• Autor: Adam Růžička
Motorola hat sein neues Modell, das Motorola Edge 70 Plus, vorgestellt, welches vor allem durch die Helligkeit des Displays, eine 200-Megapixel-Kamera und einen großen Akku beeindrucken möchte. Hinzu kommen ein abgerundetes Design, Widerstandsfähigkeit nach Militärstandard und mehrere auf künstlicher Intelligenz basierende Funktionen. Es wirkt somit wie ein Smartphone, das eine interessante Kombination aus Ausstattung und Praktikabilität bieten könnte. Was genau Motorola mit dem Modell Edge 70 Plus anbietet, werden wir in unserem Preview genauer betrachten.
Das Motorola Edge 70 Plus soll in drei Farbvarianten erhältlich sein – im grünen Mountain View, im blauen Milky Blue und im rosafarbenen Gray Lilac. Ein markantes Designelement soll zudem die Abrundung aller vier Kanten sein. Motorola möchte damit nicht nur ein moderneres Aussehen, sondern auch einen natürlicheren Griff beim Halten des Smartphones bieten. Zu einem bequemeren Halt soll auch das Gewicht von 196 Gramm beitragen.
Die Widerstandsfähigkeit soll ein weiterer Bereich sein, den Motorola nicht vergessen hat. Das Smartphone soll den Militärstandard MIL-STD-810H erfüllen und zudem über eine IP64-Zertifizierung gegen Staub und Spritzwasser verfügen. Die Vorderseite wird durch Corning Gorilla Glass 7i geschützt. Die MIL-STD-810H-Zertifizierung selbst bedeutet jedoch nicht automatisch, dass das Smartphone jeden Sturz oder extreme Bedingungen unbeschadet übersteht.
Die Vorderseite des Motorola Edge 70 Plus soll von einem 6,78 Zoll großen AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2772 × 1272 Pixeln eingenommen werden, welches Motorola als Super HD oder 1,5K bezeichnet. Die Pixeldichte soll 450 ppi erreichen und die Bildwiederholrate kann auf bis zu 144 Hz ansteigen. Das Ergebnis soll somit nicht nur ein detailreiches Bild sein, sondern auch eine sehr flüssige Darstellung bei der Navigation im System oder beim Spielen. Das Display wird zudem durch eine angegebene maximale Helligkeit von bis zu 5.200 Nits ergänzt.
Es soll auch Unterstützung für HDR10+, sowie die Zertifizierungen Pantone Validated und Pantone SkinTone Validated bieten. Motorola erwähnt ferner SGS-Technologien zur Reduzierung von Blaulicht und Bewegungsunschärfe. Eine praktische Funktion könnte Water Touch sein, welche die Empfindlichkeit der Touch-Schicht automatisch an die Präsenz von Wasser anpassen soll. Die Bedienung des Smartphones sollte dadurch auch mit nassen Fingern präziser sein.
Für die Leistung des Motorola Edge 70 Plus soll der Qualcomm Snapdragon 7s Gen 3 sorgen, der zu den Chips für die obere Mittelklasse gehört. Dem Prozessor sollen 8 GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen, wobei der Hersteller auch seine eigene RAM-Optimierungstechnologie nutzt. Diese kann einen Teil des internen Speichers als virtuellen Arbeitsspeicher verwenden, sodass sie in bestimmten Situationen beim Ausführen mehrerer Anwendungen im Hintergrund helfen kann.
Bei anspruchsvolleren Aufgaben oder beim Spielen soll dann eine Vapor-Chamber (Dampfkammer) bereitstehen. Ihre Aufgabe ist es, die Wärme von den Komponenten abzuleiten und das Gerät bei höherer Belastung auf vernünftigen Temperaturen zu halten. Wie sich die Kombination aus dem Snapdragon 7s Gen 3 und dieser Kühlung bei der tatsächlichen Nutzung bewähren wird, muss jedoch erst ein Praxistest zeigen.
Die Leistung des Smartphones soll zudem durch die Unterstützung von Funktionen auf Basis künstlicher Intelligenz ergänzt werden. Das Motorola Edge 70 Plus soll beispielsweise Circle to Search für die schnelle Informationssuche direkt auf dem Bildschirm oder KI-gestützte Werkzeuge zur Fotobearbeitung bieten. Deren konkreter Nutzen wird jedoch nicht nur von der Software selbst abhängen, sondern auch davon, wie gut das Smartphone die Verarbeitung der einzelnen Aufgaben bewältigt.
Der interne Speicher soll schnelles UFS 3.1 nutzen und es soll sogar die Möglichkeit geben, den Speicherplatz mithilfe einer microSD-Karte um bis zu 1 TB zu erweitern.
Eines der größten Lockmittel des Motorola Edge 70 Plus soll die Hauptkamera sein. Diese nutzt einen 200-Megapixel-Sensor mit einer Blende von f/1.8 und einer optischen Bildstabilisierung (OIS). Motorola hat zudem die Ultra-Pixel-Technologie implementiert, die 16 Pixel zu einem zusammenfasst, sodass das resultierende Foto eine effektive Auflösung von 12,5 Megapixeln aufweist.
Auf dem Papier könnte die Hauptkamera also ausreichend Details bieten und gleichzeitig auch mit schlechteren Lichtverhältnissen zurechtkommen. Genau hier wird es jedoch notwendig sein, die tatsächlichen Ergebnisse abzuwarten. Die reine Anzahl der Megapixel garantiert nämlich noch keine Fotoqualität; eine wichtige Rolle spielen auch die Bildverarbeitung, der Dynamikumfang oder der Umgang mit Nachtszenen. Mit der Bewertung der endgültigen Qualität werden wir daher bis zum eigentlichen Test warten müssen.
Die rückseitige Kamera wird durch einen 2-Megapixel-Makrosensor ergänzt. Auf der Vorderseite soll sich eine 32-Megapixel-Kamera mit einer Blende von f/2.2 für Selfies und Videoanrufe befinden.
Das Smartphone Motorola Edge 70 Plus soll einen Akku mit einer Kapazität von 6.500 mAh erhalten. Der Hersteller gibt eine Akkulaufzeit von bis zu 61 Stunden an, was mehr als zwei Tagen Nutzung entspricht. Dieser Wert ist jedoch in erster Linie als theoretische Angabe aus den Tests von Motorola zu betrachten. Die tatsächliche Ausdauer wird von der Nutzungsintensität, der Signalqualität, den Smartphone-Einstellungen, der Temperatur und weiteren Umständen abhängen.
Für das Aufladen der Energie soll das 45-Watt-TurboPower-Laden sorgen. Das Smartphone unterstützt zudem 7,5-Watt-Reverse-Charging über Kabel, sodass es bei Bedarf beispielsweise zum Aufladen eines anderen kompatiblen Geräts dienen könnte.
Das Motorola Edge 70 Plus wirkt bereits anhand der Spezifikationen wie ein solides Smartphone der oberen Mittelklasse. Es bietet ein helles 144-Hz-AMOLED-Display, einen großen 6.500-mAh-Akku, eine 200-Megapixel-Hauptkamera, den Snapdragon 7s Gen 3 und ein Design, das die Anforderungen des MIL-STD-810H-Standards erfüllt. Hinzu kommen praktische Funktionen wie Water Touch, die Speichererweiterung mittels microSD-Karte oder Reverse-Charging.
Ob sich diese Parameter jedoch auch in einem wirklich guten Nutzererlebnis niederschlagen, bleibt vorerst abzuwarten. Das größte Fragezeichen stellt für uns vor allem die Fotoqualität und die reale Leistung des Snapdragon 7s Gen 3 dar. Genau diese Bereiche wird es daher wichtig sein, in einem ausführlichen Testbericht zu überprüfen.