• Autor: Ondřej Chabr
Apple hat offiziell die AirPods Max 2 vorgestellt. Es handelt sich dabei nicht um eine radikale Neugestaltung der bisherigen 1. Generation, sondern eher um ein technisches Update des ursprünglichen Modells. Das Grundkonzept der großen, geschlossenen Over-Ear-Kopfhörer bleibt unverändert, doch nun sind sie mit dem H2-Chip, einer stärkeren Geräuschunterdrückung (ANC) sowie einigen Funktionen ausgestattet, die bisher vor allem Nutzer der neueren AirPods Pro kannten.
Was die Konstruktion angeht, hat der Hersteller offenbar nicht für nötig gehalten, etwas zu ändern. Die Konstruktion ist bereits komfortabel genug, weshalb die neue Generation der Apple AirPods Max 2 das gleiche Gehäuse aufweist. Das ikonische „Over-Ear-Design“ und die Farbauswahl bleiben unverändert. Zur Auswahl stehen die Farben Mitternacht, Polarstern, Orange, Violett und Blau Im Lieferumfang ist wieder das tragbare Smart Case enthalten, und das Aufladen erfolgt über ein USB-C-Kabel.
All dies deutet darauf hin, dass diejenigen, die auf ein leichteres Gehäuse, eine faltbare Konstruktion oder ein praktischeres Etui gehofft hatten, dieses Jahr keine wesentlichen Änderungen zu erwarten haben. Andererseits ändert Apple nichts an dem, was bei den Max-Modellen schon zuvor gut funktioniert hat, nämlich die Materialverarbeitung und der insgesamt hochwertige Eindruck. Das scheint so zu bleiben.
Die größten Verbesserungen der AirPods Max 2 sollen im Klang und in der Geräuschunterdrückung liegen. Dabei kommt dem neuen Modell ein besserer Chip zugute. Apple behauptet, dass dank des H2-Chips und neuer Berechnungsalgorithmen die aktive Geräuschunterdrückung bis zu 1,5-mal effektiver ist als bei der Vorgängergeneration. Darüber hinaus werden ein neuer Verstärker mit hohem Dynamikbereich, ein klarerer Klang, präzisere Bässe, natürlichere Mitten und Höhen sowie eine bessere räumliche Wiedergabe erwähnt.
Praktisch gesehen geht es hier nicht um eine Änderung der Klangphilosophie, sondern um das Bestreben, die ursprünglichen Max-Modelle auf das Niveau zu bringen, das Nutzer heute als Spitzenklasse erwarten. Schließlich kam die 1. Generation bereits im Jahr 2020 auf den Markt. Wichtig ist auch, dass sie über das mitgelieferte USB-C-Kabel 24 Bit/48 kHz hochwertiges verlustfreies Audio und extrem niedrige Latenz unterstützen. Das ist nicht nur für das Hören nützlich, sondern auch für Kreative, die mit professionellen Programmen arbeiten, bei denen es auf den Klang ankommt.
Die neuen AirPods Max 2 übernehmen einige Funktionen der neueren Modelle AirPods Pro. Zum ersten Mal gibt es hier den adaptiven Modus, aber auch die Gesprächserkennung, die Sprachisolierung und die Live-Übersetzung. Apple spricht von Klangwiedergabe in Studioqualität und der Möglichkeit, Fotos und Videos per Druck auf die Digital Crown auszulösen. Realistisch betrachtet sollte man jedoch hinzufügen, dass nicht alle Neuerungen das gleiche Gewicht haben.
Am praktischsten sind wahrscheinlich die verbesserte aktive Geräuschunterdrückung (ANC), der natürlichere Transparenzmodus und die Sprachfunktionen bei Anrufen. Die auf Apple Intelligence basierende Live-Übersetzungsfunktion ist zwar interessant, doch hängt ihr Nutzen von den Sprachen, der Region und einem kompatiblen iPhone ab. Einige weniger verbreitete europäische Sprachen fehlen bislang in der Übersetzung. Dank Bluetooth 5.3 lassen sich die Kopfhörer mit jedem Produkt koppeln, doch einige Zusatzfunktionen erfordern neuere Systemversionen der Apple-Produkte. Konkret gibt Apple die Unterstützung von iOS 26.4, iPadOS 26.4 und macOS 26.4 an.
Die AirPods Max 2 wirken nicht wie ein Generationssprung, sondern eher wie ein Update dessen, was die ursprünglichen AirPods Max schon früher hätten haben sollen – einen neueren Chip, eine stärkere Geräuschunterdrückung und moderne Softwarefunktionen. Für Besitzer der ersten Generation wird ein Upgrade nicht automatisch sinnvoll sein, insbesondere wenn sie mit dem aktuellen Modell zufrieden sind. Für neue Interessenten wirken die Max-Kopfhörer nun jedoch technisch aktueller.
Die AirPods Max 2 kommen zum Preis von 501,90 EUR auf den Markt. Die Bestellungen starten am 25. März.
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