Wenn Ihre Ansprüche an die Mobilfotografie höher sind, als sie herkömmliche Smartphones erfüllen können, lohnt es sich, nach einem richtigen Fotohandy Ausschau zu halten. Eines davon ist beispielsweise das Vivo X300 Ultra, das neben einer hochwertigen Optik auch bei der übrigen Ausstattung überzeugt. Schon der Preis lässt vermuten, dass dieses Modell zu den Besten seiner Klasse gehören wird. In der Auswahl finden wir jedoch auch günstigere Modelle sowie ähnlich leistungsfähige Konkurrenten. Was macht das neue Vivo also so einzigartig?
Erwarten Sie vom Viva X300 Ultra nichts Geringeres als ein erstklassiges Smartphone. Das versprechen schon die technischen Daten, allen voran das großzügige Display und die massive Kameraausbuchtung auf der Rückseite – doch die Realität hat mich dennoch überrascht. Vivo scheut sich nicht davor und betont – auf Kosten eines etwas geringeren Handlingskomforts – ganz klar, dass es sich hier um ein Fotohandy handelt und um nichts Geringeres. Das Smartphone ist zwar nicht das leichteste (232 Gramm), obwohl es angenehm dünn ist (8,2 mm). Diese Übergröße ist jedoch vor allem auf die Kameraausbuchtung zurückzuführen.
Wenn man genau hinschaut, erkennt man von der Seite, dass es die Dicke des Handys verdoppelt. Es ist vielleicht sogar noch ein kleines bisschen breiter als die Aluminiumseiten. Trotz seiner Abmessungen wurde die Zusatzbeleuchtung außerhalb des Vorsprungs in der nahegelegenen Ecke platziert. Dies, zusammen mit dem geriffelten Rand des gesamten Kreises, vervollständigt den Effekt einer Kamera. Die Erhebung, an der man das Handy greifen und anheben kann, verleitet dazu, damit zu drehen und zu zoomen. Diese Funktion wäre jedoch zu viel des Guten, weshalb Vivo nicht darüber verfügt.
Jedes derartige bewegliche Teil könnte zudem die Widerstandsfähigkeit beeinträchtigen, über die das Vivo X300 Ultra derzeit verfügt – nämlich die hohe Schutzklasse IP68 / IP69. Sowohl das Display als auch die Rückseite sind mit widerstandsfähigem Glas geschützt. Die getestete schwarze Variante wird durch die hellgrüne Variante. Bei letzterer ist die Rückseite optisch in einen helleren grünen Bereich mit dem Schriftzug „Vivo“ und einen zweiten, dunkleren Bereich unterteilt. Die schwarze Version hingegen verfügt über eine runde Ausbuchtung, die durch einen dezenten roten Streifen von der Rückseite abgesetzt ist.
Die erwähnten Aluminiumseiten sind glatt und an den Rändern leicht abgerundet. Dadurch können sowohl die Vorder- als auch die Rückseite des Handys flach sein und wirken dennoch elegant. Die Seiten machen einen sehr robusten Eindruck, ich hätte keine Angst vor Kratzern. An einigen Stellen sind sie wegen der Signalführung unterbrochen. Bei den Tasten gibt es keine Überraschungen. An der rechten Seite befindet sich oben die doppelte Lautstärketaste, darunter die etwas kleinere Ein-/Aus-Taste. Man findet sie sehr leicht ertasten.
Wenn Sie das Vivo X300 Ultra in der Hand schütteln, hören Sie ein klapperndes Geräusch. Das ist ganz normal, denn darin bewegt sich die Kameraoptik. Auf der gesamten Rückseite befindet sich neben dem Schriftzug „vivo“ auch das Zeiss-Logo in der Mitte des Kameraausstellers und darunter das rote T*-Symbol, das für eine bessere Lichtdurchlässigkeit des Objektivs steht. Ich schätze dieses kleine Detail: Bei der im Lieferumfang enthaltenen Silikonhülle ist der erhabene Bereich um die Kameraausbuchtung auch an den Seiten geriffelt, sodass man auch mit aufgesetzter Hülle die feinen, angenehm anzufassenden Rillen nicht vermisst.
Ein hochwertiges Display geht Hand in Hand mit einer überdurchschnittlichen Kamera. Man muss einen guten Überblick über die aufzunehmende Szene haben, ebenso ist dies für die Anzeige und schnelle Bearbeitung der Bilder erforderlich. Das Vivo X300 Ultra verfügt über ein Display mit einer Diagonale von 6,82". Das ist im Grunde eines der größten Displays auf dem Markt. Natürlich ist es von Rahmen umgeben, da das Display völlig flach ist. Auf jeden Fall werden Sie durch deren Breite keineswegs gestört.
Das Display des Vivo X300 Ultra ist ein AMOLED-LTPO-Display mit einer maximalen Auflösung von 3.168 × 1.440 Pixeln. Standardmäßig ist jedoch die geringere Ultra-HD-Auflösung von 2.772 × 1.260 px eingestellt. Das ist durchaus vergleichbar, ich konnte keinen Unterschied feststellen. Dabei ist es sicherlich energieeffizienter. Auch die Bildwiederholfrequenz weist Spitzenwerte auf. Sie reicht von dynamischen Änderungen ab 1 Hz bis zu vollen 144 Hz. Das lässt sich jedoch erst in einem der unterstützten Spiele ausprobieren. Das System greift auf maximal 120 Hz zurück.
In den letzten Tagen konnte ich auch die Helligkeit des Displays bei grellem Sonnenlicht sehr gut testen – ein Bereich, in dem beispielsweise das ältere iPhone 14 Pro ziemlich versagt hat. Das Vivo X300 Ultra hatte jedoch keinerlei Probleme; auf dem Display war alles gut zu erkennen, ohne dass ich meine Augen überanstrengen musste. Kein Wunder, schließlich soll dieses Modell kurzzeitig eine maximale Helligkeit von 4.500 Nits erreichen können. Ich habe also weder in dieser noch in anderer Hinsicht irgendetwas am Display auszusetzen.
Über das OriginOS 6, das auf Android 16 läuft, kann man nur in den höchsten Tönen sprechen. Während des Tests gab es einige Updates. Ich muss jedoch ein wenig sticheln, da sich die Grafik sichtlich auch an iOS orientiert hat. Die Möglichkeit, die Uhrzeit mit dem Hintergrundbild zu verschmelzen, Anklänge an den „Liquid Glass“-Grafikeffekt oder eine eigene Version der dynamischen Insel um die Selfie-Kamera herum. All das kommt uns beispielsweise aus dem aktuellen iOS 26 bzw. iOS 27 bekannt vor. Auf jeden Fall findet das System seinen eigenen Weg, und auch wenn man zu einigen Elementen auf unterschiedliche Weise gelangen kann, ist die Bedienung nicht grundlegend verwirrend.
Damit nichts ins Stocken gerät, das Smartphone seine leistungsstarken Kameras voll ausschöpfen kann und die Spieler keine Einschränkungen erfahren, wurde das Vivo X300 Ultra mit der bestmöglichen Ausstattung versehen. Angetrieben wird das Smartphone vom Snapdragon Elite 8 Gen 5, der Leistung im Überfluss bietet. Der Hauptkern hat eine Taktfrequenz von 4,6 GHz, was zu den besten Werten bei Mobilgeräten zählt. Das Vivo X300 Ultra kombiniert diesen Chip zudem mit 16 GB Arbeitsspeicher. Die Systemreaktionszeit und das Multitasking laufen schnell und ohne jegliche Verzögerungen ab.
Für die Speicherung von Daten steht mehr als genug Platz zur Verfügung. Das Vivo X300 Ultra wird auf unserem Markt nur in einer Speichervariante angeboten. Zu den 16 GB Arbeitsspeicher kommen 1 TB Speicherplatz hinzu. Dadurch müssen sich die allermeisten Nutzer keine Gedanken über Speicherknappheit machen, da diese Kapazität noch eine ganze Weile ausreichen wird. Auch in Sachen Konnektivität lässt das Vivo nichts zu wünschen übrig. Es unterstützt Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, 5G-Netze, eSIM, Datenübertragung über USB 3.2, GPS sowie NFC. Der Fingerabdrucksensor und der Gesichtsscanner sind beim Entsperren sehr schnell.
Eine hohe Leistung könnte den Akku schnell zur Neige bringen. Letztendlich verbraucht das Smartphone jedoch natürlich immer nur so viel, wie nötig ist, sodass der Stromverbrauch trotz des großen Displays und des Hochfrequenzprozessors in den meisten Fällen nicht ins Gewicht fällt. Sein 6.600-mAh-Akku hält das Gerät definitiv einen ganzen Tag lang am Laufen. Man kann sogar versuchen, zwei Tage damit auszukommen, allerdings muss man das Gerät dann vernünftig nutzen und beispielsweise die Nutzung sozialer Netzwerke einschränken, um die schnelle Aktualisierungsrate und den Datenverbrauch zu minimieren.
Das Aufladen des Vivo X300 Ultra erfolgt entweder kabelgebunden mit einer Leistung von 100 W oder kabellos mit 40 W. Per Kabel dauert das vollständige Aufladen von ausgeschaltetem und leerem Zustand etwa 50 Minuten. Schade, dass der Adapter nicht in der großzügig dimensionierten Verpackung enthalten ist. Sie müssen sich also einen Schnellladeadapter zulegen.
Kommen wir nun zu dem, worauf das Smartphone zu Recht besonders stolz ist. Das Vivo X300 Ultra ist auch im Photographer Kit erhältlich, und zwar gegen einen Aufpreis von 400 EUR. Aber auch ohne dieses Kit lassen sich mit dem Smartphone meiner Erfahrung nach absolut großartige Aufnahmen machen, wie ich sie bisher bei keinem anderen Flaggschiff gesehen habe.
Das Vivo X300 Ultra ist schon äußerlich ein Fotohandy, das Wesentliche befindet sich jedoch im Inneren des Telefons. Auf den ersten Blick scheint die Kameraausbuchtung mehr Kameras zu enthalten, doch es sind klassischerweise drei. Die erste ist die 200-MP-Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung. Daneben befindet sich eine 50-MP-Weitwinkelkamera und schließlich ein 200-MP-Teleobjektiv mit OIS und bis zu 3,7-fachem optischen Zoom. Oben links befindet sich dann ein Infrarotsensor und in der Mitte des unteren Teils der Kameraausbuchtung eine Multispektralkamera, die die Farben überwacht. Es fehlt ein zweites Teleobjektiv, über das beispielsweise das Samsung Galaxy S26 Ultra verfügt. Die Selfie-Kamera hat 50 Mpx.
Das Fotografieren mit dem Vivo X300 Ultra war wirklich ein Erlebnis. Allein schon das Spüren der physischen Bewegung des Periskop-Teleobjektivs vermittelte das Gefühl, als hielte man kein Smartphone in der Hand. Die Kamera-App unterscheidet sich im Wesentlichen nicht von den üblichen Benutzeroberflächen, allerdings lassen sich im OriginOS 6-System einige Elemente im unteren Menü sowie direkt am Rand des Bildausschnitts nach Belieben neu anordnen. Ich empfehle, in den Einstellungen auch die Kalibrierung des Teleobjektivs auszuprobieren – dann kann man es in Bewegung sehen und spüren, wie es ausfährt.
Das Vivo X300 Ultra verfügt über eine stufenlose Zoomfunktion, bei der Sie durch wiederholtes Antippen der üblichen Werte wie 0,6x, 1,5x usw. den Abstand ändern können. Dieser wird sowohl in mm als auch in Vielfachen angezeigt. So lassen sich zahlreiche Vergrößerungsstufen erzielen. Die standardmäßigen Voreinstellungen sind jedoch 0,6x, 1,5x, 3,7x, 7,4x und 10x. Sie können jederzeit ein Symbol antippen und durch seitliches Wischen schnell nach Belieben zoomen. Ab einer 15-fachen Vergrößerung erscheint eine Miniaturansicht der gesamten Szene, die anzeigt, welcher Teil des Bildes gerade vergrößert ist. Der maximale Zoom beträgt 105-fach, wobei insbesondere Text dann ineinanderfließt..
Auch ohne die erforderlichen Einstellungen lassen sich unter den meisten Bedingungen originelle Aufnahmen erzielen. Die Bilder haben Tiefe; sicherlich spielen dabei auch die Farbwiedergabe und der Schärfegrad eine Rolle. Die Fotos erinnern eher an die Ergebnisse einer Kompaktkamera, bei der mehr Platz für den Sensor vorgesehen ist und somit die Möglichkeit größer ist, professionell aussehende Ergebnisse zu erzielen. Wenn Ihnen die Farbwiedergabe nicht zusagt, können Sie sie anpassen und als Standard speichern. Standardmäßig fotografieren Sie mit 12 MP; wenn Sie auf volle 200 MP umschalten, erhalten Sie zusätzliche Details. Ich empfehle dies jedoch nur dort, wo es Sinn macht, da der Speicherplatz dadurch deutlich schneller voll wird.
Weitwinkelaufnahmen mit dem Vivo X300 Ultra sehen so aus, wie ich es bei keinem anderen Smartphone bisher gesehen habe. Die hochwertige Optik mit einer ausreichenden Pixelanzahl trägt maßgeblich zur hervorragenden Schärfe auch in den Bildecken bei. Die Details können natürlich nicht mit der Qualität der Hauptkamera mithalten, sind aber dennoch überdurchschnittlich gut. Selbst auf dem Computerbildschirm sehen sie sehr gut aus. Unter den Aufnahmemodi fehlt auch der Super-Makro-Modus nicht, aber vielleicht ist es überflüssig, ihn manuell zu aktivieren, wenn ein solcher Zoom direkt zur Verfügung steht.
Das Teleobjektiv erreicht bei dieser „immer noch optischen Vergrößerung“ das 10-Fache, also 230 mm. Das ist jedoch noch nicht alles. Selbst Aufnahmen mit 15-fachem Zoom gelingen gut. Ab da greifen bereits Software-Korrekturen ein, sodass man beim Aufrufen der Galerie nicht selten das pulsierende Zeiss-Logo sieht, das die Arbeit der KI und insbesondere des ISP (Image Signal Processor) symbolisiert, der das Bild so rendert, dass es scharf erscheint. Für Fotos von Objekten, idealerweise einfarbigen, reicht das noch aus, Text wird jedoch in unsinnige Hieroglyphen umgewandelt. Auf jeden Fall muss ich das Periskop-Teleobjektiv hervorheben, es erfüllt seine Aufgabe hervorragend.
Ich muss auch so etwas wie Wasserzeichen loben. Das Vivo X300 Ultra kann diese sowohl zu Fotos als auch zu Videos hinzufügen, und zumindest bei Fotos stehen gleich mehrere zur Auswahl. Alle sind gut gelungen, erwarten Sie also keinen Kitsch. Sie können sie natürlich jederzeit in der Bildbearbeitung in der Galerie nachträglich hinzufügen, entfernen oder ändern. In der Bildbearbeitung können Sie auch mit Funktionen wie KI-Retusche und Kantenvervollständigung arbeiten, zahlreiche Filter anwenden, Mosaike erstellen, nur ausgewählte Objekte bearbeiten oder den Himmel ändern.
Bei der Videoaufnahme möchte ich besonders die Möglichkeit hervorheben, ein Tonaufzeichnungsprofil auszuwählen. Dabei stehen beispielsweise „Konzert-Gesang“, „Außen-Gesang“ oder die Option zur Verfügung, eigene Einstellungen festzulegen, wie z. B. den Grad der Rauschunterdrückung, die Auswahl eines bestimmten Mikrofons oder die Einstellung der Lautstärke während des Zoomens. Die maximale Videoqualität des Vivo X300 Ultra erreicht 8K bei 30 fps oder 4K bei 120 fps. Die maximale Bildrate für Zeitlupenvideos beträgt 240 fps.
Dass das Vivo X300 Ultra ein Spitzenmodell unter den Fotohandys, das Flaggschiff des Herstellers und der Inbegriff der besten verfügbaren Hardware ist, steht außer Frage. Der Preis spiegelt dies mehr als deutlich wider. Es ist nur eine Variante erhältlich, nämlich 16 GB + 1 TB. Das sind die Höchstwerte, über die wohl niemand mehr hinausgeht (eine Ausnahme bildet vielleicht nur das iPhone 17 Pro Max mit 2 TB), weshalb der Preis von 2.449 EUR eigentlich gerechtfertigt ist. Auf diesen Wert kommen entweder faltbare Smartphones oder auch andere Smartphones mit derselben Speicherkonfiguration, nämlich Samsung Galaxy S26 Ultra und iPhone 17 Pro Max. Gerade diese würden sich als Konkurrenten anbieten, doch es gibt noch ähnlichere Modelle
Das Betriebssystem OriginOS 6 können Sie auch auf dem günstigeren Vivo X300 Pro genießen. Ich erwähne dieses Modell hier vor allem deshalb, weil Sie für einen nicht unerheblichen Preisunterschied von rund 800 Euro viele identische Funktionen erhalten. Ja, die Hauptkamera hat sich auf 50 Mpx „verschlechtert“ und der Chip ist nun ein Mediatek Dimensity 9500, aber ansonsten ist der Rest keineswegs schlechter.
Noch näher an das Vivo X300 Ultra könnte jedoch das Konkurrenzmodell Xiaomi 17 Ultra heranreichen. Dieses wird in einer speziellen Leica-Ausführung zu einem Preis angeboten, der sogar dem Vivo Konkurrenz macht: als „Leica Leitzphone powered by Xiaomi“. Interessanter ist jedoch der Vergleich mit der Standardversion. Diese ist um 560 EUR günstiger als das Vivo, wobei man allerdings sagen muss, dass sie nur über die Hälfte des Speichers verfügt. Ansonsten verfügt sie jedoch über denselben Prozessor und einen vergleichbaren Akku. Die Leica-Kamera bietet zwar keine 200, sondern 50 Mpx, doch mit dem Teleobjektiv zieht das Xiaomi voll und ganz mit dem Vivo gleich. Xiaomi kann sich mit HyperAI in tschechischer Sprache rühmen. Wir haben es bereits in unserem Testbericht zum Xiaomi 17 Ultra (TEST): Ein einzigartiges Foto-Kraftpaket. Wie gut ist es als Anwärter auf das Fotohandy des Jahres?.
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Motorola Razr Fold: Ein faltbares Kraftpaket mit 8,09-Zoll-Display, Stylus und sieben Jahren Support
Ein weiteres ähnliches Modell finden wir im Portfolio einer bei uns eher selten vertretenen Marke. Das Oppo Find X9 Ultra kostet zwar ebenfalls über 1.600 Euro, hat dafür aber gute Gründe. Es teilt sich mit dem Vivo X300 Ultra das Display, den Prozessor sowie die Qualität der Kameras. Allerdings verfügt es über zwei Teleobjektive. Nach Zeiss bei Vivo und Leica bei Xiaomi kommen hier Kameras von Hasselblad zum Einsatz. Oppo hat einen noch größeren Akku mit einer Kapazität von 7.050 mAh, dafür ist der Arbeitsspeicher mit 12 GB kleiner und der Speicherplatz mit 512 GB nur halb so groß. Als Betriebssystem kommt hier ColorOS 16 zum Einsatz. Mehr dazu im Artikel Oppo Find X9 Ultra (VORSTELLUNG): Ist das noch ein Smartphone oder eher eine Kamera, die zufällig auch telefonieren kann?.
| Parameter/Modell | Vivo X300 Ultra | Xiaomi 17 Ultra | OPPO Find X9 Ultra |
|---|---|---|---|
| Display | Diagonale: 6,82" | Diagonale: 6,9" | Diagonale: 6,82" |
| Auflösung: 3 168 × 1 440 px, 510 ppi | Auflösung: 2 608 × 1 200 px, 416 ppi | Auflösung: 3 168 × 1 440 px, 510 ppi | |
| Typ: AMOLED | Typ: AMOLED | Typ: AMOLED | |
| Bildwiederholfrequenz bis zu: 144 Hz | Bildwiederholfrequenz bis zu: 120 Hz | Bildwiederholfrequenz bis zu: 144 Hz | |
| Schutz: Armor Glass | Schutz: Xiaomi Shield Glass | Schutz: Gorilla Glass Victus 2 | |
| Rückkameras | Hauptkamera: 200 Mpx, f/1,9, OIS | Hauptkamera: 50 Mpx, f/1,7, OIS | Hauptkamera: 200 Mpx, f/1,5, OIS |
| Weitwinkelkamera: 50 Mpx, f/2,0 | Weitwinkelkamera: 50 Mpx, f/2,2 | Weitwinkelkamera 50 Mpx, f/2,0 | |
| Teleobjektiv: 200 Mpx, f/2,7, OIS | Teleobjektiv: 200 Mpx, f/2,4-3,0, OIS | Teleobjektiv: 200 Mpx, f/2,2, OIS | |
| - | - | Teleobjektiv: 50 Mpx, f/3,5, OIS | |
| Frontkamera | 50 Mpx, f/2,5 | 50 Mpx, f/2,2 | 50 Mpx, f/2,4 |
| Chipsatz | Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 | Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 | Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 |
| GPU | Adreno 840 | Adreno 840 | Adreno 840 |
| RAM | 16 GB | 16 GB | 12 GB |
| Interner Speicher | 1 TB | 512 GB | 512 GB |
| Betriebssystem | Android 16 | Android 16 | Android 16 |
| Unterstützung der 5G Netze | ✓ | ✓ | ✓ |
| 3,5mm Klinke | ✕ | ✕ | ✕ |
| Schutzart | IP68 / IP69 | IP68 / IP69 | IP68 / IP69 |
| Akku | 6.600 mAh | 6.000 mAh | 7.050 mAh |
| Schnellladung / kabelloses Laden: 100 W / 40 W | Schnellladung / kabelloses Laden: 90 W / 50 W | Schnellladung / kabelloses Laden: 100 W / 50 W | |
| Abmessungen | 163 × 76,8 × 8,2 mm | 163 × 77,6 × 8,3 mm | 163,2 × 77 × 8,7 mm |
| Gewicht | 232 g | 218 g | 235 g |
| Packungsinhalt | Smartphone, USB-C-Kabel, Schutzhülle, Werkzeug zum Herausnehmen der SIM-Karte, Bedienungsanleitung | Smartphone, USB-C-Kabel, Schutzhülle, Werkzeug zum Herausnehmen der SIM-Karte, Bedienungsanleitung | Smartphone, USB-C-Kabel, Werkzeug zum Herausnehmen der SIM-Karte, Bedienungsanleitung |
| Preis | 1.909 EUR | 1.189 EUR | 1.680 EUR |
Vivo X300 Ultra
HandysDas Vivo X300 Ultra ist kein Smartphone für jedermann. Das sage ich nicht nur wegen des enormen Preises, den auch die Variante mit geringerer Speicherkapazität nicht senkt (da sie nicht verkauft wird). Ich behaupte dies aufgrund seiner klaren Ausrichtung auf mobile Fotografie von höchster Qualität. Dem unterordnet sich die Ergonomie, die durch die hervorstehenden Kameras erheblich beeinträchtigt wird. Wenn Sie perfekte Fotos, ein optimal abgestimmtes System und eine Ausstattung benötigen, die über Jahre hinweg an der Spitze bleibt, sollten Sie sich ruhig für das Vivo X300 Pro oder eine erschwinglichere Konkurrenz entscheiden. Wenn Sie Fotos und Videos in der höchstmöglichen Qualität oder zumindest in enormen Mengen aufnehmen, kann die Investition in das Vivo X300 Ultra mit 1 TB bereits gerechtfertigt sein. Feinschmecker können das Smartphone zudem in der speziellen „Photography Kit“-Edition erwerben.
Vorteile
Nachteile

Ondřej Chabr
Ein Fan moderner Technologien und von Unternehmen, die die Welt verändern. Ich schreibe und lese gern über Technik. Außerdem liebe ich das Reisen mit meiner Familie – und schaue mit Vorliebe britische Sitcoms.
• Autor: Peter Vnuk
Das Vivo X300 Ultra wurde auf dem MWC 2026 als neues Spitzenmodell der Smartphones des Hersstellers vorgestellt, hat aber offensichtlich auch Ambitionen, im Bereich der semiprofessionellen Mobilfotografie Fuß zu fassen. Die Konstruktion und das Gesamtkonzept zeigen, dass nicht nur das Smartphone selbst im Mittelpunkt steht, sondern auch das modulare Zubehörsystem, das es um weitere fotografische Möglichkeiten erweitert.
Die vollständigen offiziellen technischen Parameter wurden noch nicht veröffentlicht, sind jedoch größtenteils bekannt.
Das Vivo X300 Ultra ist mit einem 6,82-Zoll-LTPO-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 1440 × 3168 Pixeln ausgestattet. Diese Kombination entspricht dem aktuellen Standard der Oberklasse. Die LTPO-Technologie ermöglicht eine dynamische Anpassung der Bildwiederholfrequenz an den aktuellen Inhalt, was zu einer effizienteren Energieverwaltung beiträgt.
Was die Konstruktion betrifft, wird die Widerstandsfähigkeit gemäß den Zertifizierungen IP68 und IP69 angegeben. Das Telefon sollte somit nicht nur staub- und wasserdicht sein, sondern auch Wasser mit höherem Druck und höherer Temperatur standhalten. Bei einem Gerät, das mit Schwerpunkt auf Fotografie unter verschiedenen Bedingungen präsentiert wird, handelt es sich um eine funktionale Eigenschaft und nicht nur um einen Punkt in der Spezifikation. Im Grunde genommen sollte es auch kein Problem sein, bei starkem Regen zu fotografieren.
Für die Rechenleistung des X300 Ultra sorgt der Chipsatz Snapdragon 8 Elite Gen 5 der derzeit leistungsstärkste Prozessor von Qualcomm. In Kombination mit einem Arbeitsspeicher von 12 oder 16 GB sollte das Smartphone auch anspruchsvolle Bildbearbeitung und längerfristige Belastungen bewältigen können. Der Speicher bietet Varianten mit einer Kapazität von 256 GB, 512 GB und 1 TB, wobei die UFS 4.1-Technologie zum Einsatz kommen soll.
Das Betriebssystem des X300 Ultra ist das neueste Android 16 mit einer Hersteller-Oberfläche. Bei einem Fotohandy dieser Kategorie ist nicht nur die Leistung des Chips wichtig, sondern auch die Optimierung der Bildverarbeitung, die Arbeit mit HDR und die Stabilität bei der Aufnahme von Videos in hoher Auflösung.
Der Hauptteil der Ausstattung besteht aus einer Kamera. Die Rückseite soll zwei 200-Megapixel-Sensoren bieten. Die Hauptkamera verfügt über eine Auflösung von 200 Megapixeln, eine Sensorgröße von 1/1,12 Zoll, PDAF-Technologie und optische Bildstabilisierung. Das zweite 200-MP-Modul ist ein periskopisches Teleobjektiv mit 3,7-fachen optischem Zoom, einer Brennweite von 85 mm und einer Blende von f/2,3. Auch hier fehlt die optische Stabilisierung nicht.
Das dritte hintere Objektiv ist ein 50-Megapixel-Ultraweitwinkel-Sensor mit einer Brennweite von 14 mm und einem Bildwinkel von 116 Grad. Es verfügt über Autofokus und optische Bildstabilisierung. Die Frontkamera hat 50 Megapixel, Autofokus und unterstützt Videoaufnahmen in 4K-Auflösung. Die Fotoausstattung des Vivo X300 Ultra ist also wirklich einzigartig, und die Zusammenarbeit mit Zeiss betrifft nicht nur die Optik selbst, sondern auch die Bildoptimierung und die Porträtmodi.
Ein herausragendes Element der Präsentation des Vivo X300 Ultra war das externe Modul mit dem langen Namen Vivo ZEISS Telephoto Extender Gen 2 Ultra. Es handelt sich um ein aufschraubbares Teleobjektiv, das die Zoomfunktionen auf bis zu 400 mm erweitert. Um es klar zu sagen: Es handelt sich um ein physisches Zubehörteil, das am hinteren Modul des Mobiltelefons befestigt wird.
Der tatsächliche Nutzen einer solchen Lösung hängt von der Stabilisierung und Qualität der anschließenden Bildverarbeitung ab. Bei einer Brennweite von 400 mm erhöht nämlich schon die geringste Bewegung das Risiko von Unschärfe erheblich, und die hohe Auflösung stellt höhere Anforderungen an die Algorithmen zur Rauschunterdrückung und Schärfung.
Vivo stellte auf der MWC 2026 also nicht nur ein Smartphone vor, sondern ein ganzes System rund um dieses Gerät. Teil der Präsentation war ein modularer Camera Cage, also ein Konstruktionsrahmen, in den das Smartphone befestigt wird. Dabei handelt es sich nicht nur um ein ästhetisches Accessoire für das X300 Ultra, sondern um eine mechanische Lösung, die den Halt stabilisieren und die Montage weiterer Technik ermöglichen soll.
Der Rahmen verfügt über Cold-Shoe-Befestigungspunkte für den Anschluss eines externen Mikrofons, einer Leuchte oder anderer Zubehörteile. Das bedeutet, dass das Telefon ohne improvisierte Halterungen physisch in ein kompaktes Videogerät verwandelt werden kann. Die physischen Tasten für den Auslöser und die Zoomsteuerung deuten auf das Bestreben nach einer präziseren Steuerung beim Filmen hin, was bei der Arbeit mit einer langen Brennweite von entscheidender Bedeutung sein kann.
Teil des Systems ist auch eine integrierte passive Kühlung im Rahmen der Camera Cage-Konstruktion, deren Aufgabe es ist, bei längeren Videoaufnahmen die Wärmeabfuhr zu unterstützen. Dies ist besonders wichtig bei Aufnahmen in hoher Auflösung, bei denen der Prozessor und der Bildsignalprozessor stark belastet werden. Lange Sequenzen in 4K, die das Gerät mit außergewöhnlich flüssigen 120 fps bewältigt, erzeugen einen hohen Datenstrom und Wärme, was zu Leistungseinbußen oder Unterbrechungen der Aufnahme führen kann.
Das gesamte Konzept verändert also nicht nur die Optik selbst, sondern auch die Art und Weise, wie mit dem Telefon gearbeitet wird. Das Vivo X300 Ultra fungiert hier als Basis einer kompakten mobilen Konfiguration, die hochauflösende Sensoren, externe Optik und physische Bedienelemente in einem System vereint, das für anspruchsvolle Bildbearbeitung ausgelegt ist.
Die Energieversorgung übernimmt ein Akku mit einer Kapazität von 7.000 mAh, was in dieser Klasse immer noch zu den höheren Werten gehört. Bei einem Smartphone mit einem 6,82-Zoll-Display, einem leistungsstarken Chip und zwei 200-Megapixel-Sensoren ist es wichtig, dass die Kapazität nicht nur eine Marketingzahl ist, sondern tatsächlich energieintensive Szenarien abdeckt. Hochauflösende Fotos, die Arbeit mit HDR, lange Videosequenzen oder die Verwendung externer Optiken bedeuten eine höhere Belastung nicht nur für den Prozessor, sondern auch für den Bildprozessor und das Speichersubsystem.
In der Praxis geht es also nicht nur um den normalen ganztägigen Gebrauch, sondern darum, ob das Telefon beispielsweise längere Aufnahmen im Freien bewältigen kann, ohne sofort aufgeladen werden zu müssen. Die Kapazität von 7.000 mAh schafft die Voraussetzung für eine überdurchschnittliche Ausdauer, was sich bei einem Gewicht von 226 Gramm wohl auch etwas bemerkbar machen wird. Andererseits handelt es sich um ein Fotohandy, bei dem man wohl kein ultraleichtes Design erwarten kann.
Unterstützt werden 100 W kabelgebundenes Laden und 40 W kabelloses Laden. Eine hohe Ladeleistung ist bei einem so großen Akku wichtig, da das vollständige Aufladen sonst sehr zeitaufwendig sein könnte. Wenn die Ladecharakteristik den aktuellen Schnellladestandards entspricht, ist auch bei einer höheren Akkukapazität eine relativ kurze Ladezeit zu erwarten.
In Bezug auf die Konnektivität werden 5G-Netze, NFC und USB-C unterstützt. Auch moderne Wireless-Standards wie Bluetooth 6.0 und WiFi der neuen Generation sind vorhanden. Das Sichern von Daten in der Cloud sollte also kein Problem sein.
Das Vivo X300 Ultra wurde als Flaggschiff vorgestellt, das vor allem auf Foto- und Videoaufnahmen ausgerichtet ist. Zwei 200-Megapixel-Sensoren, ein externes 400-mm-Teleobjektiv und modulares Zubehör heben es von herkömmlichen Fotohandys ab. Es geht nicht nur um hohe Auflösung und Bildwiederholfrequenz, sondern um ein System, das auf physische Erweiterungen und die Bearbeitung von Bildern ausgerichtet ist. Ein so konzipiertes Mobiltelefon ist für Nutzer sinnvoll, die regelmäßig fotografieren oder filmen und mehr Kontrolle über das Ergebnis haben möchten. Vivo zielt wahrscheinlich auf Influencer und semiprofessionelle Fotografen ab. Für den normalen Gebrauch mag eine derart umfangreiche Ausstattung überflüssig sein, aber für anspruchsvollere Content-Ersteller oder die Arbeit mit längerer Brennweite kann sie eine interessante Alternative darstellen.