rasen und auch für Sie. Sie haben den Rasen so gut wie möglich auf die Winterruhe vorbereitet. Die Belohnung in Form eines gesunden und dichten Rasens genießen Sie im Frühjahr. Vergessen Sie dabei auch die Bewässerungstechnik nicht: Leeren Sie bei Bedarf Regenfass-, Garten- oder Brunnenpumpen sowie frostgefährdete Schläuche und lagern Sie die Geräte gemäß den Herstellerangaben ein.
Zur regelmäßigen Rasenpflege gehören nicht nur die richtige Bewässerung und bei Bedarf der sinnvolle Einsatz einer Garten-, Regenfass- oder Brunnenpumpe, sondern auch die Herbstdüngung des Rasens, das Vertikutieren und weitere notwendige Schritte, dank derer Ihr Rasen die langen Wintermonate übersteht und Sie im Frühjahr mit dichtem, kräftigem Gras belohnt.
Hinweis: Dieser Artikel stammt ursprünglich aus dem Jahr 2024 und wurde überarbeitet und aktualisiert.