Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max im Test: Akku wie von einem anderen Planeten, doch Kameras und Betriebssystem bleiben auf dem Boden der Tatsachen

Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht

Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max (TEST):
Akku wie aus einer anderen Welt, doch Kameras und System bleiben am Boden

Das neue Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max hat meine Aufmerksamkeit vor allem durch seinen riesigen 9.210-mAh-Akku geweckt. Eine solche Kapazität hätte ich noch vor Kurzem eher bei einem Tablet erwartet als bei einem Smartphone, das ich jeden Tag in der Tasche tragen soll. Xiaomi spendierte ihm zudem 100-W-Laden, ein großes AMOLED-Display und erhöhte Robustheit. Auf den ersten Blick hat die Neuheit also definitiv einiges zu bieten. Doch wie ich mich beim Testen von Smartphones bereits oft überzeugen konnte, sind Daten auf dem Papier das eine und die tatsächliche Nutzung das andere. Wie schlägt sich das Redmi mit der etwas selbstbewussten Bezeichnung Pro Max also in der Praxis?


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Autor: Jan Vavřík 

Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max (TEST) – INHALT

  1. Lieferumfang des Redmi Note 17 Pro Max erfreut mit Hülle, ein Ladegerät sollten Sie jedoch nicht erwarten
  2. Redmi Note 17 Pro Max glänzt nicht durch Schönheit, überrascht aber bei der Robustheit
  3. Display des Redmi Note 17 Pro Max hat mich positiv überrascht. Auch grelles Sonnenlicht macht ihm nichts aus
  4. Snapdragon 6 Gen 5 bricht keine Rekorde, doch im Alltag hat mir nichts gefehlt
  5. HyperOS 3 funktioniert, doch Werbung, Bloatware und gelegentliche Ruckler trüben das Bild
  6. Riesiger Akku des Redmi Note 17 Pro Max verändert die Spielregeln. Das Ladegerät kann zu Hause bleiben
  7. Kameras des Redmi Note 17 Pro Max: Hauptsensor überzeugt, Ultraweitwinkel fällt ab
  8. Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max vs. Vorgängergeneration
  9. Konkurrenz für das Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max
  10. Fazit zum Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max

Lieferumfang des Redmi Note 17 Pro Max erfreut mit Hülle, ein Ladegerät sollten Sie jedoch nicht erwarten

Das Redmi Note 17 Pro Max kam in einer recht gewöhnlichen Schachtel an, die auf den ersten Blick durch nichts Besonderes überrascht. Xiaomi setzt diesmal auf keine ausgefallene Verpackung, sondern auf Schlichtheit und Funktionalität. Die Schachtel wirkt ordentlich und weicht von ihren Abmessungen her nicht von dem ab, was wir von heutigen Smartphones gewohnt sind. Schließlich ist das, was sich im Inneren verbirgt, wichtiger als die Verpackung selbst.

Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht
Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max – Lieferumfang des Smartphones.

Nach dem Öffnen der Schachtel warteten neben dem Smartphone selbst ein USB-C-Ladekabel, eine Kurzanleitung, ein SIM-Auswurfwerkzeug sowie eine schwarze Silikonhülle auf mich. Das weiß ich definitiv zu schätzen, da ich das Smartphone so ohne Sorge um seine Rückseite sofort nutzen kann. Die Hülle hat jedoch eine unangenehme Eigenschaft – Fingerabdrücke haften fast sofort an ihr. Zudem sieht das Redmi damit wie eines von vielen ähnlichen Smartphones aus, sodass die Bemühungen der Designer ein wenig ins Leere laufen.

Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max und seine Schutzhülle.

Was Sie in der Verpackung nicht finden werden, ist ein Ladeadapter. Und das ist angesichts der Unterstützung für 100-W-Laden ziemlich schade. Wenn Sie nämlich die maximale Geschwindigkeit nutzen möchten, müssen Sie sich ein entsprechendes Ladegerät separat zulegen. Die Hersteller versuchen uns schlicht nach wie vor einzureden, dass wir bereits ein Ladegerät zu Hause haben. Sie vergessen dabei nur gelegentlich zu erwähnen, dass längst nicht jedes das leisten kann, womit das neue Smartphone prahlt.

Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht
Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max – Lieferumfang des Smartphones.

Redmi Note 17 Pro Max glänzt nicht durch Schönheit, überrascht aber bei der Robustheit

Das Modell Redmi Note 17 Pro Max ist kein Smartphone, das ich als Design-Glanzstück bezeichnen würde. Die schwarze Ausführung wirkt eher unauffällig und das Kunststoffgehäuse erinnert nicht sonderlich an die Premiumklasse. Die Abmessungen von 163,44 × 78,27 × 8,65 mm und ein Gewicht von 225,1 Gramm bedeuten zudem, dass man es mit einem ordentlichen Brocken von Smartphone zu tun hat. Sie werden es in der Tasche spüren und bei längerer einhändiger Nutzung ebenfalls. Ein markantes Element der Rückseite ist das große quadratische Kameramodul, das das ansonsten recht gewöhnliche Erscheinungsbild zumindest ein wenig aufbricht.

Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht
Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Seitenansichten.

Was das Redmi jedoch an Eleganz einbüßt, macht es bei der Robustheit wett. Das Display wird durch Corning Gorilla Glass Victus 2 geschützt und das Smartphone rühmt sich mit den Schutzarten IP66 und IP68. Der Hersteller gibt zudem eine erhöhte Fallresistenz aus bis zu drei Metern Höhe an, was ich verständlicherweise nicht ausprobiert habe. Schließlich muss nicht jeder Test mit einem Besuch in der Werkstatt enden. Erfreulich sind auch Stereolautsprecher und ein Infrarotanschluss, dank dem sich das Smartphone beispielsweise als Fernbedienung nutzen lässt. Das Redmi sieht somit zwar nicht wie ein Schmuckstück aus, ist für den Alltag jedoch bestens gerüstet.

Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht.

Display des Redmi Note 17 Pro Max hat mich positiv überrascht. Auch grelles Sonnenlicht macht ihm nichts aus

Das Display des RedmiNote 17 Pro Max   gehört zu den größten Vorzügen des Smartphones. Xiaomi setzt auf ein 6,83 Zoll großes AMOLED-Panel mit einer Auflösung von 2.772 × 1.280 Pixeln, einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz und einer angegebenen Spitzenhelligkeit von bis zu 3.500 Nits. Das Ergebnis ist ein wirklich schönes Bild mit lebendigen Farben, hervorragendem Kontrast und ausreichender Schärfe. Bei alltäglicher Nutzung schätzte ich vor allem die gute Ablesbarkeit im Freien, selbst bei sonnigem Wetter. Die Unterstützung von Dolby Vision und HDR10+ kommt beim Anschauen von Filmen und Serien sehr gelegen. Schade ist lediglich, dass das Panel keine LTPO-Technologie nutzt, was flexiblere Anpassungen der Bildwiederholfrequenz ermöglichen würde.

Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht, Quelle: Herstellerangaben.

Unter dem Display befindet sich ein optischer Fingerabdrucksensor. Er funktionierte zuverlässig, doch seine recht tiefe Platzierung sagte mir nicht ganz zu. Xiaomi hat außerdem das Feature Hyper Island integriert, das rund um das Kameraloch der Frontkamera beispielsweise Informationen zur wiedergegebenen Musik oder zum Timer anzeigt. Die Ähnlichkeit mit der Dynamic Island von Apple ist definitiv kein Zufall. Doch während Apple diese Funktion ausgereifter und besser von Apps unterstützt anbietet, wirkte die Lösung von Xiaomi auf mich eher wie eine nette Spielerei als etwas, worauf man nicht verzichten könnte. Dem Display selbst lässt sich jedoch kaum etwas vorwerfen.

Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht, Quelle: Herstellerangaben.

Snapdragon 6 Gen 5 bricht keine Rekorde, doch im Alltag hat mir nichts gefehlt

Für die Leistung sorgt der Prozessor Qualcomm Snapdragon 6 Gen 5, dem in der getesteten Konfiguration 8 GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Zur Datenspeicherung stehen 512 GB Speicherplatz bereit. Schon anhand der Prozessorbezeichnung wird deutlich, dass das Redmi nicht zu den leistungsstärksten Smartphones auf dem Markt zählt. Bei gewöhnlicher Nutzung reichte mir die Leistung jedoch vollkommen aus. Internetsurfen, soziale Netzwerke, Navigation, Fotografieren und das Wechseln zwischen Apps meisterte das Smartphone größtenteils problemlos. Anspruchsvollere Spiele stellen natürlich eine größere Herausforderung dar, doch das Redmi Note 17 Pro Max gibt auch gar nicht vor, ein Gaming-Monster zu sein.

Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht, Quelle: Herstellerangaben.

Zur Ausstattung gehören Wi-Fi 6, Bluetooth 6.0, NFC für kontaktloses Bezahlen sowie eSIM-Unterstützung. Der USB-C-Ladeanschluss nutzt den USB-2.0-Standard, was bei der Übertragung größerer Dateien nicht gerade Grund zum Jubeln ist. Insgesamt bietet das Smartphone jedoch alles Wesentliche, was ich von einem modernen Gerät erwarte. Angesichts der Kennzeichnung Pro Max hätte ich mir lediglich einen stärkeren Prozessor gewünscht. Vor allem deshalb, weil die Konkurrenz in einer ähnlichen Preisklasse mehr zu bieten hat.

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Xiaomi Redmi 17 (TEST): Schöne Rückseite, Riesenakku und Budget-Preis unter 200 Euro

HyperOS 3 funktioniert, doch Werbung, Bloatware und gelegentliche Ruckler trüben das Bild

Das Redmi Note 17 Pro Max nutzt das Betriebssystem HyperOS 3 auf Basis von Android 16. Die Benutzeroberfläche bietet zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten, gelungene Animationen und einen insgesamt modernen Look. Bei der täglichen Nutzung stieß ich jedoch auch auf einige Ärgernisse.

Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht, Quelle: Herstellerangaben.

Hierbei geht es vor allem um die Menge vorinstallierter Apps, von denen ich manche freiwillig definitiv nicht installiert hätte. Schon der Ordner „Spiele“, in dem mich sogleich zehn Spieletitel erwarteten, spricht für sich. Noch mehr amüsierte mich jedoch die Musik-App. Dem Namen nach würde man erwarten, dass man damit vor allem Musik hört – wechselt man jedoch auf den Reiter „Entdecken“, landet man zwischen Kurzvideos, die mit Musik oft überhaupt nichts zu tun haben. Statt eines Players blickte mich so eine Art kleines soziales Netzwerk voller Inhaltsempfehlungen an. Ebenso wenig erfreulich sind Werbung und weitere Empfehlungen in den System-Apps. Bei einem Smartphone dieser Kategorie würde ich eine sauberere Benutzeroberfläche erwarten und nicht das Gefühl haben, mir zusammen mit dem Handy auch gleich eine Werbefläche gekauft zu haben.

Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht
Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max – Benutzeroberfläche HyperOS 3 (vorinstallierte Spiele, Musik-App, Systemmenü).

Gelegentlich kam es zudem zu kleinen Rucklern oder weniger flüssigen Animationen. Das war zwar nichts, was die Nutzung grundlegend erschwert hätte, doch angesichts des ansonsten sehr guten Displays fallen solche Schwächen durchaus auf. Xiaomi verspricht sechs Jahre Sicherheitsupdates, was wiederum eine erfreuliche Nachricht ist. HyperOS 3 ist somit keineswegs ein schlechtes System. Ich würde es lediglich begrüßen, wenn mir der Hersteller etwas mehr Freiraum ließe zu entscheiden, welche Apps und Inhalte ich eigentlich möchte. Schließlich kaufe ich ein Smartphone vor allem für mich selbst und nicht als weiteren Ort, an dem Spiele, Videos und Empfehlungen aller Art auf mich lauern.

Künstliche Intelligenz Xiaomi HyperAI: Nützlicher Helfer, keine Revolution

Auch das Redmi Note 17 Pro Max kommt am aktuellen Trend der Künstlichen Intelligenz nicht vorbei. Xiaomi bietet ein recht üppiges Spektrum an Funktionen unter dem Namen HyperAI, samt Integration von Google Gemini und der Möglichkeit zur Suche per Circle to Search. Einen praktischen Nutzen sehe ich vor allem bei der Textarbeit, der Informationssuche oder der Fotobearbeitung.

Erwähnenswert sind auch die Transkription gesprochener Sprache, das automatische Erstellen von Untertiteln sowie Übersetzungen – Funktionen, die den Alltag mit dem Smartphone tatsächlich erleichtern können. Erfreulich ist auch die Unterstützung der deutschen Sprache bei ausgewählten Tools, dank der Sie nicht bei jeder Anfrage überlegen müssen, wie Sie diese auf Englisch formulieren. Die Ausstattung wirkt somit nicht nur wie ein reiner Marketingpunkt im Datenblatt, auch wenn sie für mich allein genommen noch kein ausschlaggebender Grund für den Kauf eines Smartphones ist.

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Kompaktes Smartphone, das sich vor den Großen nicht fürchtet: Poco X8s bietet Teleobjektiv, Riesenakku und 100-W-Laden

Riesiger Akku des Redmi Note 17 Pro Max verändert die Spielregeln. Das Ladegerät kann zu Hause bleiben

Wenn ich eine einzige Eigenschaft auswählen müsste, für die das Redmi Note 17 Pro Max Aufmerksamkeit verdient, dann wäre es zweifellos der Akku. Seine Kapazität erreicht unglaubliche 9.210 mAh und nutzt Silizium-Kohlenstoff-Technologie. In der Praxis bedeutet das, dass ich mir bei alltäglicher Nutzung nicht jeden Abend den Kopf darüber zerbrechen musste, wo mein Ladegerät liegt. Das Smartphone hielt ohne größere Probleme rund drei Tage durch, natürlich abhängig von der Nutzungsintensität. Für jemanden, der es gewohnt ist, sein Smartphone täglich aufzuladen, ist das eine höchst willkommene Abwechslung.

Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht, Quelle: Herstellerangaben.

Lob verdient auch die Unterstützung für kabelgebundenes 100-W-Laden, wodurch sich der riesige Akku überraschend schnell wieder auffüllen lässt. Auch kabelgebundenes Reverse Charging mit 27 W ist mit an Bord, sodass das Redmi im Notfall als Powerbank für andere Geräte dienen kann. Kabelloses Laden fehlt jedoch, was ich als eine der wenigen deutlicheren Schwächen dieses Kapitels betrachte. Dennoch muss ich anerkennen, dass Xiaomi hier hervorragende Arbeit geleistet hat. Während ich bei anderen Smartphones die Akkuprozente mit wachsender Nervosität verfolge, habe ich hier bisweilen fast vergessen, dass so etwas wie ein Ladegerät überhaupt existiert.

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Poco X8 Pro Max (TEST): Tolle Kamera, schneller Prozessor und massiver Akku in unauffälligem Design

Kameras des Redmi Note 17 Pro Max: Hauptsensor überzeugt, Ultraweitwinkel fällt ab

Beim Blick auf die Rückseite des Redmi Note 17 Pro Max fiel mir das markante quadratische Kameramodul mit abgerundeten Ecken, zwei hervorstehenden Objektiven und dem Schriftzug 50MP OIS CAMERA auf. Es wirkt elegant, auch wenn die glänzende Oberfläche bereitwillig Fingerabdrücke sammelt. Darin verbergen sich eine 50-MP-Hauptkamera mit einer Blende von f/1,5 und optischer Bildstabilisierung (OIS) sowie ein 8-MP-Ultraweitwinkelobjektiv mit einer Blende von f/2,2. Die Ausstattung wird durch eine 32-MP-Frontkamera und 4K-Videoaufnahme abgerundet.

Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht.

Ich gebe zu, dass ich von einem derart wuchtigen Modul etwas mehr erwartet hätte. Ein Teleobjektiv fehlt und acht Megapixel bei der Ultraweitwinkelkamera lösen keine Begeisterungsstürme aus. Überrascht hat mich auch der Rückgang der Auflösung des Hauptsensors von 200 MP beim vorherigen Redmi Note 15 Pro+ auf nunmehr 50 MP. Megapixel sind natürlich nicht alles, aber von einem Smartphone mit dem Namenszusatz Pro Max hätte ich eine ambitioniertere Ausstattung erwartet. Entscheidend sind jedoch die resultierenden Fotos.

Ultraweitwinkelkamera: Acht Megapixel versprechen keine Wunder

Die Ultraweitwinkelkamera mit 8 MP Auflösung und Blende f/2,2 ist das schwächste Glied im Ensemble. Beim Fotografieren herbstlicher Landschaften haben mich die Ergebnisse dennoch durchaus erfreut. Die Farben wirken natürlich, die Gelb- und Orangetöne der Bäume sind nicht übertrieben und das automatische HDR kam auch mit bedecktem Himmel gut zurecht. Auf einer Aufnahme zeigte sich sogar ein Regenbogen. Beim Hereinzoomen verfliegt die Begeisterung jedoch schnell. Weit entfernte Häuser, Baumäste und Gras verlieren an Details und die Schärfe fällt zu den Rändern hin ab. Acht Megapixel sind eben acht Megapixel, und auch der Zusatz Pro Max zaubert daraus keine sechzehn. Für gewöhnliche Landschaftsaufnahmen reicht das Objektiv aber aus.

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Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max – Ultraweitwinkelkamera.

Hauptkamera: Schöne Farben, aber Details stoßen an Grenzen

Die 50-MP-Hauptkamera des Redmi Note 17 Pro Max verspricht mit Blende f/1,5, optischer Bildstabilisierung (OIS) und einer Sensorgröße von 1/1,95 Zoll solide Ergebnisse. Bei Tageslicht liefert sie in der Tat ansprechende Fotos mit natürlichen Farben und ordentlicher Schärfe, was auch meine Herbstaufnahmen belegen. Bei genauerem Hinsehen verschwimmen feine Details entfernter Bäume jedoch, die Software hilft mit spürbarem Nachschärfen nach und das automatische HDR agiert nicht immer überzeugend. Ein fehlendes Teleobjektiv gleicht Xiaomi durch einen 2-fach-Crop aus dem Hauptsensor aus, der bei gutem Licht durchaus brauchbar ist – Wunder sollten Sie hier allerdings nicht erwarten. Die Hauptkamera enttäuscht also nicht, ein Kaufgrund ist sie aber keineswegs.

Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht
Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max, Testbericht und sein Hauptsensor.

Nahaufnahmen: Details vorhanden, Makrowunder sollten Sie nicht erwarten

Bei Nahaufnahmen habe ich das Redmi an buntem Herbstlaub erprobt. Ein dediziertes Makroobjektiv oder einen speziellen Supermakro-Modus bietet es nicht, sodass sich die 50-MP-Hauptkamera um die Details kümmert. Brauchbar ist hierbei auch der 2-fache Zoom, dank dem ich das Smartphone nicht unmittelbar an das Motiv halten muss. Auf den Aufnahmen sind Blattadern, Strukturen und kleine Flecken gut zu erkennen, während der Hintergrund angenehm unscharf wird. Der Autofokus hat allerdings gelegentlich seine eigene Vorstellung davon, was wichtig ist, was zu weicherer Zeichnung oder unscharfen Details führen kann. Bisweilen musste ich daher ein Stück zurücktreten und mein Glück erneut versuchen. Für alltägliche Fotos von Blumen oder kleinen Gegenständen reicht das Redmi aus, die Fähigkeiten einer echten Makrokamera sollten Sie jedoch nicht erwarten. Ein Herbstblatt fängt es hübsch ein, dessen Stammbaum können Sie daraus aber nicht ablesen.

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Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max – Nahaufnahmen.

Nachtaufnahmen: Reichlich Licht, Details eher Mangelware

Nachtaufnahmen gehören gewiss nicht zu den Stärken des Redmi Note 17 Pro Max. Die 50-MP-Hauptkamera mit Blende f/1,5 und optischer Stabilisierung kann zwar reichlich Licht einfangen, doch die Ergebnisse haben mich wenig überzeugt. Häuser, Autos und ferne Hügel sind gut erkennbar, dunklere Bildbereiche büßen jedoch Details ein, Dächer und Vegetation verschwimmen und eine deutliche Rauschunterdrückung erzeugt unnatürlich glatte Flächen. Straßenlaternen führen zudem zu Überstrahlungen und störenden grünen Blendenflecken. Die Automatik neigt außerdem dazu, die Szene übermäßig aufzuhellen, sodass der Himmel heller wirkt als erwartet. Die Farbwiedergabe beleuchteter Gebäude ist hingegen recht naturgetreu und für gelegentliche Schnappschüsse am Abend reichen die Fotos aus. Von einem Smartphone mit einem so selbstbewussten Namen hätte ich jedoch mehr erwartet. Es kann die Nacht zwar etwas erhellen, vergisst dabei aber mitunter auf die Details.

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Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max – Nahaufnahmen.

Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max vs. Vorgängergeneration

Xiaomi hat die Namensgebung diesmal etwas durcheinandergewürfelt: Die Serie Redmi Note 16 wurde übersprungen und der Namenszusatz Pro+ durch das noch selbstbewusstere Pro Max ersetzt. Direkter Vorgänger der Neuheit ist somit das Redmi Note 15 Pro+ 5G, das im Januar 2026 auf den Markt kam. Änderungen gibt es reichlich, doch nicht alle stellen einen eindeutigen Fortschritt dar. Die größte Neuerung ist zweifellos der Akku, dessen Kapazität von 6.500 auf 9.210 mAh angewachsen ist. Das ist ein Unterschied, den Sie im Alltag tatsächlich spüren werden.

Andererseits stellt der neue Snapdragon 6 Gen 5 gegenüber dem früheren Snapdragon 7s Gen 4 keinen klaren Leistungssprung dar und die Hauptkamera büßte die ursprünglichen 200 MP ein. Das neue Modell ist zudem schwerer. Xiaomi setzt zwar auf schnelleren Speicher und neuere Technologien, unterm Strich handelt es sich aber eher um eine Verschiebung der Prioritäten als um eine eindeutige Verbesserung auf ganzer Linie. Falls Sie also das Redmi Note 15 Pro+ besitzen, sehe ich einen Wechselgrund vor allem in der deutlich längeren Akkulaufzeit.

Parameter Redmi Note 17 Pro Max Redmi Note 15 Pro+ 5G
Prozessor Snapdragon 6 Gen 5 Snapdragon 7s Gen 4
Arbeitsspeicher 8 GB LPDDR5X 8/12 GB LPDDR4X
Speicher 256/512 GB UFS 4.1 UFS 2.2
Hauptkamera 50 Mpx, OIS 200 Mpx, OIS
Ultraweitwinkelkamera 8 Mpx 8 Mpx
Akku 9 210 mAh 6 500 mAh
Kabelgebundenes Laden 100 W 100 W
Gewicht 225,1 g 207,1 g

Konkurrenz für das Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max

In einer ähnlichen Preisklasse sieht sich das Redmi Note 17 Pro Max durchaus interessanten Kontrahenten gegenüber. Der erste ist das OnePlus Nord 6 5G, das einen leistungsfähigeren Snapdragon 8s Gen 4, 12 GB RAM und 512 GB Speicher bereithält. Es punktet zudem mit einem 6,78 Zoll großen AMOLED-Display mit einer Bildwiederholrate von 165 Hz sowie der aufgeräumter wirkenden Benutzeroberfläche OxygenOS. Sein Akku mit einer Kapazität von 7.500 mAh liegt zwar hinter dem Redmi, ist aber keineswegs von kurzer Ausdauer. Das Laden mit 80 W Leistung fällt ebenfalls ausreichend flott aus. Wenn ich ein Smartphone vorrangig für Spiele und anspruchsvollere Nutzung suchen würde, wäre das OnePlus ein sehr ernsthafter Kandidat.

Der zweite Konkurrent ist das Samsung Galaxy A57 5G Enterprise Edition. Dieses bietet ein 6,7 Zoll großes AMOLED-Display mit 120-Hz-Bildwiederholfrequenz, eine 50-MP-Hauptkamera und ein brauchbareres 12-MP-Ultraweitwinkelobjektiv. Ein Vorzug ist auch die Oberfläche One UI samt langfristigem Software-Support, während die Schwachstelle dieser konkreten Variante bei den lediglich 128 GB Speicher liegt. Das Redmi kann dem hingegen mit einem deutlich größeren Akku und schnellerem Laden entgegentreten. Persönlich würde ich das OnePlus wegen der Leistung wählen, das Samsung wegen seiner allgemeinen Ausgewogenheit und das Redmi vor allem dann, wenn ich ein Smartphone haben möchte, das so schnell nicht schlappmacht. Jedes Modell hat seine Vorzüge, doch der Namenszusatz Pro Max garantiert für sich allein genommen noch lange keinen Sieg.

Fazit zum Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max

Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max

Smartphones

Das Xiaomi Redmi Note 17 Pro Max hat mich vor allem durch seine Ausdauer überrascht. Der Akku mit einer Kapazität von 9.210 mAh hält wirklich enorm lange durch und das 100-W-Laden ist ein erfreulicher Bonus. Lob gebührt auch dem schönen AMOLED-Display, der hohen Widerstandsfähigkeit und der Leistung. Das Betriebssystem HyperOS 3 trübt den Gesamteindruck jedoch durch Werbung, überflüssige Apps sowie gelegentliche Ruckler. Wem würde ich das Redmi also empfehlen? Vor allem jenen, die nicht jeden Abend nach einer Steckdose suchen möchten. Alle anderen sollten einen Blick auf die Konkurrenz werfen.

Lieferumfang: ★★★★★ 95 % Design, Verarbeitung: ★★★★★ 93 %
Display: ★★★★★ 98 % Leistung: ★★★★☆ 85 %
Laden und Akkulaufzeit: ★★★★★ 98 % Betriebssystem: ★★★★☆ 82 %
Kameras: ★★★★☆ 82 % KI-Funktionen: ★★★★★ 90 %
Gesamtwertung: ★★★★★ 90 %

Leistung – 85 % für den schwächeren Prozessor, System – 82 % für Werbung, vorinstallierte Apps und gelegentliche Ruckler, Kameras – 82 % für das fehlende Teleobjektiv, die schwächere Ultraweitwinkelkamera und wenig überzeugende Nachtaufnahmen.

Vorteile

  • Außergewöhnliche Akkulaufzeit des 9.210-mAh-Akkus.
  • Schnelles kabelgebundenes Laden mit 100 W.
  • Kabelgebundenes Reverse Charging mit 27 W.
  • Großes und hochwertiges 120-Hz-AMOLED-Display.
  • Erhöhte Robustheit nach IP66/IP68 und Gorilla Glass Victus 2.
  • Ausreichende Leistung für alltägliche Nutzung.
  • Stereolautsprecher und Infrarotschnittstelle.

Nachteile

  • Werbung und vorinstallierte Apps in HyperOS.
  • Gelegentliche Systemruckler.
  • Schwächere Ultraweitwinkelkamera.
  • Fehlendes Teleobjektiv.
  • Durchschnittliche Nachtaufnahmen.
  • Höheres Gewicht von 225,1 g.
  • Fehlendes kabelloses Laden.
  • Ladeadapter nicht im Lieferumfang enthalten.
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