Auf dem Markt gibt es mehrere Arten von Inhalatoren und manchmal ist es nicht einfach, sich zurechtzufinden. Bei der Auswahl sollte man sich nicht nur vom Preis leiten lassen, sondern mehrere wichtige Kriterien berücksichtigen. Welche Arten von Inhalatoren gibt es? Worauf ist bei der Auswahl zu achten? Was bedeuten die einzelnen Parameter? Wir helfen Ihnen bei der Auswahl des richtigen Inhalators.

Die Verneblungsleistung oder Vernebelungsleistung gibt die Geschwindigkeit an, mit der der Inhalator das Medikament in einen atembaren Nebel umwandeln kann. Je höher die Leistung, desto kürzer die Inhalationszeit. Dieser Wert wird in Milliliter pro Minute (ml/min) angegeben. Zum Beispiel eine Vernebelungsleistung von 0,5 ml/min bedeutet, dass der Inhalator pro Minute 0,5 ml des Arzneimittels in einen Nebel umwandelt. Die Leistung von handelsüblichen Inhalatoren liegt zwischen 0,25 und 2,25 Millilitern pro Minute. Die optimale Leistung liegt im Bereich von 0,2 -1 ml/min.
TIPP: Einige Inhalatoren haben eine einstellbare Vernebelungsleistung. Dann können Sie einen geeigneten Ausgangsluftdruck selbst einstellen.
Dieser Parameter spielt eine wichtige Rolle bei der gezielten Verabreichung des Medikaments an die verschiedenen Teile des Atemtrakts. Je kleiner die Partikel sind, desto tiefer und besser dringen sie in alle Winkel der Atemwege ein. Insbesondere bei Asthmatikern und bei der Behandlung der mittleren und unteren Atemwege sollten die Partikel kleiner als 5 Mikrometer sein. Größere Partikel (z. B. ca. 10 Mikrometer) sind für die Behandlung der oberen Atemwege besser geeignet. Die Partikelgröße wird häufig durch den MMAD (Mass Median Aerodynamic Diameter) angegeben, der die durchschnittliche Größe der erzeugten Partikel darstellt (z. B. 5µm). Auch die minimale und maximale Partikelgröße ist wichtig.
TIPP: Wenn Sie das Gerät für verschiedene Arten von Atemwegserkrankungen verwenden wollen, empfehlen wir Ihnen den Kauf eines Inhalators mit einstellbarer Partikelgröße. Dies ermöglicht eine gezielte Behandlung eines bestimmten Teils des Atmungssystems (oberer, mittlerer, unterer Teil).
Das Behälter-Volumen liegt meistens zwischen 7 cm3 und 12 cm3. Ein Volumen von 7 cm3 ist meistens völlig ausreichend. Wenn jedoch eine größere Dosis des Medikaments verabreicht wird, muss es in Teilen inhaliert werden. Bei Behältern mit einem Volumen von 10 cm3 oder 12 cm3 ist dies kein Problem. Mit einem großen Behälter kann man manchmal sogar zweimal nacheinander inhalieren, ohne dass das Medikament nachgefüllt werden muss.
Dieser Parameter mag unwichtig erscheinen, ist aber bei häufiger Nutzung wichtig. Die heutigen modernen Inhalationsgeräte zeichnen sich im Allgemeinen durch einen niedrigen Geräuschpegel, der zwischen 45 und 65 dB liegt, aus. Ultraschallinhalatoren arbeiten am leisesten. Man kann sie im Grunde nicht hören.
Zur vorbeugenden Inhalation oder zur Behandlung von Erkrankungen der oberen Atemwege kann man ein beliebiges Inhalationsgerät wählen. Das Gerät kann dann auch zur Inhalation von Mineralwasser (z. B. Vincentka) oder Kräutern, die eine entspannende Wirkung haben, verwendet werden. Häufig wird der Inhalator auf diese Weise zur Linderung von psychischen Problemen oder Schlaflosigkeit eingesetzt.
Wenn Sie ein Inhalationsgerät für schwerere oder chronische Atemwegserkrankungen benötigen, sollten Sie der Auswahl mehr Aufmerksamkeit widmen. Sie sollten sich dabei in erster Linie auf die Vernebelungsleistung und die Partikelgröße konzentrieren.
Der Inhalator ist ein sehr nützliches Gerät, das das Medikament in ein feines Aerosol (Nebel) auflöst. Bei der Inhalation gelangt das Medikament an die betroffene Stelle, wo es such dann wirken kann. Diese Art der Einnahme des Medikaments ist schnell, effektiv und belastet das Verdauungssystem nicht. Die Wirkung des Medikaments tritt fast sofort ein. Einige Inhalatoren sind jedoch nicht in der Lage, dichtere Medikamente zu verarbeiten, so dass Sie auch auf die Art der Medikamente, die Sie einnehmen´, achten müssen.
Wenn Sie den Inhalator vielseitiger einsetzen möchten, wählen Sie einen, der über entsprechendes Zubehör und Funktionen verfügt.
Inhalatoren für Kinder haben oft eine Tier-Form oder sind unterschiedlich gefärbt, so dass sie eher wie ein Spielzeug aussehen und das Kind keine Angst vor ihnen hat. Für kleine Babys eignen sich dann Inhalatoren mit einer entsprechenden Maske.
Ein Kinder-Inhalator muss natürlich alle Sicherheitsstandards erfüllen. Sie werden mit Niederspannung betrieben, und die Netzstromversorgung muss über eine eingebaute Sicherung verfügen. Wenn ein kleines, unruhiges Kind inhalieren soll, ist es ratsam, ein stabiles Tischgerät mit einem langen Schlauch zu wählen.
Einige Inhalatoren für Kinder können auch als Nasensauger verwendet werden. Diese Funktion ist besonders in den ersten Lebensjahren des Kindes nützlich, wenn es noch nicht schnäuzen kann. Die Beseitigung des Nasenschleims erleichtert dem Baby das Atmen und hilft, die Kur zu beschleunigen. Ein solcher Nasensauger ist völlig schmerzfrei und leistungsstark.
Die Inhalatoren sind in zwei Versionen erhältlich: es gibt Tisch- oder Taschen-Versionen. Wenn Sie viel auf Reisen oder unterwegs sind, ist ein Reiseinhalator sehr nützlich. Er ist leicht, einfach zu tragen und passt zusammengeklappt in die mitgelieferte Reisetasche. Er kann mit Batterien betrieben werden.
Dampfinhalatoren sind der älteste und einfachste Inhalator-Typ und werden heutzutage kaum noch zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Der Nebel wird durch Erhitzen des Körpers auf eine hohe Temperatur gebildet, wodurch Dampf entsteht. Sie sind für Lösungen aus ätherischen Ölen und Kräutertees gedacht, da die meisten Arzneimittel bei hohen Temperaturen ihre Wirkung verlieren. Diese Inhalatoren sind nützlich, um die Behandlung einer Erkältung oder eines Schnupfens zu beschleunigen. Sie werden häufig zur Reinigung und Befeuchtung der Haut verwendet.
Die Ultraschallinhalatoren erzeugen einen Nebel, indem sie das Medikament mit Hilfe von Ultraschallwellen in winzige Partikel zerlegen und ein kleiner Lüfter für den Luftstrom sorgt. Ihr Betrieb ist sehr leise, so dass sie auch nachts oder beim Filme schauen benutzt werden können. Sie bilden einen Nebel mit einer hohen Anzahl kleiner Partikel und sind daher auch für die Behandlung der unteren Atemwege geeignet. Dichtere Medikamente lassen sich in der Regel schlecht verarbeiten. Diese Inhalatoren eignen sich vor allem für die saisonale Inhalation während der Grippe- oder Pollensaison.
Die Kompressor-Inhalatoren sind sehr wirksam und haben eine lange Lebensdauer. Sie versprühen die Arzneimittellösung mit einer Düse, die an einen Kompressor angeschlossen ist. Sie sind in der Regel für die Personen geeignet, die häufig und über längere Zeiträume inhalieren. Sie sind in der Lage, auch dichtere Medikamente zu verarbeiten und haben eine hohe Zerstäubungsleistung. Sie sind etwas lauter und tendenziell größer als die Ultraschallinhalatoren. In der Regel ist bei diesem Inhalator-Typ der Anteil größerer Teilchen in dem Nebel höher.
Der Kinderinhalator wurde speziell für Kinder entwickelt und hat daher ein ansprechendes Design – zum Beispiel mit Tiermotiven, einer kleineren Maske und einem leisen Betrieb. Seine Verwendung ist auch für die kleinsten Patienten einfach und benutzerfreundlich, wobei der Schwerpunkt auf Sicherheit, Komfort und Motivation des Kindes zur Verwendung liegt. Einige Modelle ermöglichen sogar die Inhalation im Liegen und verfügen oft über spielerische Ausstattungsmerkmale, die die tägliche Therapie angenehmer machen.
Ein kompaktes und leichtes Modell, ideal für unterwegs, in der Handtasche oder für den Einsatz außerhalb des Hauses. Oft batterie- oder USB-betrieben. Dank seines geringen Gewichts und seiner einfachen Bedienung ist es sehr praktisch. Das Gerät eignet sich zur regelmäßigen Befeuchtung der Atemwege, beispielsweise bei Schnupfen, Erkältungen oder Reizungen durch trockene Luft oder Allergene. Einige tragbare Inhalatoren arbeiten zudem nahezu geräuschlos und ermöglichen die Inhalation auch bei Kindern oder auf Reisen.
Ein geeigneter Inhalator (vor allem ein Kompressor- oder ein leistungsstärkerer Ultraschallinhalator) ermöglicht die Inhalation von Mineralwasser wie Vincentka. Die heilende Wirkung von Vincentka hilft, die Atemwege zu befeuchten, Schleim zu lösen und die Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen der oberen Atemwege zu unterstützen. Allerdings sind nicht alle Geräte für Vincentka geeignet – es ist wichtig, die Empfehlungen des Herstellers zu beachten.
Inhalationsstäbchen sind kleine praktische Hilfsmittel, die eine Mischung aus Duftessenzen enthalten – meist natürliche ätherische Öle (z. B. Eukalyptus, Minze, Lavendel, Teebaum). Sie werden zum direkten Riechen in der Nähe der Nase verwendet. Dank ihres intensiven Duftes können sie bei Müdigkeit, verstopfter Nase oder in Zeiten erhöhter Erkältungsanfälligkeit zur Erfrischung beitragen. Sie sind kein Heilmittel, können aber eine angenehme Ergänzung zur täglichen Pflege für angenehmes Atmen sein.
Das Zubehör für Inhalatoren umfasst eine breite Palette von Accessoires, die die ordnungsgemäße Funktion des Geräts, den Komfort beim Inhalieren und die hygienische Verwendung für die ganze Familie gewährleisten. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Ersatzmasken, Schläuche und Verbindungsstücke, Verneblerkammern, Behälter für Arzneimittel oder Lösungen, Luftfilter, Nasenaufsätze, Mundstücke, Transport- und Aufbewahrungstaschen, Netzteile, USB-Kabel oder Batteriemodule. Die Auswahl des Zubehörs hängt vom jeweiligen Inhalatorentyp und den Bedürfnissen des Benutzers ab.
Bringen Sie die Maske oder das Mundstück an, setzen Sie sich aufrecht hin und atmen Sie langsam durch Nase oder Mund. Die Maske muss dicht anliegen. Vergewissern Sie sich, dass die Sprühkammer und die Schläuche sauber und richtig angeschlossen sind. Inhalieren Sie im Sitzen, in einer ruhigen Umgebung und ohne zu sprechen. Atmen Sie gleichmäßig und tief, spülen Sie nach Beendigung der Inhalation Ihren Mund aus und spülen Sie die Zubehörteile ab.
Meistens 1–3 Mal täglich, je nach Art der Lösung und Gesundheitszustand. Bei gewöhnlichen Salzlösungen reicht auch 1 Mal täglich. Befolgen Sie immer die Empfehlungen Ihres Arztes oder die Packungsbeilage.
Die Dauer der Inhalation beträgt in der Regel zwischen 5 und 15 Minuten – je nach Menge der Lösung und Empfehlung des Arztes. Beenden Sie die Inhalation, sobald die Lösung aufgebraucht ist oder wenn Ihnen die Inhalation unangenehm wird.
Am häufigsten werden physiologische Lösungen (0,9 % NaCl), Vincentka-Mineralwasser oder spezielle hypertonische Lösungen verwendet. Achten Sie bei Medikamenten immer auf die Kompatibilität mit dem Gerätetyp und befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes.
Bei Husten werden üblicherweise physiologische Kochsalzlösung, Vincentka-Mineralwasser oder vom Arzt verschriebene Medikamente verwendet. Überprüfen Sie immer, ob die gewählte Lösung für Ihren Inhalationstyp geeignet ist.
Bei Schnupfen eignet sich Vincentka oder eine physiologische Lösung ideal. Sie helfen, die Nasenschleimhaut zu befeuchten und die Nasennebenhöhlen zu befreien. Bei Kindern empfehlen wir die Verwendung eines Nasenaufsatzes oder einer kleineren Maske.
Für Asthmatiker eignen sich insbesondere Kompressor-Inhalatoren, mit denen auch spezifische Medikamente verabreicht werden können. Wichtig sind dabei die Genauigkeit der Dosierung, die Kompatibilität mit dem Medikament und eine einfache Wartung.
Ja, sie trägt dazu bei. Das betrifft vor allem Asthmatiker. Der Antrag an die Krankenkasse wird in der Regel vom Allergologen oder einem anderen Facharzt ausgefüllt.
Das Verfahren ist wie folgt: Der Arzt empfiehlt einen bestimmten Typ und stellt Ihnen einen Antrag für die Krankenkasse aus. Wenn der Vertrauensarzt der Krankenkasse Ihren Antrag als begründet bewertet, genehmigt die Krankenkasse Ihren Antrag. Sie bestellen dann den Inhalator bei einem Händler, der einen Vertrag mit Ihrer Krankenkasse hat. In der Regel wird er vollständig von der Krankenkasse übernommen.
Jede Krankenkasse kann etwas andere Bedingungen haben, daher sollten Sie sich bei Ihrer Krankenkasse über die Einzelheiten informieren.
Es wird nicht empfohlen, ätherische Öle zu Lösungen für die Inhalation mit einem Inhalator hinzuzufügen. Ätherische Öle können das Gerät beschädigen. Nur bei Dampfinhalatoren ist es möglich, ätherische Öle zum Wasser hinzuzufügen. Dennoch sollten Sie vorsichtig damit umgehen. Die Essenzen können bei empfindlichen Patienten oder kleinen Kindern die Atemwege reizen.
Nebulisator ist der Fachbegriff für einen Inhalator. Nebulisieren bedeutet zerstäuben. Die Inhalation wird manchmal auch als Nebulisierung bezeichnet.
Der Luftbefeuchter wird nur zur Befeuchtung der trockenen Raumluft verwendet, die die Atemwege reizen kann. Der Inhalator ist eine angenehme und wirksame Methode zur Verabreichung von Medikamenten oder unterstützenden Präparaten. Gleichzeitig kann er auch zur Vorbeugung von Atemwegserkrankungen eingesetzt werden.