Das Interesse an Netbooks nahm ab, aber Google, als Internetunternehmen, war sich sehr wohl bewusst, wie wertvoll ein leicht zugängliches Gerät für Nutzer mit geringen Anforderungen sein kann, um das Internet zu nutzen. Eine Richtung, in die sich Google bereits bewegt hatte, waren Mobiltelefone auf Basis des Betriebssystems Android, aber auch die Idee von Netbooks war verlockend. Wie hat es sich entwickelt? Ja, Chromebooks kommen.
Im Jahr 2010 stellte Google daher sein Projekt „CR-48“ vor, den ersten Computer der Klasse Google Chromebook. Es handelte sich um ein begrenztes Pilotprogramm mit experimenteller Hardware, die Google intern „Mario“ nannte, das letztendlich jedoch im Rahmen des Pilotprogramms als CR-48 bezeichnet wurde, vermutlich, um Konflikte mit Nintendo zu vermeiden. Google testete damit, wie die Menschen solche Geräte nutzen und was sie von ihnen erwarten.
Da die Chromebooks für das weniger anspruchsvolle ChromeOS konzipiert wurden, konnten sie mit geringerem Arbeitsspeicher und weniger Speicherplatz funktionieren. Zudem musste keine Windows-Lizenz bezahlt werden, was eine Reduzierung der Kosten ermöglichte. Google stellte die Hardware nicht selbst her, sondern entwickelte lediglich die Spezifikationen und das Betriebssystem ChromeOS. Die eigentlichen Computer sollten von Samsung und Acer produziert werden.
Da Chromebooks kein herkömmliches Betriebssystem besaßen, war es zwar nicht möglich, typische Windows-Anwendungen auszuführen, doch dies erhöhte andererseits ihre Sicherheit, da sie nicht von herkömmlichem Malware betroffen sein konnten. Die fehlende Kompatibilität mit Windows ermöglichte den Einsatz von Prozessoren auf ARM-Architektur und verlieh den Chromebooks eine überdurchschnittliche Akkulaufzeit. Chromebooks nutzen hauptsächlich Webanwendungen, was ihre Verwaltung vereinfacht – ein großer Vorteil, insbesondere in Schulen. Grundsätzlich reicht es, das Gerät zu starten, eine Webadresse aufzurufen oder Inhalte über Google zu suchen und direkt zu arbeiten. Sie bieten auch einen sehr schnellen Start und Wechsel in und aus dem Ruhezustand.
Die Chromebooks haben eine erhebliche Entwicklung durchlaufen. Google entfernte die traditionellen Funktionstasten F1-F12 und ersetzte sie durch Tasten zur direkten Steuerung des Computers. Chromebooks behalten eine umfangreiche Anschlussausstattung bei, die den Anschluss an Bildschirme, Drucker und Speichergeräte ermöglicht. Der Speicherplatz ist bei Chromebooks normalerweise begrenzt, da die Speicherung von Daten in Cloud-Speichern und ähnlichen Diensten vorgesehen ist, aber es ist auch möglich, über USB-Schnittstellen angeschlossene Laufwerke zu verwenden.