Ein Dauerlicht ist eine Beleuchtungsart, die im Gegensatz zu einem Fotoblitz kontinuierlich leuchtet. Ihr Hauptvorteil ist, dass der Fotograf oder Videofilmer die Beleuchtung der Szene in Echtzeit sehen kann. Es ist möglich zu beobachten, wie sich Schatten bilden, wo Reflexionen auftreten und wie das Licht das Motiv oder die Person im Allgemeinen formt, und zwar direkt am Ort des Geschehens, noch bevor das Bildmaterial aufgenommen wird. Dieses Prinzip kann als "what you see is what you get" beschrieben werden. Da es sich um eine kontinuierliche Beleuchtung handelt, ist diese Art von Licht für Videoaufnahmen, bei denen es auf eine konstante Beleuchtung ankommt, unerlässlich. Es gibt mehrere Parameter, die bei Dauerlicht überwacht werden. Einer davon ist die Wattzahl, die die Intensität des Lichts bestimmt und oft stufenlos eingestellt werden kann. Ein anderer ist die Farbtemperatur, die in Kelvin (K) angegeben wird und beschreibt, ob das Licht wärmer, d. h. gelblich, oder kälter, d. h. bläulich, ist. Leuchten mit der Möglichkeit, die Farbtemperatur zu ändern, ermöglichen die Anpassung der Beleuchtung an die Umgebungsbedingungen. Wichtig ist auch der Farbwiedergabeindex, der so genannte CRI. Dieser Wert gibt an, wie originalgetreu das Licht Farben im Vergleich zum natürlichen Sonnenlicht wiedergeben kann. Ein hoher CRI-Wert gewährleistet, dass die Farben im Filmmaterial, z. B. Hauttöne oder Produkte, natürlich und ohne unerwünschte Farbverschiebungen dargestellt werden. Derzeit werden am häufigsten Dauerleuchten mit LED-Technologie eingesetzt, die energieeffizient sind und weniger Abwärme erzeugen als ältere Technologien.