Die Nachtsichtfunktion bei Autokameras ist eine Reihe von Technologien, die die Qualität der Aufzeichnung bei schlechter Sicht, z.B. nachts, in der Dämmerung oder in Tunneln, verbessern. Die Bildqualität wird hauptsächlich durch die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors und die Lichtstärke des Objektivs beeinflusst, die mit dem „f“-Wert angegeben wird. Ein niedrigerer f-Wert, z.B. f/1.8, bedeutet, dass mehr Licht durch das Objektiv fällt und das resultierende Bild heller wird. Die Aufzeichnung wird zusätzlich durch Softwarefunktionen wie WDR (Wide Dynamic Range – Großer Dynamikbereich) oder HDR (High Dynamic Range – Hoher Dynamikbereich) verbessert. Diese Technologien verarbeiten das Bild digital, um große Kontraste zwischen hellen und dunklen Bereichen in der Aufnahme auszugleichen. Dadurch wird z.B. eine Überbelichtung der Aufnahme durch entgegenkommende Autoscheinwerfer oder umgekehrt der Verlust von Details in dunklen Schatten verhindert. Einige Kameras, insbesondere solche, die für die Überwachung des Fahrzeuginnenraums bestimmt sind, können auch mit einer Infrarotbeleuchtung ausgestattet sein, die die Szene für den Kamerasensor unsichtbar beleuchtet.