
Das Honor Pad X9a kommt als erschwingliches Gerät für die tägliche Arbeit und Unterhaltung auf den Markt. In der Praxis handelt es sich um ein Tablet mit einem 11,5-Zoll-2,5K-Display mit einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz, einem Snapdragon 685-Chipsatz und einem Akku mit einer Kapazität von 8.300 mAh. Es will auch mit seinem dünnen Metallgehäuse mit einem Profil von 6,77 mm überzeugen. Die Frage bleibt jedoch, ob das Tablet auch für sich allein bestehen kann – schauen wir es uns einmal an.
Das Honor Pad X9a wurde mir in einem schlichten weißen Karton geliefert, der auf Einfachheit und Übersichtlichkeit setzt. Nach dem Öffnen erwartet Sie das Tablet selbst, das in einer Schutzfolie und einer stabilen Kartonwanne verpackt ist, sodass es beim Transport keinerlei Schaden nimmt.
Die Verpackung selbst ist im minimalistischen Stil gehalten – auf dem Deckel finden sich die Bezeichnung „Honor Pad X9a“ und ein Produktbild des Tablets. Die Unterseite ist deutlich technischer gestaltet: Hier finden sich das EU-Energieeffizienzlabel (Klasse F), technische Details, QR-Codes, Recycling-Symbole sowie Informationen zu den unterstützten Ladeverfahren (USB-PD 10–30 W).
Unter dem Tablet-„Deckel“ befindet sich nur das Nötigste: ein USB-C-Kabel und die Papierdokumentation. Der Hersteller hat keinen Ladeadapter beigelegt, was bei ähnlichen Geräten heutzutage eher die Regel als die Ausnahme ist.
Das Modell Honor Pad X9a wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein typisches „Billig-Tablet“ – und das ist schon sein erster kleiner Pluspunkt. Der Hersteller hat auf ein Vollmetallgehäuse gesetzt, das solider und hochwertiger wirkt als das übliche Kunststoffgehäuse in dieser Preisklasse. Die Konstruktion ist angenehm stabil, nichts knarzt, und das Tablet liegt überraschend erwachsen in der Hand.
Ein großer Pluspunkt ist das schlanke Profil. Das Tablet misst 267,3 × 167,4 × 6,77 mm und wiegt etwa 475 Gramm, sodass es für seine Diagonale sehr dünn und relativ leicht ist. In der Praxis lässt es sich auch gut mit einer Hand halten (zumindest solange, bis man merkt, dass 11,5 Zoll immer noch ein stattliches Gerät sind). Die flachen Kanten sorgen für einen sichereren Halt und das Tablet wirkt nicht übermäßig rutschig.
Die Rückseite setzt auf Minimalismus – mattes Metall, in der Mitte ein dezentes Honor-Logo und in der Ecke ein quadratisches Kameramodul mit einer Linse, das nur leicht über die Oberfläche hinausragt. Es handelt sich nicht um eine Design-Extravaganz, sondern eher um nüchterne Eleganz, die weder im Rucksack eines Studenten noch auf dem Schreibtisch unpassend wirkt.
Auf der rechten Seite befinden sich zwei Tasten zur Lautstärkeregelung und zum Ein- und Ausschalten, während die Abdeckungen der vier Lautsprecher auf die Ober- und Unterseite verteilt sind (ja, es gibt tatsächlich vier Lautsprecher, die einen sehr ordentlichen Klang liefern). Das Ergebnis ist ein klares, zweckmäßiges Design ohne unnötige Experimente.
Ich gebe zu – von einem erschwinglichen Tablet hatte ich eher das Nötigste erwartet. Das Honor Pad X9a hat mich in dieser Hinsicht jedoch positiv überrascht. Es verfügt über ein 11,5-Zoll-IPS-Display mit einer Auflösung von 2.508 × 1.504 Pixeln und einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz.
In der Praxis ist das Bild scharf genug für Filme, das Internet und zum Lesen, und die höhere Frequenz tut genau das, was sie soll – die Umgebung ist beim Scrollen schön flüssig und wirkt nicht träge.
Es hat mich auch gefreut, dass Honor an die Augen gedacht hat. Das Display verfügt über TÜV Rheinland-Zertifizierungen für die Reduzierung von blauem Licht und Flimmern, sodass selbst längeres Fernsehen am Abend keine echte Qual nach einem langen Arbeitstag ist. Insgesamt habe ich einen guten Eindruck vom Display – es gehört zwar nicht zur Spitzenklasse, leistet aber im Alltag sehr solide Arbeit.
Was die Hardware angeht, ist klar, worauf das Honor Pad X9a ausgerichtet ist. Der Snapdragon 685 in Kombination mit 8 GB RAM und 128 GB Speicher bewältigt den normalen Betrieb problemlos – das System läuft flüssig, Apps werden nicht übermäßig lange geladen und die Videowiedergabe funktioniert reibungslos. Sobald es jedoch um anspruchsvollere Spiele oder intensiveres Multitasking geht, zeigen sich die Grenzen des Chips. Ich muss auch zugeben, dass ich gar nicht auf die Idee gekommen wäre, anspruchsvollere Spiele auf dieses Tablet herunterzuladen.
Die Konnektivität entspricht dem Mittelklasse-Niveau. Das Tablet bietet WiFi 5 (802.11ac), Bluetooth 5.1 und USB-C zum Laden und für die Datenübertragung. Das getestete Modell ist ein reines WLAN-Gerät, sodass Sie ohne ein Smartphone als Hotspot keine Verbindung zu mobilen Daten herstellen können. Für den Heimgebrauch wird dies den meisten Nutzern nichts ausmachen, aber es ist gut, dies zu berücksichtigen.
Der Akku mit einer Kapazität von 8.300 mAh verhält sich in der Praxis vorhersehbar. Bei normaler Nutzung reichte er für etwa einen Tag, im Energiesparmodus sogar länger. Das Laden mit einer Leistung von bis zu 35 W liegt eher im Durchschnitt – das Tablet lädt nicht gerade langsam, aber auch nicht besonders schnell. Insgesamt handelt es sich um eine funktionale Basis ohne größere Überraschungen, im positiven wie im negativen Sinne.
Das Honor Pad X9a läuft unter Android mit der Benutzeroberfläche MagicOS, die es offenbar näher an den professionellen Einsatz rücken soll. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich, flüssig und während des Tests sind mir keine nennenswerten Ruckler aufgefallen. Der Snapdragon 685 sorgt hier einfach dafür, dass das System für den normalen Betrieb ein angemessenes Tempo beibehält.
Honor legt großen Wert auf Multitasking – und diesmal ist das nicht nur reine Wortspielerei. Es gibt schwebende Fenster, geteilte Bildschirme und schnelles Wechseln zwischen Apps. In der Praxis funktioniert das überraschend gut, vor allem auf dem großen Display, wo zwei Apps nebeneinander endlich Sinn ergeben.
Aus den vorgestellten Beispielen geht auch der Fokus auf verschiedene „intelligente“ Funktionen hervor. MagicOS bietet eine magische Kapsel mit Schnellinformationen, eine Drei-Finger-Geste zum Speichern von Inhalten sowie einen Favoritenbereich zum Sammeln von Materialien aus verschiedenen Apps. Manches davon ist wirklich praktisch, anderes gehört eher in die Schublade „habe ich einmal ausprobiert“.
Was mich aber ehrlich gesagt noch mehr überrascht hat, ist das vorinstallierte Office-Paket. Die Benutzeroberfläche des Textverarbeitungsprogramms erinnert auffallend an das klassische Microsoft Office – die obere Menüleiste, die bekannten Formatierungswerkzeuge und das gesamte Layout wirken sehr vertraut. Für schnelle Dokumentbearbeitungen, Notizen oder Hausarbeiten ist es ein überraschend nützliches Tool und für ein Tablet dieser Klasse eigentlich ein angenehmer Bonus.
Insgesamt wirkt MagicOS auf dem Pad X9a ausgewogen: Es ist schnell genug für den alltäglichen Gebrauch, bietet ein paar nützliche Extras und wirkt dabei nicht überladen. Man sollte sich nur darauf einstellen, dass man nicht alle KI-Funktionen jeden Tag nutzen wird – aber das gilt heutzutage eigentlich fast überall.
Bei Tablets bin ich bei Kameras traditionell eher skeptisch – und das Honor Pad X9a hat mich in dieser Hinsicht mehr oder weniger bestätigt. Die 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite erfüllt zwar die Grundanforderungen, aber Wunder sind nicht zu erwarten.
Auf den Testfotos von Blumen und Dekorationen ist zu sehen, dass das Tablet bei guten Lichtverhältnissen brauchbare Ergebnisse liefert. Die Farben wirken relativ natürlich und die Belichtung ist meist angemessen. Bei genauerem Hinsehen zeigen sich jedoch die Grenzen – feine Details von Blättern, Blüten oder kleinen Verzierungen wirken eher weich, und das Bild hat keine ganz scharfe Kontur.
Komplexere Szenen am Fenster zeigen zudem einen geringeren Dynamikumfang. Helle Bereiche neigen dazu, überbelichtet zu werden, und in den Schatten geht die Detailzeichnung schnell verloren. Typischerweise lässt sich auf Aufnahmen der Fensterbank erkennen, dass kontrastreiche Umgebungen für das Tablet keine ganz einfache Aufgabe sind.
Die 5-Megapixel-Frontkamera erfüllt die Erwartungen. Für Videoanrufe reicht die Bildqualität aus – Ihr Gesprächspartner erkennt Sie und das Gespräch verläuft reibungslos. Für mehr sollte man sich jedoch keine allzu großen Hoffnungen machen.
Insgesamt also eine einfache Zusammenfassung: Für Dokumente, das Teilen von Inhalten und schnelle Schnappschüsse reicht es aus. Wenn Sie jedoch Fotos wollen, die Sie wirklich behalten möchten, werden Sie wahrscheinlich Ihr Smartphone aus der Tasche ziehen.
Wenn ich das Honor Pad X9a mit dem ähnlich teuren Samsung Galaxy Tab A11 LTE vergleiche, fällt der Unterschied in der Ausrichtung fast sofort ins Auge. Das Honor wirkt moderner – es ist dünner, verfügt über ein deutlich flüssigeres 120-Hz-Display und nutzt die große Bildschirmdiagonale insgesamt besser aus. Samsung hingegen setzt auf Praktikabilität: ein kompakteres Gehäuse, integriertes LTE und das traditionell konservative One UI, das übersichtlich und vorhersehbar ist.
Ich persönlich würde im Alltag eher zum Honor greifen, vor allem wegen der flüssigen Bedienung und des angenehmeren Multimedia-Erlebnisses. Samsung ist eher für Nutzer sinnvoll, die ein kleineres Tablet für unterwegs suchen und unbedingt mobiles Internet ohne Hotspot benötigen. Wenn jemand jedoch ein erschwingliches Tablet vor allem für Filme, das Internet und den Heimgebrauch sucht, erscheint mir das Honor Pad X9a in diesem Vergleich als die interessantere Wahl.
| Parameter/Modell | Honor Pad X9a | Samsung Galaxy Tab A11 LTE |
|---|---|---|
| Display | Diagonale: 11,5" | Diagonale: 8,7" |
| Auflösung: 2 508 × 1 504 px | Auflösung: 1 340 × 800 px | |
| Typ: TFT (IPS-typ) | Typ: TFT LCD | |
| Bildwiederholfrequenz bis zu: 120 Hz | Bildwiederholfrequenz bis zu: 60 Hz | |
| Rückkamera | Hauptkamera: 8 Mpx | Hauptkamera: 8 Mpx |
| Frontkamera | 5 Mpx | 5 Mpx |
| Chipsatz | Qualcomm Snapdragon 685 | MediaTek Helio G99 |
| RAM | 6 GB | 4 GB |
| Interner Speicher | 128 GB | 64 GB |
| Betriebssystem | Android + MagicOS | Android + One UI |
| Mobile Netze | ✕ | ✓ (LTE, Nano-SIM) |
| 3,5mm Klinke | ✕ | ✓ |
| Akku | 8.300 mAh | 5.100 mAh |
| Packunginhalt | Ohne Adapter (muss separat erworben werden), Ladekabel | Ohne Adapter (muss separat erworben werden), Ladekabel |
| Preis | ab 215,90 EUR | ab 179 EUR |
Honor Pad X9a
TabletsIch persönlich empfinde das Honor Pad X9a als ein gelungenes, erschwingliches Tablet, das genau weiß, worauf es abzielt. Es bietet zwar keine Spitzenleistung und keine fotografischen Ambitionen, profitiert aber im Alltag von einem großen 120-Hz-Display, einem dünnen Gehäuse und einer soliden Akkulaufzeit. Wenn jemand ein Gerät vor allem für Filme, das Internet, die Schule oder gemütliche Stunden zu Hause sucht, macht sein Konzept für mich Sinn. Anspruchsvollere Nutzer oder Gamer werden hingegen relativ schnell an seine Grenzen stoßen. In dieser Preisklasse bietet Honor meiner Meinung nach jedoch eine ausgewogene Mischung aus Eigenschaften ohne wesentliche Mängel.
Vorteile
Nachteile
Jan Vavřík
In meiner Freizeit beschäftige ich mich nicht nur mit aktuellen Neuheiten, sondern auch mit nostalgischen Rückblicken in die Welt der Mobiltelefone. Ich bin sowohl mit Apple-Technologie als auch mit dem „grünen Androiden“ vertraut – besonders mit dem aus südkoreanischer Produktion. Außerdem bin ich aktiver Schriftsteller und ein großer Fan von deutschen Boxern, Stephen King, J. R. R. Tolkien, Karel Čapek, Karl May und allem, was mit Griechenland zu tun hat – insbesondere mit der Insel Korfu.
Ich persönlich halte das Honor Pad X9a für ein solides Tablet für den normalen Gebrauch ohne große Ambitionen. Es besticht weder durch seine Leistung noch durch seine Kamera, aber das Display, die Konstruktion und die Akkulaufzeit sind für den Preis durchaus sinnvoll. Wer ein einfaches Tablet vor allem für Multimedia und den Heimgebrauch sucht, wird meiner Meinung nach nichts falsch machen.