Die Phasendetektion ist eine Autofokus-Technologie, die von Digitalkameras verwendet wird. Ihr Prinzip beruht auf der Aufteilung des durch das Objektiv fallenden Lichts in zwei separate Strahlen, die auf einen spezialisierten Sensor treffen. Dieser Sensor vergleicht die beiden Bilder. Wenn das aufgenommene Objekt nicht korrekt fokussiert ist, unterscheiden sich die Bilder voneinander. Aus diesem Unterschied kann das System präzise und sofort berechnen, in welche Richtung und um welche Distanz die Linsen im Objektiv bewegt werden müssen, um ein scharfes Bild zu erzielen. Dadurch ist diese Art der Fokussierung sehr schnell und zielgerichtet, da die Kamera nicht schrittweise nach der richtigen Fokusposition suchen muss. Im Gegensatz zur langsameren Kontrastdetektionsmethode, die den Punkt mit dem höchsten Kontrast sucht, kennt die Phasendetektion das Ziel sofort. Ursprünglich war diese Technologie typisch für digitale Spiegelreflexkameras, wo ein separates Autofokusmodul dafür zuständig war. Heute ist sie bei spiegellosen Kameras und fortschrittlichen Mobiltelefonen üblicherweise direkt in den Hauptbildsensor integriert.