• Autor: Abram Svoboda
Auf die Apple Watch Ultra 4 musste man seit der Premiere der Ultra 3 ein Jahr warten – Apple hat sie schließlich am 9. September 2026 auf der traditionellen Herbst-Keynote vorgestellt. Den ersten Spezifikationen zufolge handelt es sich nicht um eine Designrevolution, sondern um eine Verfeinerung der Details: einen neueren S11 Chip, präzisere Herzfrequenzsensoren, zweieinhalb Tage Laufzeit mit einer Ladung und neue KI-Funktionen wie Readiness und Audio Intelligence.
Auf seinem diesjährigen Herbstevent hat Apple neben dem neuen iPhone 18 Pro auch die vierte Generation seiner Flaggschiff-Smartwatch vorgestellt. Die Apple Watch Ultra 4 folgt auf die letztjährige Ultra 3, die Satellitenkommunikation, 5G und einen Sleep Score erhalten hat. Die diesjährige Generation setzt auf vorsichtige evolutionäre Schritte – im Vergleich zur Ultra 3 ändert sich auf dem Papier nicht besonders viel, der wichtigste Fortschritt liegt bei den präziseren Sensoren, der längeren Laufzeit und den neuen KI-Funktionen. Sehen wir uns an, worauf Apple dabei setzt.
Das Erscheinungsbild der Ultra 4 bleibt praktisch unverändert. Apple hat für die Ultra-Reihe ein charakteristisches Design etabliert – ein 49-mm-Gehäuse aus Grade-5-Titan, die markante seitliche Actiontaste und die Digital Crown mit Schutzrahmen – und führt diesen Ansatz auch in diesem Jahr fort. Abmessungen und Gewicht sind im Wesentlichen identisch mit der Ultra 3.
Apple bleibt bei Titan in Luftfahrtqualität mit einem nach IP6X gegen Staub geschützten Gehäuse und einer Wasserdichtigkeit bis 100 Meter. Die Vorderseite wird durch flaches Saphirglas geschützt, was bei den Flaggschiffmodellen der Apple Watch Standard ist. Bei den Gehäusefarben bleiben drei Varianten: Titan Natur, Titan Schwarz und Titan Blau. Apple teilt die Armbänder erneut in drei Kategorien ein – Trail Loop für den Alltag, Alpine Loop zum Bergsteigen und für Outdoor-Aktivitäten sowie Ocean Armband zum Tauchen und für Wassersport. Jedes ist in mehreren Farbvarianten erhältlich.
Das Display der Ultra 4 behält die Parameter der Ultra 3 bei, die Apple im vergangenen Jahr als bedeutendes Upgrade vorgestellt hat – LTPO OLED mit einer Spitzenhelligkeit von 3.000 Nits und einer Always-On-Bildwiederholrate von 1 Hz. Für alle, die die Ultra 3 nicht verfolgt haben: Eine Bildwiederholrate von 1 Hz bedeutet, dass die Uhr auch im Always-On-Modus einen Sekundenzeiger anzeigen kann, da das Display jede Sekunde aktualisiert werden kann, ohne den Stromverbrauch wesentlich zu erhöhen.
Die aktive Displayfläche bleibt unverändert und ist damit rund 24 % größer als bei einer standardmäßigen Apple Watch Series. Die Unterstützung der Wide-Angle-OLED-Technologie sorgt auch bei einem spitzen Betrachtungswinkel für gute Ablesbarkeit – bei Sportuhren, auf die Sie beim Laufen oder Klettern häufig aus einem anderen Winkel als direkt von vorn schauen, ist das durchaus sinnvoll.
In der Apple Watch Ultra 4 arbeitet der neue Apple S11 Chip. Gegenüber dem S10 der Ultra 3 soll er eine etwa 10–15 % höhere CPU-Leistung und eine bessere Energieeffizienz bieten, was sich insbesondere auf die Akkulaufzeit auswirken dürfte. Die Neural Engine wurde für neue KI-Funktionen in watchOS 27 aufgerüstet – insbesondere für Apple Intelligence, das Apple auf der Keynote vorgestellt hat.
Als Software kommt watchOS 27 zum Einsatz und bringt mehrere Neuerungen:
Der Speicher bleibt bei 64 GB, was ausreichend Platz für Offline-Musik, Podcasts und Apple-Music-Playlists bietet.
Wo Apple bei der Ultra 4 deutlich nachgebessert hat, sind die Gesundheitssensoren. Apple erklärte auf der Keynote, es handle sich um die „präziseste Herzfrequenzmessung unter Wearables" – der überarbeitete optische Sensor kombiniert vier Dioden mit acht Fotodetektoren und soll Bewegungsartefakte (Laufen auf unebenem Untergrund, Radfahren) ebenso besser bewältigen wie dunklere Hauttöne.
Die wichtigsten Gesundheitsfunktionen der Ultra 4:
Das Blutdruck-Monitoring, über das vor der Keynote spekuliert wurde, hat Apple bei der Ultra 4 nicht eingeführt – vermutlich aus regulatorischen Gründen (FDA, EU MDR). Leaks zufolge soll es erst mit der Ultra 5 oder einem Upgrade auf watchOS 28 kommen.
Die Akkulaufzeit ist eines der wichtigsten Argumente für die Ultra 4. Apple gibt an:
Das ist gegenüber der Ultra 3 ein deutlicher Schritt und bringt die Apple Watch Ultra tatsächlich in die Zone „einmal am Wochenende laden". Für Sportuhren, die für Bergtouren oder Wochenendsport gekauft werden, sind 60 Stunden wirklich gut. Die Konkurrenz von Garmin bietet zwar eine noch längere Laufzeit (die Fenix 8 schafft eine Woche), doch Apple ist hier deutlich näher herangerückt.
Beim Laden bietet die Ultra 4 Fast Charge – von 0 auf 80 % in etwa 45 Minuten über das neue magnetische USB-C-Ladekabel im Lieferumfang. Laut Apple ist das Laden damit um 20 % schneller als bei der Ultra 3.
Bei der Konnektivität bleibt die Ultra 4 auf dem Niveau der Ultra 3 und bietet:
Die Satellitenkommunikation ist eine der interessantesten Funktionen – Apple hat sie erstmals bei den iPhones eingeführt und nun auch auf die Ultra-Smartwatches ausgeweitet. Grundlegende SOS- und Textnachrichten funktionieren außerhalb der Netzabdeckung, was bei Bergtouren und Bootsausflügen enorm sinnvoll ist. Die Unterstützung kann je nach Markt variieren, Apple weitet sie jedoch schrittweise auf europäische Märkte aus.
| Parameter | Apple Watch Ultra 4 |
|---|---|
| Display | 1,92" LTPO OLED, Always-On 1 Hz |
| Spitzenhelligkeit 3.000 Nits | |
| Flaches Saphirglas, Wide Angle OLED | |
| Gehäuse | 49 mm, Grade-5-Titan |
| Farbvarianten | Titan Natur, Titan Schwarz, Titan Blau |
| Prozessor | Apple S11 (neuere Generation) |
| Speicher | 64 GB |
| Akku | Normale Nutzung: bis zu 60 Stunden |
| Max Extended Workout: bis zu 45 Stunden | |
| Stromsparmodus: bis zu 96 Stunden | |
| Laden | Fast Charge (0–80 % in ca. 45 Min.), magnetisches USB-C-Kabel |
| Gesundheitssensoren | Optische Herzfrequenzmessung (4 Dioden, 8 Fotodetektoren) |
| EKG einschließlich Arrhythmie-Erkennung | |
| SpO2 (Blutsauerstoff) | |
| Bluthochdruck-Mitteilungen | |
| Temperatursensor am Handgelenk | |
| Sturz- und Unfallerkennung | |
| Widerstandsfähigkeit | IP6X, wasserdicht bis 100 m (WR100) |
| Konnektivität | 5G, eSIM, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.4, UWB, NFC, Satelliten-SOS |
| GPS | Precision Dual-Frequency L1 + L5 |
| Software | watchOS 27 (Neuerungen: Readiness, Audio Intelligence, Workout Buddy) |
| Preis (weltweit) | ab 799 USD (umgerechnet ca. 899 €) |
Die Apple Watch Ultra 4 startet weltweit bei 799 USD und damit auf demselben Preisniveau wie die Ultra 3. Umgerechnet entspricht das etwa 899 €, wobei der tatsächliche deutsche Preis nach Steuern und regionaler Preisgestaltung üblicherweise etwas höher ausfallen kann – bei der vorherigen Generation Ultra 3 lag der entsprechende Preis bei umgerechnet etwa 899 € für die Basiskonfiguration, bei der Ultra 4 ist ein ähnliches Niveau zu erwarten.
Die Vorbestellungen hat Apple am 9. September 2026 (am Tag der Keynote) auf Apple.com gestartet. Die Verfügbarkeit im Einzelhandel ist für den 18. September 2026 geplant. Bei Alza sollte die Smartwatch in derselben Woche erscheinen – Apple verteilt seine Produkte in Europa traditionell zeitgleich an Partner und Alza ist seit Langem offizieller Apple-Händler.
Es ist zu erwarten, dass der Verkauf zwischen dem 18. und 20. September 2026 in folgenden Varianten startet:
Wir ergänzen das Angebot, sobald Apple die konkrete deutsche Preisliste bekannt gibt. Behalten Sie diesen Artikel im Auge – wir werden ihn aktualisieren.