Probieren Sie unsere Cookies Wir, die Firma Alza.cz a.s. verwenden Cookies, um die Funktionalität der Website sicherzustellen und mit Ihrer Zustimmung auch, um den Inhalt unserer Websites zu personalisieren und zu analysieren sowie zu Marketingzwecken, um unsere Werbung besser auf Ihre Interessen abzustimmen. Durch Klicken auf die Schaltfläche "Ich verstehe" stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu diesen Zwecken und der Übertragung von über diese Cookies ermittelten Nutzungsdaten dieser Website an unsere Partner für die Anzeige gezielter Werbung in sozialen Netzwerken und Werbenetzwerken auf anderen Websites zu. Diese Zustimmung ist freiwillig und kann jederzeit widerrufen werden. Weitere Informationen zu den verwendeten Cookies, zu Ihren Rechten und zu unseren Partnern sowie die Möglichkeit, der Verwendung von Cookies nicht oder nur teilweise zuzustimmen, finden Sie unter dem Link „Detaillierte Einstellungen“.
Alzak icon

Ära der „Kindercomputer“

Die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Chromebooks • Teil 5 • Autor: Michal Rybka

Die radikalen Designs von Clive Sinclair setzten sich in Schulen nicht durch, da diese traditionellere, wenn auch teurere Geräte bevorzugten, jedoch fanden sie Anklang bei Hardwareherstellern. Diese wussten, dass das Zeitalter der 16- und 32-Bit-Computer bevorstand, die zunehmend komplexer und deren Software ebenfalls komplexer und teurer werden würde. Dieser Trend war bereits in der ersten Hälfte der 80er Jahre zu erkennen, aber zu dieser Zeit dachten die Hardwarehersteller darüber nach, dass für Kinder eine weniger anspruchsvolle und damit kostengünstigere Hardware ausreichen würde.

Chromebook Google
  1. Fall IBM PCjr: Scheitern eines vereinfachten Konzepts
  2. Boom der Lerncomputer Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre
  3. Tragbare Textverarbeitungsgeräte: Vorläufer heutiger Notebooks
  4. Das Erbe der Ära vereinfachter Computer

Fall IBM PCjr: Scheitern eines vereinfachten Konzepts

Einer der ersten Computer, die speziell für Bildungszwecke vereinfacht wurden, war der IBM PCjr (1984). Im Gegensatz zum modularen IBM PC, das für den professionellen Einsatz konzipiert war, hatte dieser Computer einen begrenzten Arbeitsspeicher von 64 oder 128 KB, was für die meisten Anwendungen kaum ausreichend war. Der Computer verfügte über zwei Steckplätze für Programmkassetten, verbesserte Grafik- und Soundfunktionen – und überraschenderweise auch eine drahtlose Tastatur. Diese nutzte eine Infrarotübertragung, jedoch störten sich die Computer gegenseitig, da alle denselben Übertragungsweg nutzten.

Boom der Lerncomputer Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre

Während der IBM PC ein kommerzieller Erfolg war, erwies sich die „Kinder-Version“ PCjr als großes Fiasko. Es war jedoch nicht das einzige Mal, dass der Versuch, einen vereinfachten Computer durchzusetzen, erfolglos blieb. Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre versuchten viele Hersteller, das Potenzial der allmählich auslaufenden 8-Bit-Computer zu nutzen, und es entstand eine Vielzahl an Lerncomputern, die Lernanwendungen sowie einfache Programme zur Grafik- und Textbearbeitung boten.

Es handelte sich um sehr preisgünstige Geräte mit einem großen ROM-Speicher, der eine Vielzahl an Anwendungen integrierte, was schnelles Starten und einfaches Umschalten zwischen Anwendungen ermöglichte. Typischerweise konnte man einen Drucker anschließen, sodass Kinder ihre Aufgaben erstellen und drucken konnten, jedoch waren es ansonsten geschlossene und sehr limitierte Systeme, für die nur wenige Anwendungen von Drittanbietern entwickelt wurden.

Tragbare Textverarbeitungsgeräte: Vorläufer heutiger Notebooks

Ein weiterer Typ vereinfachter Computer, der zu dieser Zeit auftauchte, waren tragbare Textverarbeitungsgeräte wie das Amstrad NC100 (1992). Dabei handelte es sich um ungewöhnliche Notebooks, die aus günstigen und sparsamen Komponenten bestanden, aber 8-Bit-Prozessoren und einen sehr begrenzten Speicher nutzten. Diese Computer waren typischerweise im A4-Format, wogen etwa ein Kilogramm, verwendeten AA-Batterien und die Datenübertragung erfolgte über eine serielle Schnittstelle.

Das Erbe der Ära vereinfachter Computer

In gewisser Weise handelte es sich nicht um eigenständige Computer – sie dienten zum Übertragen und Schreiben von Texten unterwegs, mussten jedoch zu Hause an einen vollwertigen Computer angeschlossen werden, um die Dokumente über die serielle Schnittstelle zum Drucken oder Weiterverarbeiten zu übertragen. Die Grundidee war, dass diese Geräte den Hauptcomputer lediglich ergänzen und nicht eigenständig genutzt werden sollten – eine brillante, aber gleichzeitig verfrühte Idee.

Heute ist es völlig normal, dass Nutzer mehrere Computer besitzen oder ein Tablet oder Handy als Zweitgerät nutzen, z.B. um Videos zu schauen. Anfang der 90er Jahre war dieses Konzept jedoch revolutionär – und vielleicht etwas zu früh. Auch bei diesen frühen Computern gab es viele Designideen, die später in modernen Geräten Anwendung fanden. Trotz ihres kommerziellen Misserfolgs brachten sie technologischen Fortschritt.

Drucken
P-DC1-WEB20

Einkaufen im Handumdrehen Bequemes Einkaufen mit der Alza-App, wo auch immer du bist! Mehr Infos »