Einige Druckfäden, technisch als Filamente bezeichnet, haben die Fähigkeit, Feuchtigkeit aus der Luft aufzunehmen. Diese Eigenschaft wird als Hygroskopie bezeichnet. Wenn ein solches befeuchtetes Filament durch die heiße Düse eines Druckers läuft, verwandelt sich das darin enthaltene Wasser in Dampf. Dadurch bilden sich kleine Bläschen im gedruckten Material und die Glätte des Drucks wird beeinträchtigt. Die Folge ist eine schlechte Druckqualität, die sich z. B. in einer rauen Oberfläche, Ungenauigkeiten oder der so genannten "Welligkeit" äußert, bei der der Drucker dünne Kunststoffstränge dort hinterlässt, wo sie nicht hingehören. Gleichzeitig verringert sich die mechanische Festigkeit des Modells, weil die Schichten weniger gut aneinander haften. Außerdem ist während des Drucks ein Knacken oder Zischen aus der Düse zu hören, und in extremen Fällen kann Feuchtigkeit zu einer Verstopfung der Düsen führen. Eine Drybox ist ein Gerät zur Lagerung von Filament in einer Umgebung mit niedriger Luftfeuchtigkeit. Es handelt sich im Wesentlichen um einen verschließbaren Kasten, der den Zugang zu feuchter Umgebungsluft verhindert. Im Inneren befindet sich in der Regel ein Feuchtigkeitsabsorber, in der Regel Silikagel, der die innere Umgebung trocken hält. Die Trockenbox wird daher nicht nur zur vorsorglichen Lagerung neuer Filamentspulen verwendet, sondern auch zum Trocknen von Material, das bereits Feuchtigkeit aufgenommen hat. Einige Materialien wie PETG, Nylon oder TPU reagieren empfindlicher auf Feuchtigkeit als andere, aber selbst bei dem häufig verwendeten PLA sorgt eine trockene Lagerung für stabilere und vorhersehbare Druckergebnisse.