Die Kamera gefällt mir. Hohe Auflösung, solider Dynamikbereich, perfekte Nachtbeleuchtung. Ich habe sie in einer großen Garage stehen, und was das Bild angeht, habe ich nichts zu beanstanden. Selbst nachts im IR-Modus kann ich absolut alles sehen. An Tagen, an denen es in der Garage im Vergleich zu draußen relativ dunkel ist, schafft es die Kamera recht gut, sowohl die hellen als auch die dunklen Bereiche abzudecken. Klar, es ist kein Ersatz für ein Smartphone und hat seine Grenzen, aber trotzdem war ich im Vergleich zu den älteren (Außen-)Kameras von EZVIZ, die ich zu Hause habe, angenehm überrascht. Auch die Personenverfolgung funktioniert gut – wenn diese Funktion aktiviert ist, kann die Kamera die Bewegungen von Personen auch durch mechanische Schwenkung verfolgen. Was mir jedoch ein Dorn im Auge ist, ist die Tatsache, dass man die Kamera nicht mit einem anderen WLAN-Netzwerk verbinden kann, ohne sie auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen. Ich weiß, dass das wahrscheinlich niemanden interessiert, aber mich ärgern diese unnötigen Unüberlegtheiten. Bei den letzten EZVIZ-Kameras reichte es aus, einen Hotspot mit der ursprünglichen SSID und dem ursprünglichen Passwort einzurichten, mein Handy und die Kamera damit zu verbinden, anschließend ein neues WLAN einzurichten – und fertig. Nun, bei dieser Kamera ist das die einzige Möglichkeit (! ) die Kamera auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen. Das heißt, man muss eine Leiter finden, zur Kamera hochklettern, diesen blöden Knopf finden, den man mit übermenschlicher Kraft drücken und ewig gedrückt halten muss. Als hätte ihn vielleicht einmal jemand versehentlich zerdrückt. Den Chinesen, der sich das ausgedacht hat, würde ich am liebsten erwürgen. Nach dem Zurücksetzen gehen alle Einstellungen verloren. Außerdem hat es nach dem Reset ohne mein Wissen diese verdammte Cloud von denen aktiviert, sodass alle meine Messdaten sofort weiß-weiß-wohin hochgeladen wurden. Außerdem lässt sich das nicht mit einem einzigen Knopfdruck deaktivieren und löschen. Nein, nein, Sie müssen sich aktiv bemühen, das loszuwerden. Das werde ich nie verstehen. Während China bei der Hardware-Produktion den Rest der Welt um Längen überholt hat, wird die Software dort wohl von Indern geschrieben. Das kann ich mir sonst nicht erklären.